Freitag, 22. November 2019

Dax steigt deutlich Wer hat Angst vor Trump? Die Investoren nicht

Händler an der Wall Street: Entspannung trotz Trump

Alles kommt anders als gedacht - nach dem Wahlsieg Donald Trumps schließt der Dax mit Gewinnen. Vor allem Pharmahersteller haussieren - sowie der Baustoffkonzern HeidelbergCement, der sich für den Mauerbau an der mexikanischen Grenze empfiehlt.

Noch am Mittwoch Morgen, unmittelbar nachdem der Wahlsieg von Donald Trump verkündet worden war, rechneten viele Anleger mit einem Absturz an den Börsen. Doch nichts dergleichen geschah - nach Anfangsverlusten von rund 2,5 Prozent setzte der Dax Börsen-Chart zeigen zur Erholung an und schloss am Mittwoch Abend, mit Unterstützung freundlicher US-Börsen, mit einem Gewinn von 1,5 Prozent weit über der Marke von 10.600 Punkten. Trump-Absturz? Von wegen.

Auch an der Wall Street griffen die Käufer zu. Statt des erwarteten Absturzes schob sich der Dow Jones Börsen-Chart zeigen bis zum Abend um 0,8 Prozent ins Plus. Vor allem Finanz- und Pharmawerte haussierten in den USA. Im Dax zählten die Pharmawerte Bayer, Fresenius, FMC und Merck zu den größten Gewinnern im Index.

Pharmawerte gefragt - Preisobergrenzen für Medikamente kommen nicht

Bayer Börsen-Chart zeigen zum Beispiel legte um 4,41 Prozent zu, Fresenius Börsen-Chart zeigen an der Dax-Spitze um mehr als 6 Prozent. Der europäische Pharma-Branchenindex stieg um 2,4 Prozent. "Wir denken, dass Trumps Sieg für die Branche im Hinblick auf die Medikamentenpreise insgesamt positiv ist", erklärten die Analysten von Liberum. Die unterlegene demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hatte Maßnahmen gegen hohe Medikamentenpreise geplant. Das dürfte nun vom Tisch sein.

Mauerbau zu Mexiko: Baustoffhersteller HeidelbergCement legt zu

HeidelbergCement punktete mit einem Plus von knapp 4 Prozent. Vorstandschef Bernd Scheifele sieht Trumps geplanten Mauerbau an der Grenze zu Mexiko als eine gute Gelegenheit, den Umsatz mit Zement und Beton in den USA zu erhöhen.

Gefragt waren außerdem wegen Spekulationen auf steigende Militärausgaben aber auch Aktien von Rüstungsfirmen. Die Papiere von Rheinmetall Börsen-Chart zeigen zum Beispiel stiegen um fünf Prozent.

Autowerte schwanken starken - Angst vor Protektionismus in USA

Doch die Wahl Trumps kennt auch deutsche Verlierer. Denn Autowerte kamen gegen den Trend unter Druck. VW, Daimler und BMW büßten zeitweise deutlich ein, weil Investoren Handelsbeschränkungen in den USA fürchten. Doch selbst diese Papiere dampften ihre Verluste am Nachmittag mit freundlicher Genehmigung des Dow Jones teilweise ein.

Seite 1 von 3

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung