Freitag, 23. August 2019

Dax steigt deutlich Wer hat Angst vor Trump? Die Investoren nicht

Händler an der Wall Street: Entspannung trotz Trump

2. Teil: Warum das maßvolle Verhalten? Zinserhöhung wohl vom Tisch

Warum das maßvolle Verhalten? Börsianer vermuten, dass die Zinserhöhung der Federal Reserve Bank (Fed), die im Dezember möglich gewesen wäre, nun vom Tisch ist. Immerhin wird Fed-Chefin Janet Yellen alles tun, um die US-Wirtschaft auf Kurs zu halten. Und das bedeutet dann auch schon einmal, die Leitzinsen niedrig zu halten. Damit reagieren die Investoren ganz anders als beim "Brexit", der die Börsen weltweit in die Knie schickte.

Dazu kommt vermutlich eine gehörige Portion Pragmatismus. "Der Republikaner verbreitet durch seine harsche und unüberlegte Rhetorik Unsicherheit - und das ist Gift für die Börsen", kommentierte Vorstand und Chefstratege Heinz-Werner Rapp. "Aber trotz aller Aufregung gilt: An den Börsen wird das Leben weitergehen. Zum einen, weil die neue Situation an den Märkten bereits durch Kursverluste partiell antizipiert wurde. Zum anderen, weil Trump grundsätzlich als 'business friendly' wahrgenommen wird." Und dann war da noch die Rede Trumps. Die erste nach der Wahl. "Trump hat sich in seiner Rede sehr präsidial gezeigt", sagte Devisenspezialist Jordan Rochester von der Investmentbank Nomura. Der Wahlsieger rief dazu auf, die Spaltung der Gesellschaft in seinem Land zu überwinden. Außerdem wolle er "fair" mit der Weltgemeinschaft umgehen. In den Wochen zuvor hatten Börsianer Turbulenzen im Fall eines Sieges des Republikaners wegen umstrittener Reformen vorausgesagt.

Seite 2 von 3

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung