Montag, 22. Juli 2019

Spannungen mit dem Iran Goldpreis auf höchstem Stand seit mehr als 5 Jahren

Gold nähert sich der Marke von 1400 Dollar für die Feinunze
Sven Hoppe / DPA
Gold nähert sich der Marke von 1400 Dollar für die Feinunze

Nach Signalen der US-Notenbank Fed zu einer baldigen Zinssenkung ist der Goldpreis auf den höchsten Stand seit über fünf Jahren geklettert. Am Donnerstag stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) bis auf 1382 US-Dollar.

Am Vorabend hatte US-Notenbankpräsident Jerome Powell seine Bereitschaft für Zinssenkungen signalisiert, falls diese notwendig werden sollten. Er wies auf einen zunehmenden wirtschaftlichen Gegenwind hin, wobei er die Unsicherheit durch die Handelskonflikte und das nachlassende globale Wirtschaftswachstum betonte. Politische Risiken lassen Anleger verstärkt zu als sicher geltenden Anlagen wie Gold greifen.


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Neben dem Handelskonflikt zwischen den USA und China hatten zuletzt auch die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zugenommen. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten am Donnerstagmorgen den Abschuss einer US-Drohne. Nach dem einseitigen Ausstieg der USA letztes Jahr aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 und Verhängung neuer Sanktionen gegen den Iran sind auch die Spannungen zwischen den beiden Ländern gewachsen.

Wenn die Zinsen weiter niedrig bleiben oder Notenbanken die Fortsetzung ihrer lockeren Geldpolitik signalisieren, ist das in der Regel auch immer ein Signal für Aktien-Investoren. Die Dividendenpapiere gelten für viele Investoren bei niedrigsten Zinsen als alternativlos: Der Dax Börsen-Chart zeigen legte am Montag nach der Fed-Sitzung zunächst deutlich zu.

rei/dpa

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