Donnerstag, 12. Dezember 2019

Ferrari-Sohn will Kasse machen Luxusyachtbauer Ferretti strebt an die Börse

Yacht "Blue Eyes" von Ferretti: Das italienische Unternehmen wurde 1968 von Powerboot-Weltmeister Norberto Ferretti gegründet

Der italienische Luxusboothersteller Ferretti plant eine Rückkehr an die Börse. Das Unternehmen wolle zwischen 30 und 40 Prozent seiner Aktien an die Börse in Mailand bringen, teilte der Yachtbauer mit. Die Preisspanne für die Aktien liege bei 2,50 Euro bis 3,70 Euro. Damit wird Ferretti mit bis zu einer Milliarde Euro bewertet.

Etwas weniger als die Hälfte der zu platzierenden Aktien soll aus einer Kapitalerhöhung kommen, den Rest wollen die bisherigen Eigner anbieten. Knapp 87 Prozent an Ferretti gehören dem chinesischen Mischkonzern Weichai. Die restlichen Anteile besitzt seit 2016 Piero Ferrari, Sohn des Gründers des gleichnamigen Sportwagenbauers.

Ferretti wurde 1968 von dem Powerboot-Weltmeister Norberto Ferretti im italienischen Forlì gegründet. Die Gruppe ist weltweit nach dem ebenfalls italienischen Yachtbauer Azimut-Benetti die Nummer zwei am Markt. Zu Ferretti gehören acht Marken, unter anderem auch die für seine exklusiven Holzboote bekannte Riva-Werft. Zu den namhaften Käufern der Megayachten zählt auch US-Schauspieler George Clooney.


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Ferretti war bis 2003 schon einmal an der Börse notiert. 2012 wurde die Gruppe durch den Einstieg von Weichai vor dem Konkurs gerettet. Inzwischen schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen: Im ersten Halbjahr 2019 erzielten die 1500 Mitarbeiter einen Umsatz von 332 Millionen Euro und einen Gewinn von 30 Millionen Euro. Mit dem nun geplanten Börsengang wollen die Eigentümer Kasse machen. Begleitet wird der Börsengang von den Banken Barclays, BNP Paribas, UBS und Mediobanca.

mg/rtr

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