Montag, 17. Februar 2020

Insolvenz eines Zulieferers Deutz kappt Prognose, Aktie bricht ein

Deutz-Mitarbeiter in Köln: Analysten sehen trotz der Gewinnwarnung keinen Grund zur Sorge

Die Insolvenz eines wichtigen Zulieferers setzt dem Motorenhersteller Deutz Börsen-Chart zeigen schwer zu. Das Unternehmen kappte seine Prognose und schickte damit die Aktien am Montag auf Talfahrt. Die Papiere brachen an der Börse um bis zu 18 Prozent ein und fielen auf den tiefsten Stand seit November 2016. Mit 4,55 Euro wurden sie plötzlich wieder unter der Marke von 5 Euro gehandelt.

Der Motorenhersteller hatte zuvor sein Profitabilitätsziel für 2019 gekappt. Wegen der zu erwartenden finanziellen Belastungen aufgrund der Pleite des Zulieferers werde die am bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) gemessene Marge in diesem Jahr statt mindestens 5 Prozent voraussichtlich nur 4 bis 5 Prozent erreichen, teilte das im SDax Börsen-Chart zeigen gelistete Unternehmen am Freitag in Köln mit.

Das Deutz-Management geht allerdings davon aus, dass der Zulieferer seine Lieferungen trotz seiner Insolvenz aufrechterhalten kann. Daher bekräftigte Deutz auch den Plan, in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als 1,8 Milliarden Euro zu erreichen.

Die Gewinnwarnung sei eine negative Überraschung, schrieb Frederik Bitter, Analyst bei Hauck & Aufhäuser. Grund für die gesenkte Prognose sei vermutlich, dass Deutz einen Kredit an den Lieferanten abschreiben müsse. Sie ändere aber nichts an den grundsätzlich guten Aussichten für Deutz.

mg/rtr, dpa-afx

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