Reform der Dax-Familie Das sind die Auf- und Absteiger im MDax und SDax

Im Zuge der Dax-Reform wird der Index der mittelgroßen Werte um zehn Mitglieder verkleinert. Gleichzeitig steigen fünf bisherige SDax-Unternehmen in die zweite Börsenliga auf.
Hat es eine Liga weiter geschafft: Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich (im Bild die Produktion in Hamburg) steigt in den MDax auf

Hat es eine Liga weiter geschafft: Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich (im Bild die Produktion in Hamburg) steigt in den MDax auf

Foto: Markus Scholz / dpa

Die Deutsche Börse vergrößert den Dax um zehn Unternehmen auf 40 Mitglieder. Das zieht auch in der übrigen Dax-Familie Veränderungen nach sich. So werden fünf Unternehmen aus dem Nebenwerte-Index SDax in Kürze in den MDax aufsteigen. Zugleich wird der Index der mittelgroßen Werte um zehn Mitglieder verkleinert, die wegen der Dax-Reform in den neuen Dax 40 aufsteigen.

Neu in dem dann 50 Werte umfassenden MDax werden vom 20. September an die Vodafone-Sendemastentochter Vantage Towers sein und der Recyclingspezialist Befesa, wie die Deutsche Börse am späten Freitagabend mitteilte. Zudem werden der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich, der Finanzdienstleister Hypoport und der Haustierbedarfs-Händler Zooplus ihr Stelldichein geben.

Ihre Plätze räumen müssen dafür der Baukonzern Hochtief, der Antikörperspezialist Morphosys, des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex, der Wind- und Solarparkbetreiber Encavis und die Shop Apotheke. Sie steigen in den SDax ab.

Der MDax wird laut Experten mit dem Verlust der zehn in den Dax aufsteigenden Unternehmen bedeutungsloser. Sein am Streubesitz orientierter Börsenwert wird drastisch um fast die Hälfte sinken. Der durchschnittliche Börsenwert eines Dax-Konzerns, gemessen an den frei handelbaren Aktien, werde künftig fast zehnmal so hoch sein wie der eines mittleren MDax-Unternehmens, resümiert Analyst Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg.

Elf neue Unternehmen im SDax

Im SDax werden gleich elf neue Unternehmen ihr Stelldichein geben, darunter die fünf bisherigen MDax-Unternehmen. Drei Aufsteiger in den SDax sind noch relativ neu an der Börse: das Software-Unternehmen Suse, der Laborspezialist Synlab und der Internet-Modehändler About You. Weitere drei Unternehmen, die in Kürze den SDax kommen, sind der IT-Konzern Secunet, der im vergangenen Jahr schon einmal kurz dort vertreten war. Zudem werden der Vakuum- und Werkstofftechnik-Spezialist PVA Tepla und der Baustoffe-Hersteller Sto aufgenommen. Aus dem SDax Ausscheiden müssen zugleich Vossloh, Borussia Dortmund, Medios, Süss Microtec, ElringKlinger und HHLA.

Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

mg/dpa-afx