Saudi-Arabien prescht vor Opec-Staaten wollen Öl-Fördermenge weiter reduzieren

Ölfeld im Irak

Ölfeld im Irak

Foto: © Atef Hassan / Reuters/ REUTERS

Die wichtigsten Ölförderländer denken nach dem Ölpreisrutsch der vergangenen Wochen über Förderkürzungen nach. Die Opec und andere Ölstaaten würden bei ihrem Dezember-Treffen über eine Reaktion auf das Überangebot entscheiden, sagte der Ölminister des Oman Mohammed Al-Rumhy am Sonntag in Abu Dhabi. Am Rande des Treffen des Erdölkomitees des Opec-Plus-Verbunds in Abu Dhabi hieß es von Delegierten, dass eine Senkung der täglichen Fördermenge um 1 Million Barrel "eine gute Zahl wäre".

Zuvor hatte bereits Saudi-Arabien eine Drosselung seiner Erdölförderung angekündigt. So sagte der Energieminister Chaled al-Falih dem saudinahen Nachrichtenkanal Al-Arabija zufolge, der weltweit größte Öl-Exporteur wolle im Dezember pro Tag 500.000 Barrel weniger produzieren. Die aktuelle Förderquote liegt nach einer Erhöhung im Oktober bei 10,7 Millionen Barrel pro Tag. Die Kürzung entspricht damit knapp fünf Prozent der derzeitigen Förderung und soll den Preisverfall seit Anfang Oktober stoppen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete vor wenigen Wochen noch mehr als 85 US-Dollar und fiel bis jetzt auf etwa 70 Dollar.

Die Ölpreise waren bis Anfang Oktober stark gestiegen, fielen seither aber wieder um mehr als 20 Prozent. Letztendlich ist das Ölembargo der USA gegen den Iran nicht so streng wie anfangs am Markt befürchtet. Damit fließt weiter mehr Öl auf den Weltmarkt als Investoren vor Monaten noch kalkuliert hatten.

luk/dpa-afx
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