Bankchef macht Millionen an der Börse Der perfekte Trade des Jamie Dimon

Machte 7,25 Millionen binnen acht Monaten: JP-Morgan-Chef Dimon

Machte 7,25 Millionen binnen acht Monaten: JP-Morgan-Chef Dimon

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Timing an der Börse funktioniert nicht? Das gilt vielleicht für Millionen einfache Kleinanleger - aber nicht für den Chef der US-Bank JP Morgan Chase.

Es war Anfang Februar, also vor acht Monaten, als Jamie Dimon beschloss, Aktien seiner Bank zu erwerben. Der Kurs der JP-Morgan-Aktie war zu dem Zeitpunkt gerade um 20 Prozent gefallen, und Institutschef Dimon ist beileibe kein armer Mann. 2015 nahm die Agentur Bloomberg ihn in ihrer laufenden Beobachtung vermögender Menschen sogar in den Club der Milliardäre auf .

Grund genug also für Dimon, im Februar einen größeren Posten JP-Morgan-Aktien zu ordern. Wie ebenfalls Bloomberg  berichtet, kaufte der Topmanager am 11. Februar 2016 exakt 500.000 Stück zum Preis von insgesamt 26,6 Millionen Dollar. Der Bankmanager sei der Ansicht gewesen, die Papiere wären nach den Kursverlusten vom Jahresanfang unterbewertet, so die Nachrichtenagentur.

Wie sich heute herausstellt, lag Dimon mit der Einschätzung offenbar goldrichtig - und er machte an jenem 11. Februar womöglich einen der besten Deals seines Lebens. Denn Zufall oder nicht: Der JP-Morgan-Kurs erreichte just an dem Tag seinen Tiefpunkt. Seither verteuerte sich die Aktie um mehr als 25 Prozent, sodass sie inzwischen bei knapp 68 Dollar und damit kurz unter ihrem Allzeithoch vom vergangenen Jahr notiert.

Ein glücklicher JP-Morgan-Chef und ein mutiger BASF-Chefaufseher

Für Jamie Dimon bedeutet das: Seine 500.000 JP-Morgan-Aktien sind inzwischen etwa 33,85 Millionen Dollar wert. Er hat also binnen acht Monaten einen Gewinn von 7,25 Millionen Dollar mit den Papieren erzielt.

Wer jetzt meint, ein Aktienkauf nach einem Kurssturz um 20 Prozent sei keine große Leistung, der sei auf andere Bankaktien verwiesen. Auch die Kurse von Citigroup , Bank of America , Credit Suisse  sowie insbesondere der Deutschen Bank  stürzten zu Beginn des Jahres ab. Längst nicht alle haben sich seither wieder so gut erholt wie JP Morgan.

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Insbesondere die Deutsche Bank befindet sich noch weit von früheren Höchstständen entfernt. Gerade zu dem Institut gab es allerdings jüngst ebenfalls Vertrauensbekundungen prominenter Wirtschaftslenker. Die Chefs gleich mehrerer Dax-Konzerne sprachen der Deutschen Bank in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zuletzt ihr Vertrauen aus. Besonders weit lehnte sich dabei Jürgen Hambrecht aus dem Fenster, der Aufsichtsratschef von BASF .

"Wir stehen zur Deutschen Bank, ich habe gerade Aktien gekauft", so Hambrecht zur "FAS". "John Cryan hat Vertrauen verdient."

Bleibt abzuwarten, ob Hambrecht ein ebenso glückliches Händchen hat, wie JP-Morgan-Chef Jamie Dimon.

Im Video: Sven Clausen, stellvertretender Chefredakteur von mm, über die mögliche Strafe von 14 Milliarden Dollar, die der Deutschen Bank in den USA drohen:

manager-magazin.de / Wochit
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