Digitalwährung als Zahlungsmittel? Gerüchte um Amazon-Stellenanzeige treiben Bitcoin hoch

Künftig mit Bitcoin bei Amazon bezahlen? Es sind nur Gerüchte, doch beschleunigen sie den Kursanstieg der Digitalwährung erheblich.
Nur eine Illustration, nur ein Gerücht: Offenbar will Amazon eine Führungsposition im Kryptobereich besetzen - und schon spielt die Bitcoin-Fangemeinde verrückt

Nur eine Illustration, nur ein Gerücht: Offenbar will Amazon eine Führungsposition im Kryptobereich besetzen - und schon spielt die Bitcoin-Fangemeinde verrückt

Foto: STRF/STAR MAX/IPx / AP

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin hat wieder stark zugelegt. Die Cyberwährung notierte am Montagnachmittag auf der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp  bei rund 39.000 US-Dollar, am Morgen kratzte die sie sogar an der Marke von 40.000 Dollar. Das ist der höchste Stand seit Mitte Juni und im Vergleich zum Vortag ein Plus von 15 Prozent in der Spitze. Auch andere Internetwährungen wie Ether, XRP oder Dogecoin legten prozentual zweistellige Kursgewinne hin.

Analysten erklärten den Anstieg mit dem Interesse an der Kryptowährung, das mehrere Konzerne jüngst bekräftigt hatten. So machten auf Grundlage einer Stellenanzeige für eine Führungsposition im Kryptobereich Spekulationen die Runde, Amazon könnte künftig Digitalwährungen wie Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Das Gerücht erinnert an die zeitweilige Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel durch Tesla - so war im April die Cyberwährung auf das Rekordhoch von knapp 65.000 Dollar hochgeschnellt.

Tesla-Chef Elon Musk hatte vergangene Woche zudem versichert, sein Unternehmen könne Bitcoin erneut als Zahlungsmittel akzeptieren. Galt Musk lange als Unterstützer der Ur-Kryptowährung, hatte er im Mai mit einer überraschenden Abkehr für einen Kurseinbruch gesorgt. Hintergrund seiner Skepsis war der hohe Stromverbrauch während der Erzeugung (Mining) von Bitcoins durch aufwendige Computer-Rechenprozesse. Nun scheint er der Cyberwährung wieder das Wort zu reden.

Marktbeobachter vermuteten allerdings noch einen weiteren Grund für die neuerliche Bitcoin-Hausse: Nachdem sich die Digitalwährung bereits in der vergangenen Woche wieder stabilisiert hatte, stellzen nun offenbar Short-Seller ihre Positionen glatt, hieß es am Markt. Steigen Short-Seller aus, verleiht dies einem Aufwärtstrend zusätzlichen Schwung.

rei/AFP/dpa-afx
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