Börsendebüt Mister Spex startet verhalten an der Börse

Der Onlineoptiker Mister Spex hat ein verhaltenes Debüt an der Frankfurter Börse hingelegt. Die Aktie notiert knapp über dem Ausgabekurs. Mit den Erlösen will die Firma ihre Expansion vorantreiben.
Durchblick: Mirko Casper (l.) und Dirk Graber, die Co-Vorstandsvorsitzenden von Mister Spex, vor der Frankfurter Börse

Durchblick: Mirko Casper (l.) und Dirk Graber, die Co-Vorstandsvorsitzenden von Mister Spex, vor der Frankfurter Börse

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Der Berliner Online-Optiker Mister Spex  ist am Freitag mit leichten Kursgewinnen an der Frankfurter Börse gestartet. Der erste Kurs des Unternehmens auf dem Parkett betrug 25,38 Euro. Er lag damit leicht über dem Ausgabepreis von 25 Euro je Aktie. Im Laufe des Vormittags kosteten die Papiere mit 25,84 Euro kurzzeitig etwas mehr. Zum Ausgabepreis kommt das 2007 gegründete Unternehmen auf einen Börsenwert von 829 Millionen Euro.

Das Angebot des Optikers umfasste rund 15 Millionen Aktien, darunter etwa 9,8 Millionen neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Hinzu kamen rund 3,3 Millionen Aktien aus dem Bestand von Altaktionären sowie rund 2 Millionen Papiere zur Deckung von Mehrzuteilungen. Daraus ergab sich ein Angebotsvolumen von 375 Millionen Euro. Mit dem Geld will die Firma, die etwa mit Brillen und Kontaktlinsen handelt, weiter wachsen und international expandieren. Den geplanten Börsengang hatte das Unternehmen erst vor zwei Wochen angekündigt.

Mister Spex hatte Brillen zunächst nur über das Internet verkauft, eröffnet aber immer mehr Filialen und will damit den Platzhirschen Fielmann und Apollo Optik im deutschsprachigen Raum, aber auch darüber hinaus, Konkurrenz machen. Nach eigenen Angaben betreibt Mister Spex Onlineshops in zehn Ländern sowie mehr als 40 Geschäfte in Deutschland, Österreich und Schweden, die durch rund 400 Partneroptiker erweitert werden. 2020 steigerte Mister Spex seinen Umsatz um knapp ein Fünftel auf 164 Millionen Euro.

Zu den Eigentümern zählen unter anderem die Investoren Goldman Sachs, DN Capital, Scottish Equity Partners und XAnge. Auch der neue Eigentümer von Apollo, der für die Marke "Ray Ban" bekannte italienisch-französische Brillenkonzern EssilorLuxottica, ist bereits an Mister Spex beteiligt und hatte angekündigt, beim Börsengang Aktien für 50 Millionen Euro zu kaufen. Er ist auch einer der wichtigsten Lieferanten von Brillen und Gläsern für Mister Spex.

cs/dpa-afx, Reuters
Mehr lesen über Verwandte Artikel