Mynaric Cathie Wood und Peter Thiel investieren in deutschen Laserspezialisten

Der Münchener Laserspezialist Mynaric hat bei seinem Börsengang an der Wall Street mehrere prominente Investoren von sich überzeugen können. Mit von der Partie sind unter anderem Peter Thiel, Christian Angermayer und die US-Starinvestorin Cathie Wood.
Prominente Investoren: Auch Starinvestorin Cathie Wood steigt bei Mynaric ein

Prominente Investoren: Auch Starinvestorin Cathie Wood steigt bei Mynaric ein

Foto: BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Der deutsche Laserkommunikationsspezialist Mynaric  hat im Zuge seines Börsengangs an der US-Technologiebörse Nasdaq  den deutschstämmigen Paypal-Mitgründer Peter Thiel (54) sowie Tinder-Gründer Justin Mateen (35) als Investoren gewonnen. Auch die Investmentgesellschaft von US-Starinvestorin Cathie Wood (65), Ark Invest, sei an Bord gekommen, teilte das 2009 gegründete Unternehmen aus Gilching bei München am Montag mit. Erneut investiert habe der Deutsche Christian Angermayer (43) mit seinem Family Office Apeiron.

Mynaric, mit dessen Technik Daten im Weltraum über Zehntausende Kilometer zwischen Satelliten übertragen werden und das kürzlich Northrop Grumman als Kunden gewinnen konnte, ist bereits seit Jahren in Deutschland börsennotiert . Beim Börsengang an der Wall Street am Freitag hatten die Papiere mit einem Kursplus  von mehr als 20 Prozent zum Ausgabepreis von 16,50 Dollar eröffnet. Zusammen mit der Platzierungsreserve fließen der Firma knapp 76 Millionen Dollar zu, die hauptsächlich in den Ausbau der Produktionskapazitäten und neue Produkte gesteckt werden sollen. Zusammen mit der Mehrzuteilungsoption beläuft sich die Zahl der Anteilscheine des Unternehmens auf knapp 5,243 Millionen.

Angermayer hat inzwischen einige Erfahrung bei Börsengängen in den USA. Der Investor hat dort mit Apeiron die Neuemissionen der US-Krebsmittelfirma Sensei Biotherapeutics sowie der Biotechfirmen Abcellera, Compass Pathways und des auf die Behandlung psychischer Krankheiten mit sogenannten "Magic Mushrooms" spezialisierte Biotech-Start-up Atai Life Sciences begleitet.

Mynaric hat laut Geschäftsbericht  im ersten Halbjahr 2021 mit 214 Beschäftigten einen Umsatz von 1,35 Millionen Euro verzeichnet. Der Betriebsverlust (Ebit) erhöhte sich den Angaben zufolge aufgrund des Ausbaus der Entwicklungs-, Produktions- und IT-Kapazitäten und der Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten auf 16,24 Millionen Euro.

Mynaric-Chef Altan hat Falcon-Rakete für Elon Musk mit entwickelt

Der Chef von Mynaric, Bulent Altan (43) ist Computer- und Raumfahrtingenieur. Er hat mehr als elf Jahre für Elon Musks Weltall-Firma SpaceX gearbeitet und dessen Rakete Falcon 1 mit entwickelt, bevor er über Zwischenstationen als Investor bei dem Münchener Unternehmen Mynaric landete. Noch in diesem Jahr sollen Trabanten mit Mynaric-Technik um den Planeten kreisen und Breitbandinternet per Laser auch an entlegenste Orte bringen. "Mynaric hat eine der zentralen Technologien für einen der wichtigsten sich entwickelnden Märkte", wirbt Altan: Mynaric gehört zu den Unternehmen, die vom Wettlauf der Milliardäre ins Weltall profitieren. 

Für eine Zweitnotiz seiner Aktien in den USA entschied sich das Unternehmen, um vom zunehmenden Interesse an der Weltraumindustrie zu profitieren. Mynaric geht davon aus, dass der Bedarf an schneller und permanenter Datenverfügbarkeit weiter dynamisch zunehme. Gegenwärtig fußten dabei Datennetze weitgehend auf Infrastruktur auf dem Boden, die sich aus rechtlichen, wirtschaftlichen oder logistischen Gründen nicht beliebig erweitern ließen. Die Zukunft aber erfordere eine Erweiterung der bestehenden Netzwerkinfrastruktur in Luft- und Raumfahrt. Mit den eigenen kabellosen Laserkommunikationsprodukten sieht sich das Unternehmen in diesem Wachstumsmarkt gut positioniert.

rei/Reuters
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