Mittwoch, 22. Mai 2019

Dax verliert mehr als 3 Prozent Peking sorgt für Börsen-Beben

Abwärts: Die Abwertung des Yuan sorgt für Unruhe an den Börsen. Der Ölpreis fällt weiter, Auto- und Luxusgüterhersteller geraten unter Druck. Der Dax verliert am Mittwoch knapp 400 Punkte. An der Wall Street geraten Apple, Amazon und Alibaba unter Druck

Chinas erneute Abwertung der Landeswährung Yuan schürt die Angst vor einem Währungskrieg. Der Dax beschleunigt seine Talfahrt. Vor allem Autowerte geraten ins Rutschen.

Ausverkaufstimmung an den Börsen: Die erneute Abwertung der chinesischen Währung Yuan durch die chinesische Notenbank hat die Börsen weltweit auch am Mittwoch stark unter Druck gesetzt. Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen baute nach Handelsstart in den USA seine Verluste aus und fiel bis zum Handelsschluss auf Xetra um 3,3 Prozent auf 10.924 Punkte. Schon am Vortag hatte der Dax deutlich nachgegeben - binnen zwei Tagen hat der Index rund 6 Prozent an Wert eingebüßt.

Auch an der Wall Street ging der Kursrutsch weiter. Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen und der Tech-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen gaben bis Handelsschluss in Europa jeweils 1,2 Prozent nach - auch einige Schwergewichte gerieten ins Rutschen.

Alibaba stürzt, Amazon wackelt, Apple fällt weiter

So gab die Aktie des in den USA notierten Internetriesen Alibaba nach Bekanntgabe der jüngsten Quartalszahlen um mehr als 6 Prozent nach. Dies belastete auch den US-Konkurrenten Amazon Börsen-Chart zeigen, dessen Aktie im frühen Handel 2,2 Prozent verlor.

Die Aktie des Börsenschwergewichts Apple Börsen-Chart zeigen setzte unterdessen mit einem Verlust von 2,2 Prozent auf 110 Dollar seinen Kursrutsch fort. Binnen eines Monats hat das wertvollste Unternehmen der Welt damit rund 10 Prozent an Börsenwert verloren. Die Unsicherheit um Chinas Konjunktur belastet Apple ebenso wie die deutschen Autobauer, die ihre Verluste am Mittwoch ebenfalls ausbauten.

Euro legt gegenüber Dollar deutlich zu

Der Euro legte unterdessen zum US-Dollar deutlich zu, da Anleger infolge der Yuan-Abwertung eine Verschiebung der Zinswende in den USA für möglich halten. Ein wieder erstarkter Euro könnte die deutsche Exportwirtschaft ebenfalls belasten.

BMW, Daimler und VW unter Druck

Bergab ging es angesichts der Sorgen um die chinesischen Wirtschaft erneut für die Titel der exportorientierten Autobauer. Daimler Börsen-Chart zeigen , BMW Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen verloren zwischen 2,5 und 3,8 Prozent. Bereits am Vortag hatten die Titel deutlich nachgegeben.

Henkel nach Zahlen sehr schwach

Größter Verlierer im Dax waren Henkel Börsen-Chart zeigen . Der Konsumgüterkonzern konnte die Anleger trotz der Zuwächse bei Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal nicht überzeugen. Die Aktien fielen um mehr als sieben Prozent.

Dagegen stemmten sich die Aktien von Google Börsen-Chart zeigen zunächst weiter gegen den schwachen Trend am Markt. Der Internetkonzern gibt sich mit der Holding "Alphabet" eine neue Struktur und will so schneller auf Veränderungen reagieren.

China beschleunigt Preisverfall an den Ölmärkten

In New York gerieten außerdem Ölkonzerne unter Druck, weil China der größte Energieverbraucher der Welt ist. Grund dafür war auch der Preisverfall an den Ölmärkten. Auch Auto- und Industriekonzerne standen auf den Verkaufszetteln. So verloren General Motors 3,5 Prozent und Caterpillar 2,6 Prozent.

Unsere Börsenseite: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit

la/dpa/reuters

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