Dirk "Mr. Dax" Müller meint Diese Aktien sollten sich Anleger genauer anschauen

Von Dirk Müller

Freenet - Leckerbissen für Dividendenjäger

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Dirk Müller

Dirk Müller, bekannt als "Mister Dax", ist Buchautor, Initiator eines eigenen Aktienfonds, Kolumnist und betreibt die Website Cashkurs.com . Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er als Händler an der Frankfurter Börse.

In dieser Woche wurden bei Cashkurs-Livetrading.com die interessantesten Aktien für Dividendenjäger vorgestellt. Mit einer Dividendenrendite von knapp 6 Prozent gehört Freenet  zu den Top-Dividendenaktien aus dem TecDax . Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre lag die Dividendenrendite bei etwa 7 Prozent. Damit kann man bei Freenet nicht von einer einmaligen Sondersituation sprechen.

Aus charttechnischer Sicht kann man mit einem Einstieg in die Aktie noch etwas warten. Zwischen 28,00 und 28,50 Euro befindet sich ein Widerstandsniveau, an dem sich die Bullen zuletzt die Zähne ausgebissen haben. Interessanter wird es im Bereich um 26,50 Euro. Dort lag im letzten Jahr ein mehrmonatiger Widerstand, der nun zur Unterstützung geworden ist. Auch die 200-Tage-Linie bei aktuell 25,50 Euro stellt eine Unterstützung dar, von der eine weitere Aufwärtsbewegung möglich erscheint.

Minenaktien - erste Gewinne realisiert

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Nachdem Minenaktien in der zweiten Hälfte des letzten Jahres deutlich unter Druck gerieten, sind diese Titel nun wieder en vogue. Bei Cashkurs-Gold.de haben wir uns bereits frühzeitig in der Korrektur des letzten Jahres platziert und viele Titel zum Kauf empfohlen. In dieser Woche haben wir die ersten Früchte geerntet und Teilgewinne von grob 40 Prozent in B2Gold und IamGold realisiert.

Der Index der Minenaktien HUI ist seit dem letzten Tief bei 160 Punkten im Dezember letzten Jahres auf über 220 Punkte angestiegen. Nun nähert sich der Index ersten Widerständen, an denen es zu Rücksetzern kommen kann. Da wir auf Sicht der nächsten Monate weiter positiv für Edelmetalle und Minenaktien sind, werden wir die mögliche Korrektur dazu nutzen um Positionen auf- und auszubauen.

Tencent Holdings - Profiteur des Megamarktes "Videospiele"

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In der letzten Ausgabe von Cashkurs-Trends.de haben wir uns mit dem Thema "Videospiele und virtuelle Zusatzinhalte" befasst. Besonders auffällig im Gaming-Bereich ist die Tendenz, Videospiele nicht mehr direkt zu kaufen. Das Geschäftsmodell der Zukunft sind Free-to-play-Spiele. Diese können im ersten Schritt kostenlos heruntergeladen und auch gespielt werden. Dank des hohen Suchtfaktors sind im weiteren Verlauf viele Spieler bereit, sich in vermeintlich homöopathischen Dosen für ein paar Cent hier und ein paar Euro dort, Add-ons zu kaufen.

Tencent, der chinesische Spielehersteller und größter Internetkonzern Chinas, ist auch auf den Gebieten Instant Messaging, Onlinewerbung und E-Commerce aktiv. Der chinesische Markt für Online-Spiele wächst atemberaubend schnell. Außerdem sind dort die Spieler bereit, mehr Geld für Spiele auszugeben. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von umgerechnet 15,6 Milliarden Euro.

ThyssenKrupp - Konsolidierung der Stahlbranche lässt auf sich warten

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Die Berichtssaison ist in vollem Gang. In dieser Woche wurden die aktuellen Zahlen von ThyssenKrupp  veröffentlicht. Demnach hat Thyssen von Oktober bis Ende Dezember letzten Jahres einen Gewinn von acht Millionen Euro verbuchen können. Dieses Ergebnis hat die Anleger allerdings wenig begeistern können. Im Vorfeld wurden von den Analysten statt der gelieferten acht Millionen Euro im Schnitt ein Gewinn von 92 Millionen Euro erwartet. Auch die Tatsache, dass die Fusion des Stahlgeschäfts mit Tata Steel nicht vorankommt, drückt auf die Stimmung der Aktionäre.

ThyssenKrupp verlor am Donnerstag zur Börseneröffnung 1,3 Prozent. In den letzten Wochen hat sich die Aktie einem wichtigen Widerstand zwischen 25,00 und 26,43 Euro genähert. Kursrücksetzer sollten im Bereich um 19,50 und 17,00 Euro Unterstützung finden.

Infineon - Gegenwind aus Amerika

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Am Donnerstag ist der Halbleiterspezialist Infineon  unter Druck gekommen. Der Genehmigungsausschuss der USA - Committe on Foreign Investment in the United States (CFIUS) hat die kurz vor dem Abschluss stehende Übernahme des US-Chipherstellers Wolfspeed durch Infineon blockiert. Laut der US-Behörde wird die Übernahme als ein Risiko für die nationale Sicherheit der USA gesehen.

Mit der rund 850 Millionen Dollar schweren Übernahme wollte sich Infineon stärker als Zulieferer für den Megatrend E-Mobilität aufstellen. Aus charttechnischer Sicht verläuft der Aktienkurs seit Mitte letzten Jahres in einem leicht aufwärtsgerichteten Trendkanal. Im Bereich um 16,30 Euro verläuft aktuell die untere Trendkanal-Unterstützung. Der Aufwärtstrend ist trotz des Rückschlags noch intakt.

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