Zweiter Anlauf Deutsche Annington versucht Börsengang light

Zickzackkurs bei der Deutschen Annington: Wenige Tage nach der Absage will Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern nun doch an die Börse gehen. Allerdings traut sich das Management den ganz großen Wurf nicht mehr zu. Der zweite Anlauf wird zum Börsengang light.
Deutsche Annington: Börsennotierung nahezu erzwungen

Deutsche Annington: Börsennotierung nahezu erzwungen

Foto: Caroline Seidel/ dpa

Bochum - Die Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington unternimmt einen neuen Anlauf an die Börse. Nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche wegen mangelnder Nachfrage in letzter Minute die Notbremse ziehen musste, soll der Schritt aufs Parkett jetzt in deutlich reduziertem Umfang gelingen. Der Börsengang soll nun noch maximal 592,4 Millionen Euro einbringen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das ist nur etwa die Hälfte des ursprünglichen Ziels. Nach dem Börsengang sollen sich bis zu 15,5 Prozent der Aktien im Streubesitz befinden.

Im Rahmen eines beschleunigten Verfahren sollen bis zu knapp 35 Millionen Aktien an diesem Dienstag und Mittwoch nur institutionellen Anlegern zum Preis von 16,50 bis 17 Euro das Stück angeboten werden. Gut 24 Millionen Aktien stammen aus einer Kapitalerhöhung, so dass dem Unternehmen selbst gut 400 Millionen Euro aus dem Börsengang zufließen. Mit den übrigen Aktien wollen die bisherigen Eigentümer - die Finanzinvestoren Terra Firma sowie CPI Capital Partners Europe - Kasse machen.

Die Deutsche Annington hatte eigentlich am 3. Juli den Börsengang geplant, dann aber kurz vorher abgesagt. In einer Mitteilung hatte das Bochumer Unternehmen den Schritt mit "anhaltend ungünstigen Marktentwicklungen" begründet. Eigentlich sollten bis zu 57 Millionen Aktien für 18 bis 21 Euro abgegeben werden. Der Gesamterlös hätte bei bis zu 1,2 Milliarden Euro gelegen.

kst/dpa/rtr
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