Dollar-Schwäche Goldpreis steigt klar über 1900 Dollar

Der Goldpreis startet mit einer Rallye ins neue Jahr. Dafür sorgt vor allem der schwache Dollar, doch auch in Euro verteuert sich das Edelmetall.
Edelmetall als Krisenschutz: Kundin mit Silbermaske vor Laden eines Gold- und Silberschmieds in Istanbul

Edelmetall als Krisenschutz: Kundin mit Silbermaske vor Laden eines Gold- und Silberschmieds in Istanbul

Foto: YASIN AKGUL / AFP

Der Goldpreis hat das neue Jahr mit kräftigen Kursgewinnen begonnen. Am ersten Handelstag 2021 stieg der Preis für eine Feinunze um etwa 1,5 Prozent auf deutlich mehr als 1900 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Das Edelmetall erreichte am Montagmorgen an der Börse in London mit 1928,35 Dollar den höchsten Stand seit fast zwei Monaten.

Am Markt wurde der steigende Goldpreis mit der Schwäche des Dollar  erklärt. Die amerikanische Währung stand in den vergangenen Handelstagen zu allen wichtigen Devisen unter Druck. Wegen einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten war die Weltreservewährung weniger gefragt. Da Gold auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt wird, macht eine Kursschwäche der US-Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollar-Raums günstiger und stärkt damit die Nachfrage.

Auch für europäische Käufer verteuerte sich Gold aber, wenn auch weniger als für Amerikaner. In Euro gerechnet, stieg der Goldkurs  am Montagvormittag um mehr als 1 Prozent auf 1576 Euro.

Nach einem schwachen November konnte der Goldpreis bereits im Dezember etwa 7 Prozent zulegen. Seit zwei Jahren befindet sich der Goldpreis in einem Aufwärtstrend. In den Jahren 2019 und 2020 durften sich Investoren über Preisaufschläge von jeweils rund 20 Prozent freuen. Extrem niedrige Zinsen und eine beispiellose Geldflut führender Notenbanken im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sorgen für Nachfrage. Die meisten Experten rechnen auch 2021 mit einer Fortsetzung des Gold-Aufwärtstrends.

ak/DPA
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