Moskauer Börse setzt Kursrutsch fort Russlands Börse fällt weiter - Rubel unter Druck

Moscow Exchange: An der russischen Börse brechen die Kurse ein

Moscow Exchange: An der russischen Börse brechen die Kurse ein

Foto: MAXIM SHEMETOV/ REUTERS

Der russische Aktienmarkt hat am Dienstag seine Talfahrt fortgesetzt. Nachdem die von den USA verhängten Sanktionen gegen Russland den RTSI Index zu Wochenbeginn um zeitweise mehr als 12 Prozent ins Minus gedrückt hatten, verlor das viel beachtete Börsenbarometer in Moskau bis Dienstag Mittag knapp 4 Prozent auf 1051,35 Punkte. Aktuell steht der Index auf dem Niveau von August 2017.

Als Belastung erwies sich nun, dass der russische Rubel weiter an Wert verlor. Unter den Schlusslichtern im Index büßten die Papiere des größten russischen Finanzinstituts Sberbank rund 6 Prozent ein.

Darüber hinaus lässt der Schweizer Rohstoffgigant Glencore wegen der Sanktionen gegen russische Unternehmen ein Aktientauschgeschäft mit dem Aluminiumproduzenten Rusal platzen. Rusal-Anteilsscheine büßten fast 5 Prozent ein, nachdem sie am Montag bereits um annähernd ein Viertel eingebrochen wachen.

Die Papiere von Glencore erholten sich in London etwas von ihren jüngsten Verlusten und stiegen am Dienstag um rund 2 Prozent.

Als Grund für den Kursrutsch galten neuerliche Sanktionen der USA. Washington hatte am Freitag dutzende russische Geschäftsleute und Firmen, denen enge Verbindungen zum Kreml nachgesagt werden, auf eine schwarze Liste gesetzt. Begründet wurden die Maßnahmen mit dem "wachsenden Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt". Betroffen sind einige der reichsten Oligarchen.

In Zürich drückten die US-Sanktionen die Aktien von Sulzer, Oerlikon und Schmolz+Bickenbach mit bis zu 14 Prozent ins Minus, weil dort der Russe Viktor Vekselberg über seine Beteiligungsgesellschaft Renova maßgeblich beteiligt ist.

Auch Milliardär Oleg Deripaska, der den größten Anteil an dem Aluminiumhersteller Rusal hält, wurde mit Strafmaßnahmen belegt.

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Unter den bekannten Indexwerten erlitten ferner die Aktien des Nickel- und Palladiumförderers Norilsk Nickel einen heftigen Abschlag von mehr als 14 Prozent. Jene des Güterwaggon-Herstellers United Wagon waren unter den 30 Indexmitgliedern im RTSI derweil die einzigen, die sich mit einem moderaten Plus gegen den Markt stemmen konnten.

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