Donnerstag, 14. November 2019

Vermögensverwaltung Der dreifache Kampf um die deutschen Millionäre

Gründerzeitvillen, Kunst im Original an den Wänden, dunkle Anzüge - wenn es um Geld geht, steht Seriosität an erster Stelle. Vor allem, weil es um das Geld anderer Leute geht. Genau um das buhlen Vermögensverwalter und Privatbanken in Deutschland. Es sind lohnende Jagdgründe. Denn hierzulande gibt es deutlich über 200.000 potenzielle Kunden mit einem frei verfügbaren Vermögen von mehr als einer Million Euro, schrieb die Unternehmensberatung Bain bereits in einer Studie aus dem Jahr 2014. Die Zahlen dürften eher noch gewachsen sein. Ein einfaches Geschäft ist der Kampf um die Millionäre aber dennoch nicht. Im Gegenteil.

Denn eine ganze Reihe von Gründen macht das Ringen um wohlhabende Kunden immer schwieriger. Zumindest eines hat sich indes nicht verändert - denn wohlhabend müssen die Kunden schon sein, die jenes Maß an individueller Finanzbetreuung suchen, wie es Privatbanken und Vermögensverwalter bieten. Zwar gibt es inzwischen Angebote ab 50.000 Euro, doch erst ab 1 Million liquidem Vermögen, also nach Abzug von Villa und Festgeld, dürften sich tatsächlich die meisten Türen weit öffnen.

Die Finanzleute betreuen dann das Vermögen ihrer Kunden nach Absprache. Nach Absprache über das Risiko zum Beispiel, aber auch über die Asset-Klassen, die verwaltet werden sollen. Doch dieses Geschäft ist aus drei Gründen nicht mehr so einfach wie früher.

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