Montag, 22. April 2019

US-Börsen Facebook und GE mit Kurssprung, DowDupont bricht ein

In den USA setzt die Technologiebörse Nasdaq ihre Klettertour fort, während der Dow Jones von Microsoft und dem Kurseinbruch beim Chemieriesen DowDupont gebremst wird. Dagegen legen die Aktien von Facebook und von General Electric zweistellig zu.

Die Unsicherheiten rund um den Handelsstreit zwischen den USA und China haben am Donnerstag die Freude der Investoren über ein langsameres Zinserhöhungstempo der US-Notenbank Fed gedämpft. Die Erwartungen an die Gespräche im Zollstreit waren gering, was nach Meinung von Experten vor allem an der US-Klage gegen den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei lag. Gelingt beiden Ländern keine Einigung, wollen die Vereinigten Staaten am 2. März ihre Importabgaben auf eine ganze Reihe chinesischer Waren weiter anheben.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen der Standardwerte verlor zuletzt 0,5 Prozent und fiel damit wieder unter die Marke von 25.000 Zählern zurück. Dank eines Kurssprungs bei Facebook Börsen-Chart zeigen stieg der breiter gefasste S&P 500 dagegen um 0,2 Prozent auf 2685 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen gewann 0,9 Prozent. Am Mittwoch hatten die US-Börsen wegen der Aussicht auf zunächst gleich bleibende Zinsen im Plus geschlossen.

Facebook Aktien klettern zweistellig, Kursfeuerwerk bei GE

Facebook Börsen-Chart zeigen -Titel schossen um 11,6 Prozent nach oben. Der Gewinn des weltgrößten Internetnetzwerks sprang im vierten Quartal dank sprudelnder Anzeigeneinnahmen um 61 Prozent auf 6,88 Milliarden Dollar in die Höhe. Im Dezember nutzen 2,32 Milliarden Menschen aktiv Dienste des Konzerns wie die Facebook-Plattform, WhatsApp oder Instagram.

Die Papiere von General Electric Börsen-Chart zeigen kletterten um 9 Prozent. Der Siemens-Rivale erzielte nach seinem milliardenschweren Konzernumbau wieder einen Gewinn, auch der Umsatz zog an.

Auf der Verliererseite standen Titel von Dow DuPont Börsen-Chart zeigen mit minus 7,9 Prozent. Der Umsatz des Chemieriesen stagnierte im vergangenen Quartal bei 20,1 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit etwas höheren Erlösen gerechnet. Die Verlustete belasteten auch den deutschen Chemieriesen BASF.


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Microsoft und Tesla nach Zahlen schwächer

Der Software-Riese Microsoft Börsen-Chart zeigen hat zum Jahresende prächtig verdient. Im zweiten Geschäftsquartal legte der operative Gewinn um 18 Prozent zu. Der Umsatz stieg um gut zwölf Prozent. Trotz der starken Zuwächse fiel die Marktreaktion zunächst negativ aus, die Aktie sackte um rund 3 Prozent ab.

Der Elektroautobauer Tesla Börsen-Chart zeigen hat zwar ein weiteres Quartal mit schwarzen Zahlen abgeschlossen, aber weniger verdient als erwartet. Verglichen mit dem Vorjahr, als Tesla noch Verlust machte, ist das zwar ein großer Fortschritt. Dennoch hatten Analysten mit einem höheren Ergebnis gerechnet. Die Aktie geriet im frühen Handel mit minus 3,3 Prozent unter Druck.

Euro steigt nach Fed-Entscheidung

Spekulationen auf eine Zinspause in den USA haben den Euro am Donnerstag angeschoben. Die Gemeinschaftswährung kletterte in der Spitze um 0,3 Prozent auf 1,1511 Dollar. Der Dollar-Index, der die Weltleitwährung zu anderen wichtigen Währungen misst, markierte mit 95,20 Stellen zeitweise den tiefsten Stand seit drei Wochen. Die US-Notenbank signalisierte am Mittwochabend, dass sie es nach dem Zinsfeuerwerk im vorigen Jahr 2019 ruhiger angehen lassen will. "Die Fed hat ihren Zinserhöhungszyklus vorerst für beendet erklärt und ist auf eine neutrale Ausrichtung umgeschwenkt", resümierten die Analysten der Commerzbank. In ihrem Kommuniqué sei keine Rede mehr von weiteren graduellen Zinserhöhungen oder davon, dass die Risiken für den wirtschaftlichen Ausblick ausgeglichen seien.

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