Donnerstag, 25. April 2019

Edelmetall im Aufwind Darum kann 2019 ein starkes Jahr für Goldfans werden

Wieder begehrt: Angesichts der Unsicherheiten in Wirtschaft und Finanzwelt ist der Goldpreis in den vergangenen Monaten gestiegen - der Trend könnte auch 2019 halten.

Die Wirtschaft schwächelt, die Börsen beben - und der Goldpreis bekommt nach langer Zeit wieder merklich Aufwind. Einiges spricht dafür, dass das auch im kommenden Jahr so bleibt.

Der September 2018 wird den Freunden der Geldanlage in Gold womöglich noch lange in Erinnerung bleiben. Denn dieser Monat markiert eine Trendwende an den Finanzmärkten, die noch lange ins kommende Jahr hineinwirken könnte.

Bis zum September ging an den Finanzmärkten im Großen und Ganzen alles seinen bereits seit Jahren gewohnten Gang. Das heißt: Die Aktienkurse an den wichtigen Börsen weltweit gerieten zwar zunehmend in Schwankungen, insgesamt ging es mit ihnen aber weiterhin aufwärts. Der Goldpreis dagegen befand sich in den ersten Monaten dieses Jahres beinahe kontinuierlich unter Druck.

Doch dann folgte die Wende: Seit Anfang September kann am Aktienmarkt von Stabilität kaum noch die Rede sein. Es geht vielmehr abwärts, und zwar so heftig, dass für verschiedene Bereiche - darunter auch der deutsche Leitindex Dax - inzwischen der Bärenmarkt ausgerufen wurde.

Eine Wende gab es indes zur gleichen Zeit auch beim Goldpreis, und zwar in die entgegengesetzte Richtung: Um mehr als 5 Prozent hat das Edelmetall allein seit Anfang September zugelegt. Inzwischen notiert Gold bereits wieder bei beinahe 1280 Dollar je Unze. Der Dezember, so berichtet der Nachrichtendienst Bloomberg, könnte den stärksten Anstieg beim Goldpreis seit fast zwei Jahren bringen. Zeitgleich stiegen auch die Kurse der weitaus meisten Goldminen-Aktien kräftig an, und zwar wie so oft noch deutlich stärker als der Goldpreis selbst.

Zum Vergleich: Mit dem Dax ging es im gleichen Zeitraum um mehr als 15 Prozent abwärts. Auch der breite US-Aktienindex S&P 500 verlor in den vergangenen vier Monaten etwa 15 Prozent an Wert.

Für Goldfans sind das selbstverständlich gute Nachrichten: Endlich wird ihre favorisierte Geldanlage ihrem Ruf als "sicherer Hafen" in unruhigen Zeiten wieder gerecht. Denn die Gründe, die zum Einbruch an den Aktienmärkten führten, sind es auch, die dem Goldpreis seinen plötzlichen Auftrieb verliehen:

  • Ein weltweit schwächelndes Wirtschaftswachstum, das bereits Sorgen vor einer möglicherweise aufziehenden Rezession aufkommen lässt;
  • Sinkende Unternehmensgewinne und reihenweise Konzernlenker, die vor trüberen Aussichten in die Zukunft warnen müssen;
  • Verschiedene Spannungsfelder, die zusätzlich Unsicherheit in die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten bringen, vom Handelskonflikt zwischen den USA und China über die chaotische Entwicklung beim Brexit bis hin zum heftig schwankenden Ölpreis sowie den Querelen zwischen der Europäischen Union und Italien um dessen künftigen Staatshaushalt.

Was jedoch für Geldanleger entscheidend ist: Auch der Blick in die Zukunft stimmt in Bezug auf den Goldpreis optimistisch. Denn, da sind sich die meisten Finanzexperten und Beobachter einig, am Szenario der Unruhe und Unsicherheit dürfte sich an den Finanzmärkten vorerst nicht viel ändern.

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