Börse Dax legt nach starkem Jahresstart weiter zu

Der Dax konnte am Montag einen erneuten Zuwachs verbuchen und stabilisiert sich über der Marke von 15.000 Punkten. In den USA wird heute nicht gehandelt.
Aufwärtstrend: Der Dax hat seit Jahresbeginn 8,7 Prozent gewonnen

Aufwärtstrend: Der Dax hat seit Jahresbeginn 8,7 Prozent gewonnen

Foto: Arne Dedert / dpa

Der Dax  ist nach zwei starken Börsenwochen im Aufwind geblieben. Der deutsche Leitindex schloss am Montag 0,31 Prozent im Plus bei 15.134 Punkten. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Zuwachs damit auf 8,7 Prozent. Für den MDax  der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es um 0,72 Prozent auf 28.457 Punkte nach oben, der EuroStoxx 50  legte um 0,15 Prozent 4157 Zähler zu. Impulse waren jedoch rar: In New York wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt.

Wenn es innerhalb kurzer Zeit zu einem derartigen Anstieg komme, steige das Risiko einer Korrektur, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen. Außerdem sei bereits viel Positives in den Kursen enthalten. Zwar würden die Konjunktursorgen kleiner und es werde auf ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus durch die Notenbanken spekuliert. Doch passe dies nur zusammen, wenn der Inflationsdruck deutlich und dauerhaft nachlasse.

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Rote Zahlen bei Covestro

Im Blickpunkt standen die Papiere von Covestro mit stärkeren Kursschwankungen und einem Plus von letztlich 1,8 Prozent. Hohe Abschreibungen hatten den Kunststoffkonzern 2022 in die roten Zahlen gerissen. Experten zufolge hatte sich aber schon angedeutet, dass Covestro seine Prognose für den operativen Gewinn nicht mehr erreichen kann. Anleger hoffen nun offenbar darauf, dass das Unternehmen das Schlimmste erst einmal hinter sich hat.

Den Papieren von Hellofresh machte ein negativer Analystenkommentar zu schaffen. Sie verloren als Schlusslicht im MDax 5,6 Prozent. Der Kochboxenmarkt sei zwar interessant, schrieb Experte Andrew Gwynn von der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas. Zunächst erscheine die Anlagestory von Hellofresh aber unklar. Er verwies auf fortwährende Enttäuschungen und hohe Abwanderungsraten.

Ungeachtet der als schwach beurteilten Transaktionszahlen schnellten die Papiere von Hypoport um mehr als 20 Prozent in die Höhe und waren damit der Favorit im SDax. Der Finanzdienstleister hatte wegen steigender Zinsen und Wirtschaftsrisiken die gesunkene Immobiliennachfrage im Schlussquartal 2022 zu spüren bekommen.

Für die Anteile von Kontron ging es nach Aussagen zu 2022 und einem Ausblick auf 2023 um gut 10 Prozent hoch. Der IT-Dienstleister rechnet im laufenden Jahr mit einem Gewinnsprung.

Asien überwiegend fest, US-Handel pausiert

Auch in Asien gab es vermehrt Kursgewinne. Nur in Japan gab es Verluste, die dort mit dem anziehenden Yen und seiner dämpfenden Wirkung auf die Exportwirtschaft begründet wurden. Der Handel in New York pausiert zu Wochenbeginn wegen des Feiertags "Martin Luther King Day". Die Experten der ING Bank erwarten daher einen "ruhigen Handelstag".

Am Freitag hatte der Dow moderate 0,3 Prozent auf 34.302 Punkte gewonnen. Auf Wochensicht brachte er es damit auf ein Plus von 2 Prozent. Der S&P 500 stieg um 0,4 Prozent auf 3999 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 legte stärker zu mit plus 0,7 Prozent auf 11 541 Punkte.

Bitcoin steigt wieder über 20.000 US-Dollar

Die Digitalwährung Bitcoin hat ihre Erholung fortgesetzt und notierte zuletzt wieder deutlich über der Marke von 20.000 US-Dollar. In der Spitze kletterte die Kryptowährung um rund 8 Prozent auf 21.427 Dollar. Die Cyber-Devise hat damit in diesem Jahr mehr als 25 Prozent zugelegt.

Im November 2022 war die Währung unter dem Eindruck des Zusammenbruchs der Kryptobörse FTX von über 21.000 US-Dollar auf rund 16.000 US-Dollar eingebrochen. Ein Jahr zuvor erreichte der Bitcoin noch ein Rekordhoch von 69.000 US-Dollar.

Bitcoin

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise haben am Montag leicht nachgegeben, nachdem sie in der Vorwoche deutlich zugelegt hatten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent  zur Lieferung im März kostete zuletzt 84,69 US-Dollar. Das waren 56 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate  zur Lieferung im Februar fiel um 41 Cent auf 79,45 Dollar.

Dem Markt fehlte es zunächst an klaren Impulsen. Auch am Nachmittag könnte es eher ruhig bleiben, da in den USA ein Feiertag ist.

In der vergangenen Woche hatten die Erdölpreise ihren schwachen Jahresstart fast wettgemacht.

Mit Nachrichtenagenturen
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