Drei Gebote erwartet Poker um Hella vor der Entscheidung

Drei Konkurrenten pokern um den Scheinwerfer-Spezialisten Hella, die Eigentümer erwarten heute finale Gebote. Diese könnten niedriger ausfallen als zuletzt erwartet, die Aktie gerät unter Druck.
Wer bietet mehr? Neben den französischen Zulieferern Faurecia und Plastic Omnium soll auch der Stuttgarter Kolben- und Klimaanlagenhersteller Mahle Interesse an Hella bekundet haben

Wer bietet mehr? Neben den französischen Zulieferern Faurecia und Plastic Omnium soll auch der Stuttgarter Kolben- und Klimaanlagenhersteller Mahle Interesse an Hella bekundet haben

Foto: David Inderlied / dpa

Die Aktien  von Hella sind am Mittwoch wegen eines neuen Berichts über die Höhe der Offerten für den Autozulieferer stark unter Druck geraten. Zuletzt notierte die Aktie rund 6 Prozent niedriger als am Vortag. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Kreise berichtet, werden für diesen Mittwoch verbindliche Gebote von drei Konkurrenten erwartet: von den französischen Zulieferkonzernen Faurecia und Plastic Omnium sowie von dem Stuttgarter Kolben- und Klimaanlagenhersteller Mahle. Allerdings sollen die Gebote eher in der Nähe des Dreimonats-Durchschnittspreises der Hella-Aktie liegen - dieser liegt nur bei etwa 60 Euro. Hella würde damit mit maximal sieben Milliarden Euro bewertet.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete zuletzt, der Scheinwerfer-Spezialist aus dem nordrhein-westfälischen Lippstadt könnte mit rund acht Milliarden Euro bewertet werden. Dies würde etwa 70 Euro je Aktie entsprechen. Diesem Ziel hatte sich der Kurs am Montag auch sprunghaft genähert mit einem Rekordhoch von 68,72 Euro. Am Dienstag schloss die Aktie bei 67,20 Euro.

manager magazin hatte bereits Ende April exklusiv berichtet , dass sich die Eigentümerfamilie Hueck von ihrem 60-Prozent-Anteil trennen will. Ex-Chef Jürgen Behrend (71), der den Autozulieferer lange geführt hatte und seit einigen Jahren als Familienmitglied im Gesellschafterausschuss sitzt, drückt aufs Tempo. Zwischenzeitlich war der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse offiziell an dem Aktienpaket interessiert, blies das Vorhaben unter anderem nach Kritik von Investoren aber wieder ab.

mg/dpa-afx, Reuters
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