Samstag, 19. Oktober 2019

Dax steigt deutlich Wer hat Angst vor Trump? Die Investoren nicht

Händler an der Wall Street: Entspannung trotz Trump

3. Teil: Unsicherheit in der Autobranche

Und die Autobranche? Die deutschen Autobauer sehen nach der Wahl von Donald Trump zum neuen Präsidenten dunkle Wolken für den freien Handel aufziehen. "Es steht zu befürchten, dass die USA unter ihrem neuen Präsidenten ebenso wie China vor allem auf ihre eigene Wirtschaft schauen - zulasten internationaler Beziehungen und Handelsströme", erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Mittwoch.

Der Verbandschef rief die USA auf, sich ihrer Verantwortung für die Weltkonjunktur und die internationalen Beziehungen bewusst zu sein. Es sei zu hoffen, dass viele von Trumps Ankündigungen dem Wahlkampf geschuldet seien und sein Regierungshandeln selbst durch einen moderateren Kurs geprägt sein werde.

VW-Chef Matthias Müller sagte am Mittwoch beim "Handelsblatt"-Autogipfel in München, er hoffe, dass sich das Wahlergebnis nicht negativ auf die Verhandlungen mit den US-Behörden über die Dieselaffäre auswirke. Er würde sich wünschen, dass eine Einigung noch vor dem Amtsantritt der neuen Regierung gelinge.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte, er versuche sich offen zu halten und zu hören, was Trump nach seinem Amtsantritt tue. "Was sich in Wahlkämpfen abspielt, beschreibt nur bedingt, was nach der Wahl zu erwarten ist", sagte Zeitsche, aber: "Dass nach dem Wahlkampf eine gehörige Portion an Skepsis da ist, ist klar."

BMW-Chef Harald Krüger meinte, noch sei es zu früh zu beurteilen, wie die Außen- und Wirtschaftspolitik der USA aussehen werde. Aber "wir alle drei brauchen offenen Welthandel", mahnte Krüger mit Blick auf BMW, VW und Daimler. Mit dem SUV-Werk in Spartanburg sei BMW einer der größten Autoexporteure der USA, und spannend sei auch, wie es mit der nordamerikanischen Freihandelszone mit Mexiko weitergehe.

got/Nachrichtenagenturen

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