Investoren von Zahlen enttäuscht Netflix-Aktie stürzt um 14 Prozent ab

Der Online-Videodienst Netflix wächst nicht so schnell wie erwartet, auch der Ausblick enttäuscht die Märkte. Investoren ziehen nach US-Börsenschluss die Reißleine und trennen sich zuhauf von der Aktie.
Netflix-Chef Reed Hastings enttäuscht die verwöhnten Investoren, Netflix wächst langsamer als erwartet

Netflix-Chef Reed Hastings enttäuscht die verwöhnten Investoren, Netflix wächst langsamer als erwartet

Foto: LLUIS GENE/ AFP

Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Im US-Heimatmarkt kamen im zweiten Quartal 670.000 neue Nutzer hinzu, international 4,47 Millionen, teilte Netflix am Montagabend (Ortszeit) mit. Analysten und auch Netflix selbst hatten mit deutlich mehr Wachstum gerechnet. Ende Juni brachte es der Streaming-Riese weltweit insgesamt auf gut 130 Millionen Nutzer.

"Wir hatten ein starkes, aber kein exzellentes Quartal", erklärte das Unternehmen. Auch mit seinem Ausblick enttäuschte Netflix. Für das dritte Quartal geht Netflix von einem Wachstum um fünf Millionen Neukunden aus.

Der Nettogewinn auf 384,3 Millionen Dollar von 65,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sprang 40 Prozent auf 3,91 Milliarden Dollar. Die Aktie von Netflix -Aktie brach nachbörslich mehr als 14 Prozent ein. Allerdings hatte sich der Kurs seit Jahresbeginn auch schon mehr als verdoppelt.

In den vorherigen Quartalen hatte Netflix mit seinem Wachstum Konkurrenten wie Amazon, Apple und Hulu in den Schatten gestellt. Vor allem die Eigenproduktionen, die Netflix inzwischen en masse anbietet, lockten Kunden an.

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Netflix ist mit Produktionen wie "House of Cards" und "Orange is the new black" bekanntgeworden. Inzwischen hat das Unternehmen Dutzende Serien entwickelt und fügt kontinuierlich Neues hinzu. Allein im laufenden Jahr will Netflix acht Milliarden Dollar in Fernsehserien und Filme investieren. Auch die Nachzügler auf dem Markt wie Amazon und Apple produzieren längst eigene Formate. Die exklusiven Inhalte binden Kunden und lassen sich später noch lizenzieren.

rei/Reuters/dpa
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