Meta-Kurssturz Zuckerbergs Vermögen schmilzt um mehr als 30 Milliarden Dollar – an einem Tag

Die Meta-Aktie kann sich vom Kurssturz nicht erholen. Anleger zweifeln, ob die Wette von Mark Zuckerberg aufgeht. Der Konzernchef hat 30 Milliarden Dollar seines Vermögens verloren.
Aufbruch in virtuelle Welten: Sehr real sind dagegen derzeit die hohen Kurs- und Vermögensverluste, die Meta-Chef Mark Zuckerberg erleidet

Aufbruch in virtuelle Welten: Sehr real sind dagegen derzeit die hohen Kurs- und Vermögensverluste, die Meta-Chef Mark Zuckerberg erleidet

Foto: GLENN CHAPMAN / AFP

Um spektakuläre 26,6 Prozent brach die Aktie der Facebook-Mutter Meta am Donnerstag nach einer enttäuschenden Umsatzprognose ein, mehr als 200 Milliarden Dollar Börsenwert lösten sich in Luft auf. So mancher Anleger verlor ein Vermögen, aber keiner so viel wie Konzerngründer Mark Zuckerberg selbst: Binnen weniger Stunden war "Zuck" um rund 30 Milliarden Dollar ärmer, haben CNBC  und Bloomberg  ausgerechnet. Der Rebound gelang am Freitag nicht: Die Aktie ging erneut mit Verlusten aus dem Handel.

Man kann nicht sagen, dass der 37-Jährige nun zu verarmen droht: Im Forbes-Ranking  der reichsten Menschen der Welt (Stand Freitagnachmittag) rutschte der Konzernchef mit einem Vermögen von rund 85 Milliarden Dollar gleichwohl auf Rang 12 ab - und tauchte damit zum ersten Mal seit 2015 nicht mehr unter den Top Ten auf. Zuckerberg besitzt rund 13 Prozent von Meta.

Zuckerbergs Vermögensverlust hat gleichwohl historische Dimensionen: Bislang verlor lediglich Tesla-Chef Elon Musk (50) mit rund 35 Milliarden Dollar mehr Geld an einem Tag: Nach einer Twitter-Umfrage im vergangenen November, wo der Milliardär seine Millionen Fans fragte, ob er sich von 10 Prozent seiner Tesla-Anteile trennen solle. Aktuell beläuft sich das Vermögen des Unternehmers auf 232 Milliarden Dollar. Allerdings haben die deutlichen Kursverluste bei Technologiewerten in der zurückliegenden Woche auch das Vermögen von Musk um rund 26 Milliarden Dollar zusammenschmelzen lassen.

Auch die Facebook-Mitgründer müssen laut Bloomberg in dieser Woche einen schmerzhaften Vermögensverlust verkraften. Dustin Moskovitz (37), der rund 2,3 Prozent an Meta hält und mit einem Vermögen 14,7 Milliarden Dollar (Stand Freitagnachmittag, MEZ) Platz 133 der reichsten Menschen der Welt einnimmt, hatte ebenso wie Eduardo Saverin (13,3 Milliarden Dollar) durch den Kurssturz zwischen drei und vier Milliarden Dollar verloren. Meta-COO Sheryl Sandberg kam laut Bloomberg noch vergleichsweise glimpflich davon. Ihr Vermögen von 2,5 Milliarden Dollar sei deutlich weniger stark in Aktien ihres Arbeitgebers konzentriert und somit lediglich um 100 Millionen Dollar gesunken. Merke: Diversifikation in der Vermögensanlage hilft - erst recht im Krisenfall.

Meta hochprofitabel, doch der Aufbruch ins Metaversum ist riskant

Nun sind dies lediglich Momentaufnahmen und nicht selten kommen Aktien nach einem brachialen Kurssturz gestärkt wieder zurück. Meta ist immer noch ein hochprofitabler Konzern. So spielten Facebook, Whatsapp und Instagram im vergangenen Jahr fast 118 Milliarden Dollar Umsatz bei rund 40 Milliarden Dollar Nettogewinn ein .

Doch dort, wo Zuckerberg in Zukunft das Geld verdienen will, im Metaversum eben, laufen noch horrende Verluste auf: Die Sparte "Realitiy Labs" verbrannte im vergangenen Jahr zehn Milliarden Dollar bei lediglich 2,3 Milliarden Dollar Umsatz. Und die Verluste werden steigen, kündigte der Konzern an .

Für Zuckerberg ist der Aufbruch seines in Meta umbenannten Konzerns in die Virtual und Augmented Reality mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden. Zum einen erwächst Facebook mit der Social-Media-Plattform Tiktok erhebliche Konkurrenz, verlieren Facebook und Instagram Wachstum an das Videoportal des chinesischen Bytedance-Konzerns. Zum anderen ist noch längst nicht ausgemacht, ob die Menschen tatsächlich irgendwann einen Großteil ihrer Freizeit in die virtuelle Welt verlagern, sich dort informieren, vergnügen und auch einkaufen werden.

rei