Gute Stimmung an der Börse Dax und Dow Jones im Vorwärtsgang

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Die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt hat sich am Dienstag im Handelsverlauf deutlich aufgehellt. Für gute Laune sorgten unter anderem die Einigung auf ein Haushaltspaket in den USA und die Aussicht auf noch mehr Billiggeld zur Stützung der Wirtschaft.

Der deutsche Leitindex Dax  baute seine jüngsten Gewinne bis zum Handelsschluss deutlich auf 1,6 Prozent aus und profitierte auch vom schwächelnden Euro. Der Dax stand zuletzt bei 12.490 Punkten. Eine nachgebende Gemeinschaftswährung kann den Export der Länder der Eurozone ankurbeln. Der Index für mittelgroße Werte MDax (Kurswerte anzeigen) notierte mit plus 1,2 Prozent bei 26.154 Punkten.

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Einige gute Unternehmensberichte und die Einigung auf ein neues US-Haushaltspaket haben zudem auch der Wall Street am Dienstag einen freundlichen Handelsstart beschert. Der US-Leitindex Dow Jones  stieg im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 27.245 Punkte und nahm so wieder Anlauf auf seine bisherige Rekordmarke aus der Vorwoche. Gut 150 Punkte fehlen ihm derzeit noch zu den 27.398 Punkten.

Mit ihren Zahlen sorgten die Berichtsunternehmen am Dienstag eher positiv für Gesprächsstoff - allen voran Coca-Cola  an der Dow-Spitze mit einem erlangten Rekordhoch. Gut an kam bei Anlegern auch, dass sich die US-Regierung und Kongressvertreter auf ein Haushaltspaket und eine Schuldenobergrenze einigten. Größere Turbulenzen bis hin zu einem Regierungsstillstand wurden damit abgewendet. In den vergangenen Jahren hatte der Streit um den Staatshaushalt mehrfach die Regierungsgeschäfte in den USA zeitweise lahmgelegt.

Hierzulande mussten zwar einige Konzerne Gewinnwarnungen aussprechen, was die Kurse der betroffenen Unternehmen teils deutlich belastete. Mit Blick auf den Gesamtmarkt aber könnten die Prognosesenkungen darauf hindeuten, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik noch weiter lockern wird, sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Zudem hofften die Anleger weiter auf einen Fortgang der Verhandlungen im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit.

In diesem positiven Umfeld griffen die Investoren vor allem bei den Branchen zu, die in der Regel stark von guten Nachrichten für die Konjunktur profitieren. Besonders deutlich fielen die Kursgewinne bei den Autobauern aus: Die Anteilsscheine von BMW  etwa zogen zuletzt um mehr als 5 Prozent an. Hier half auch ein positiver Analystenkommentar der US-Bank Morgan Stanley. Mit dem Amtsantritt des neuen Chefs Oliver Zipse könnten die Papiere eine Neubewertung erfahren, schrieb Analyst Harald Hendrikse.

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In den Hintergrund rückte damit die neuerliche Gewinnwarnung des Autozulieferers Continental (Kurswerte anzeigen). Die Anteilsscheine der Hannoveraner lagen nur kurz im Minus und schnellten zuletzt an der Dax-Spitze mit einem Plus von mehr als 8 Prozent. Im Sog folgten die Papiere von Daimler (Kurswerte anzeigen) und Volkswagen (Kurswerte anzeigen) in die Höhe.

Bei den Aktien von Staplerherstellern aber schlug eine Gewinnwarnung von Jungheinrich (Kurswerte anzeigen) negativ durch. Das Unternehmen verwies auf eine geringere Investitionstätigkeit der Kunden wegen sich eintrübender gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Anteilsscheine von Jungheinrich sackten als klares Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax um mehr als 9 Prozent ab, und die Aktien des Wettbewerbers Kion verloren am MDax-Ende rund 4 Prozent.

Als Favorit im SDax zogen die Aktien von Eckert+Ziegler (Kurswerte anzeigen) um rund 10 Prozent an. Glänzende Geschäfte hoben die Stimmung beim Berliner Medizin- und Strahlentechnik-Unternehmen. Angesichts vorläufiger Geschäftszahlen für die ersten sechs Monate rechnet Vorstandschef Andreas Eckert für das laufende Jahr jetzt mit mehr Gewinn.

mit Nachrichtenagenturen