Gaskrise Euro fällt auf tiefsten Stand seit 20 Jahren

Die ausgesetzten Gaslieferungen aus Russland drücken den Euro auf den tiefsten Stand seit 2002. Die Gemeinschaftswährung liegt damit deutlich unter Parität mit dem US-Dollar.
Unter Druck: Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) seit 2019. Am Donnerstag trifft sich in Frankfurt der Notenbankrat

Unter Druck: Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) seit 2019. Am Donnerstag trifft sich in Frankfurt der Notenbankrat

Foto: WOLFGANG RATTAY / REUTERS

Der Euro steht an den Finanzmärkten angesichts der Gaskrise Europas weiter unter Druck. Am Montagmorgen fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 0,9881 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren. Weniger hatte ein Euro zuletzt am Jahresende 2002 gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 0,9993 Dollar festgesetzt.

Belastet wird der Euro schon seit einiger Zeit durch die ungewisse Versorgung mit Erdgas. Europa und insbesondere Deutschland sind stark abhängig von russischen Erdgaslieferungen. In den vergangenen Wochen hatte Russland die Lieferungen zunehmend reduziert. Die Lieferungen durch die wichtige Pipeline Nord Stream 1 ruhen derzeit sogar komplett, nach russischen Angaben wegen technischer Probleme.

Im Tagesverlauf dürften Anleger auch Konjunkturdaten aus der Eurozone im Blick haben. Veröffentlicht werden die Einkaufsmanagerindizes für die Dienstleister. Das ist eine Umfrage unter leitenden Angestellten, die Hinweise auf die konjunkturelle Lage gibt. In den USA herrscht wegen eines Feiertags weitgehend Ruhe.

dri/dpa-afxp
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