Abfindungspoker Paul Singer erhöht Anteil an Hella auf mehr als 10 Prozent

Faurecia oder Paul Singer - viele andere Aktionäre scheint es beim Autozulieferer Hella nicht mehr zu geben. Den Durchgriff der Franzosen dürfte sich der Finanzinvestor teuer bezahlen lassen.
Abstauber in Lauerstellung: US-Investor Paul Singer liebt es, sich kurz vor einem Squeeze-out einzukaufen, um sich dann teuer herauskaufen zu lassen

Abstauber in Lauerstellung: US-Investor Paul Singer liebt es, sich kurz vor einem Squeeze-out einzukaufen, um sich dann teuer herauskaufen zu lassen

Foto: © Steve Marcus / Reuters/ REUTERS

US-Investor Paul Singer (77) hat seine Anteile am Lippstädter Autozulieferer Hella aufgestockt. In mehreren Schritten hob er seine Beteiligung per 10. November auf insgesamt 10,75 Prozent, wie aus von Hella am Freitag veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen hervorgeht. Die Beteiligung speist sich dabei aus Aktien sowie Finanzinstrumenten. Zuletzt hatte Singer einen Anteil von 6,57 Prozent gemeldet.

Hella steht vor der Übernahme durch den französischen Konkurrenten Faurecia. Singer ist dafür bekannt, dass er sich bei vor einer Übernahme stehenden Konzernen einen Minderheitsanteil sichert, um spätestens dann einen höheren Preis zu erzielen, wenn verbliebene Aktionäre in einem sogenannten Squeeze-out-Verfahren gegen Abfindung herausgedrängt werden sollen.

Faurecia hatte im August die Übernahme von Hella angekündigt und sich dabei das 60-prozentige Paket der Familien Hueck und Röpke für 3,4 Milliarden Euro gesichert. Den übrigen Aktionären boten die Franzosen 60 Euro je Aktie. Bis zum Ablauf der Annahmefrist hätten Hella-Anleger Faurecia 79,5 Prozent der Aktien angeboten, hieß es vor einigen Tagen.

ak/DPA
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