Montag, 22. Juli 2019

Autovermieter braucht mehr Geld Europcar will an die Börse - und tritt dabei aufs Gas

Autovermietung: Finanzstruktur stärken

Der Autovermieter Europcar will bis Ende Juni den Sprung aufs Börsenparkett schaffen. Das französische Unternehmen habe bei der Börsenaufsicht in Paris die nötigen Unterlagen eingereicht und plane einen Börsengang noch vor Ende des ersten Halbjahres, sagte Konzernchef Philippe Germond am Donnerstag. Dies hänge aber auch von den Marktbedingungen ab.

In einem ersten Schritt wolle Europcar dabei 475 Millionen Euro einnehmen. Mit dem Geld solle ein Teil der Firmenschulden beglichen werden, erklärte Finanzchefin Caroline Parot. Der bisherige Eigentümer, der französische Investmentfonds Eurazeo, solle weiter ein "signifikanter" Anteilseigner bleiben.

Im ersten Quartal 2015 steigerte Europcar seinen Umsatz nach eigenen Angaben im Jahresvergleich um knapp elf Prozent auf 414 Millionen Euro. Auch im operativen Geschäft legte das Unternehmen kräftig zu, unterm Strich wuchs der Verlust aber um 19 Prozent auf 69 Millionen Euro. Europcar machte für die roten Zahlen saisonale Effekte verantwortlich.

Mit dem Börsengang sollten die Finanzstruktur der Gruppe gestärkt, die Umsetzung der Firmenstrategie beschleunigt und die Investitionsmittel erhöht werden, teilte Europcar weiter mit.

Lesen Sie hier: Europcar-Konkurrent Sixt bringt Leasing-Tochter an die Börse

ts/Reuters/AFP

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung