Mittwoch, 22. Mai 2019

Börsengang geglückt US-Mitfahrdienst Lyft jetzt 25 Milliarden Dollar wert

Fahrdienstvermittler Lyft: Im Juni 2012 in Kalifornien gegründet, fährt jetzt in New York an der Börse vor

Für Lyft läuft es besser als gedacht. Der US-Mitfahrdienst platzierte seine Aktien am oberen Ende der Preisspanne und nimmt so rund 2,2 Milliarden Dollar ein. Die Bewertung des Uber-Konkurrenten liegt damit bei knapp 25 Milliarden Dollar. Gewinne schreibt das Unternehmen nicht.

Der US-Fahrdienstvermittler Lyft trifft bei seinem Gang an die New Yorker Technologie-Börse Nasdaq auf reges Interesse von Investoren. Die Aktien, die am Freitag unter dem Tickerkürzel "LYFT" in den Handel gehen sollen, werden zum Preis von 72 Dollar ausgegeben, wie das Unternehmen am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte. Damit gelang es dem Uber-Rivalen, seine Papiere am oberen Ende der am Vortag bereits deutlich erhöhten Preisspanne loszuschlagen.

Lyft geht somit mit einer Gesamtbewertung von fast 25 Milliarden Dollar an die Börse - das ist deutlich mehr, als dem Unternehmen ursprünglich zugetraut worden war.

Lyft sammelte mit dem Börsengang mehr als zwei Milliarden Dollar bei Anlegern ein. Die kalifornische Firma, die bislang nur in den USA und Kanada aktiv ist, verdoppelte ihren Umsatz 2018 auf 2,2 Milliarden Dollar. Schwarze Zahlen schreibt Lyft aber nicht, es fiel ein Jahresverlust von 911 Millionen Dollar an.


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Der deutlich größere Konkurrent Uber bereitet ebenfalls einen Börsengang vor. Hier stellten Banken laut US-Medien bereits eine Gesamtbewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht.

Ohnehin streben derzeit viele Unternehmen an die Börse - auch beim Online-Fotodienst Pinterest und der Bürochat-App Slack laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Ferienapartment-Vermittler Airbnb will ebenfalls noch in diesem Jahr sein Börsen-Debüt feiern.

Vor gut einer Woche war der Jeanshersteller Levi Strauss nach 30-jähriger Abwesenheit an die New Yorker Börse zurückgekehrt.

rei/dpa/reuters

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