Montag, 21. Oktober 2019

Börse Rekordjagd an der Wall Street - wann endet die Börsenparty?

Siemens: China bestellt 150 Turbinen für eine Windfarm in der Mongolei

Der Dax startet mit Gewinnen in die neue Handelswoche. In den USA erreicht der Dow Jones ein neues Rekordhoch. Anleger blicken auf die US-Notenbank Fed.

Die Rekordjagd an den US-Börsen bringt neuen Schwung an den deutschen Aktienmarkt. Der Dax Börsen-Chart zeigen kletterte am Montag zeitweise um 0,6 Prozent auf 12.602 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit zwei Monaten. Bis zum Handelsschluss auf Xetra (17.30 Uhr) schrumpften die Gewinne jedoch wieder auf 0,3 Prozent zusammen, da aus Nordkorea erneut schrille Warnungen als Reaktion auf die jüngsten US-Sanktionen kamen.

Der MDax Börsen-Chart zeigen , in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, kletterte zuletzt um 0,5 Prozent auf 25.381 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen ging es um 0,7 Prozent auf 2383 Punkte aufwärts. Auch in Europa stand die Börsenampel auf Grün: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte zuletzt um 0,4 Prozent auf 3526 Zähler zu.

Wall Street: US-Indizes erreichen neue Rekordmarken

In New York starteten die Indizes Dow Jones Börsen-Chart zeigen und S&P 500 mit neuen Bestmarken. Der Dow kletterte im Handelsverlauf deutlich über die Marke von 22.300 Punkten. Der MSCI-Weltindex notierte mit 486,20 Punkten ebenfalls so hoch wie noch nie. Die "Antikrisen-Währung" Gold verbilligte sich dagegen um 0,5 Prozent auf 1312,31 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Der Dow Jones Börsen-Chart zeigenhatte in der vergangenen Woche den größten Wochengewinn in diesem Jahr geschafft.

"Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA halten zwar an", sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. "Da es aber keine neuen negativen Entwicklungen gibt, steigen Investoren wieder in den Aktienmarkt ein."

Europas Konjunktur läuft rund - trotz des starken Euro

Außerdem laufe die europäische Konjunktur rund, betonten die Anlagestrategen der Bank JPMorgan. Die Belastung durch die Aufwertung des Euro habe sie gut weggesteckt. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1945 Dollar - etwa 14 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. JPMorgan traut Banken, Versicherern und konjunkturabhängigen Werten bis zum Jahresende eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zu.

Portugals Anleihen kein Ramsch mehr

Zur positiven Stimmung trug auch das Lob von Standard & Poor's (S&P) für Portugal bei. Die Experten hoben die Bonitätsnote auf "BBB-" an. Damit erhalten die Anleihen des Landes nach mehr als fünf Jahren das Gütesiegel "Investment Grade" zurück. Die gestiegene Nachfrage nach portugiesischen Bonds drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf ein Eineinhalb-Jahres-Tief von 2,487 Prozent. Gleichzeitig kletterte der Leitindex der Lissaboner Aktienbörse um bis zu zwei Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 5307,17 Punkten. "Am Rentenmarkt wurde die Heraufstufung Portugals nahezu euphorisch aufgenommen - auch weil die Mehrheit der Investoren wegen des zuvor nur stabilen Ausblicks noch nicht mit diesem Schritt gerechnet hatte", sagte Anleiheanalyst Daniel Lenz von der DZ Bank.

Anleger warten auf Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch

Unterdessen warfen die bevorstehenden geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank (Fed) ihre Schatten voraus. Unter Börsianern gilt als sicher, das Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch den Startschuss für den Abbau der billionenschweren Wertpapierbestände geben wird. Unklar sei allerdings, ob die geringe Inflation die Pläne der Notenbank für eine weitere Zinserhöhung noch in diesem Jahr durchkreuze, sagte Rabobank-Anlagestratege Philip Marey. Anleger sehen die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung bei etwa 55 Prozent.

Eurofighter-Auftrag beflügelt BAE Systems, Ryanair rutscht ab

Am Aktienmarkt gehörte BAE Systems mit einem Kursplus von drei Prozent zu den Favoriten. Der britische Rüstungskonzern erhielt den Auftrag zur Lieferung von 24 Eurofighter-Kampfjets an Katar. Die Bestellung komme für viele Anleger überraschend, da das Emirat zuvor die Konkurrenz-Modelle Rafale und F-15 geordert habe, konstatierten die Analysten der UBS.

Ryanair Börsen-Chart zeigen rutschten um 2,1 Prozent. Der Billigflieger will bis Ende Oktober etwa 2100 Flüge streichen, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Medienberichten zufolge laufen zudem zahlreiche Piloten zur Konkurrenz über. Die Analysten des Brokerhauses Goodbody taxieren die Belastung durch die Flugstreichungen auf etwa 34,5 Millionen Euro.

Großauftrag für Siemens aus China

Auch das Dax-Schwergewicht Siemens Börsen-Chart zeigen gehörte am Montag zu den Gewinnern im Dax Börsen-Chart zeigen. Der Windkraftanlagenbauer Siemens Gamesa hat einen Großauftrag in China an Land gezogen. Das Unternehmen werde 150 Turbinen mit insgesamt 300 Megawatt an eine Windfarm in der inneren Mongolei liefern und betreiben, teilte Siemens Gamesa am Montag mit. Dem Unternehmen zufolge handelt es sich dabei um einen der größten Aufträge in China, dem weltgrößten Windkraftmarkt.

Experten rechnen bei Windkraftanlagen an Land je installiertem Megawatt Leistung mit einem Auftragswert von rund einer Million Euro. Die ersten Windräder sollen im zweiten Quartal 2018 installiert werden. Der Windpark soll Ende kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Dax-Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung