Dienstag, 18. Juni 2019

Global Fashion Group Rocket bringt die nächste Beteiligung an die Börse

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer begleitet nun mit der Global Fashion Group ein weiteres Unternehmen an die Börse

Der Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) geht an die Börse. Das von dem Berliner Startup-Investor Rocket Internet mitgegründete Unternehmen plane die Notierung am regulierten Markt in Frankfurt, kündigte GFG am Montag an. Durch die Ausgabe neuer Aktien an private und institutionelle Investoren solle ein Erlös von rund 300 Millionen Euro erzielt werden. Das Angebot solle ausschließlich aus neu ausgegebenen Stammaktien bestehen. Ein genauer Termin wurde nicht genannt.

Die Erlöse aus dem Börsendebüt will der Modehändler dazu verwenden, weiteres Wachstum zu fördern. Dazu soll etwa in die Technologieplattform, die Lieferinfrastruktur und die Gewinnung von Neukunden investiert werden.

Das manager magazin hatte bereits im November 2018 über die Börsenpläne von Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer berichtet. Samwer hatte bereits zahlreiche andere seiner Beteiligungen an die Börse gebracht, unter anderem den Online-Essenslieferdienst Delivery Hero Börsen-Chart zeigen, den Kochbox-Anbieter HelloFresh Börsen-Chart zeigen sowie die Online-Möbelplattformen Home24 Börsen-Chart zeigen24 und Westwing Börsen-Chart zeigen.

Patrick Schmidt (li.) / Christoph Barchewitz (re.)
Matt Humphrey/Global Fashion Group
Patrick Schmidt (li.) / Christoph Barchewitz (re.)

Rocket Internet hält derzeit 21 Prozent der Anteile. Hauptaktionär ist mit etwa 35 Prozent der schwedische Investor und Mitgründer Kinnevik, der auch Anteile am Modehändler Zalando hält. "Wir freuen uns sehr über diesen nächsten Schritt in der Unternehmensgeschichte von GFG. In unseren Märkten befindet sich der Online-Handel für Mode und Lifestyle-Produkte noch im Anfangsstadium", erklärten Christoph Barchewitz und Patrick Schmidt, Co-Chief Executive Officers.

Der 2011 gegründete Online-Modehändler ist im Raum Asien/Pazifik unterwegs und belieferte im vergangenen Jahr 11,2 Millionen Kunden. Bei einem Umsatz von 1,156 Milliarden Euro lag die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) bei minus 4,3 Prozent. 2019 peilt der Vorstand einen Umsatzanstieg auf 1,3 Milliarden Euro an und hofft, sich der Ertragswende zu nähern.

mg/dpa-afx, rtr

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