Manipulation an Metall- und Anleihemarkt Börsendeals nur angetäuscht - JP Morgan will sich mit einer Milliarde Dollar freikaufen

Laut mehreren Quellen steht die US-Großbank vor einem milliardenschweren Vergleich mit den Behörden wegen Marktmanipulation. Es wäre die bisher teuerste Buße für "Spoofing" - das Antäuschen von Käufen an der Börse.
New Yorker Zentrale von JPMorgan Chase

New Yorker Zentrale von JPMorgan Chase

Foto: Eduardo Munoz / REUTERS

Die US-Großbank JPMorgan Chase will Insidern zufolge Vorwürfe wegen Manipulationen an den Metall- und Anleihemärkten mit einer Zahlung von annähernd einer Milliarde Dollar aus dem Weg räumen. Der Vergleich könne noch in dieser Woche bekannt gegeben werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg  am Mittwochabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Durch die Zahlung sollen die laufenden Untersuchungen unter anderem durch das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC beendet werden, hieß es weiter. Bei den Vorwürfen gegen die US-Bank geht es um das sogenannte "Spoofing", eine spezielle Technik, bei der Händler Kaufaufträge nur vortäuschen, um die Preise in die gewünschte Richtung zu treiben. Zwei frühere Händler von JPMorgan waren bereits in diesem Zusammenhang schuldig gesprochen worden.

Der mögliche Vergleich über eine Milliarde Dollar wäre die höchste Zahlung, die je im Zusammenhang mit "Spoofing" geleistet wurde. Laut einem Bericht der "Financial Times"  gehe der Vergleich nicht mit Beschränkungen der weiteren Geschäfte bei JPMorgan einher. Das Blatt berichtete ebenfalls unter Berufung auf eingeweihte Personen, die Bank verhandele derzeit darüber, wie unter bestimmten Konditionen die Geschäfte straffrei weiter fortgeführt werden könnten.

ak/reuters
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