Donnerstag, 19. September 2019

Börse Dax und Dow Jones trotz mauer US-Jobdaten im Plus

Kursgewinne: Der Dax notiert wieder über 12.000 Punkten

Der Dax legt am Freitag weiter zu: Für neue Käufe sorgte die Nachricht, dass die chinesische Notenbank den Mindestreservesatz um 0,5 Prozentpunkte senkt. Die Geldpolitik solle "umsichtig" bleiben, heißt es aus Peking.

Die Kurserholung geht weiter: Zum Abschluss der Börsenwoche hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Freitag erneut zugelegt und ist zeitweise bis auf 12.175 Punkte geklettert. Am Donnerstag hatte die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China den Leitindex um rund 0,8 Prozent auf 12.126 Punkte getragen.

Anlass für die weiteren Käufe: Chinas Notenbank stemmt sich gegen die schwächelnde Wirtschaft der Volksrepublik. Wie die Zentralbank "People's Bank of China" am Freitag in Peking mitteilte, sinkt der Mindestreservesatz zum 16. September um 0,5 Prozentpunkte. Für einige Banken fällt der Satz in zwei Schritten sogar um insgesamt einen ganzen Prozentpunkt. Diese Änderungen sollen Mitte Oktober und Mitte November in Kraft treten.

Notenbank senkt Mindestreservesatz bereits zum dritten Mal in diesem Jahr

Der Mindestreservesatz gibt vor, welchen Anteil ihrer Einlagen die chinesischen Banken bei der Notenbank deponieren müssen. Je niedriger der Satz, desto mehr Kredite können die Banken für Konsum und Investitionen vergeben. Es ist das dritte Mal in diesem Jahr, dass die Notenbank den Satz reduziert. Im bisherigen Wochenverlauf ließ der Dax Börsen-Chart zeigen der starken Vorwoche weitere 1,6 Prozent Kursplus folgen. Vor allem die neuen Gespräche zwischen China und den USA im Zollstreit locken wieder Käufer an der Börse hervor. Zudem spekulieren Investoren inzwischen auf Neuwahlen in Großbritannien und eine weitere Verschiebung des Brexit um mindestens 3 Monate. Dies würde die Chancen auf einen geregelten Brexit erhöhen.

Dow Jones trotz mauer US-Jobdaten im Plus

Die Wall Street hat sich am Freitag von Arbeitsmarktdaten in ihrem Offensivdrang zunächst nicht bremsen lassen. Der Broker IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen rund eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn rund 0,37 Prozent höher auf 26 827 Punkte. Nachdem der Dow in den vergangenen vier Wochen in einer Spanne zwischen etwa 25 300 und rund 26 450 Punkten gefangen war, gelang ihm am Vortag - ebenso wie dem S&P 500 und den Nasdaq-Indizes - der Ausbruch.

Die US-Wirtschaft hat im August weniger Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft seien 130.000 Stellen neu entstanden, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel mit 160.000 neuen Jobs gerechnet. Dies dürfte Befürwortern einer deutlichen Leitzinssenkung in den Reihen US-Notenbank Fed Argumente liefern.

Facebook und Google im Blick der Kartellwächter

Unter den Einzelwerten dürften die Aktien von der Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen und von Facebook Börsen-Chart zeigen einen Blick wert sein. Am Markt kursieren Spekulationen, dass in der neuen Woche formale kartellrechtliche Untersuchungen gegen die beiden beginnen sollen. Die Marktmacht der großen Technologiekonzerne, auch die von Amazon Börsen-Chart zeigen und Apple , wird zunehmend kritisch beäugt. Vorbörslich ging es für die Aktien des Suchmaschinenbetreibers wie auch die Facebook-Papiere etwas abwärts.

Adidas und Thyssenkrupp im Plus

Zu den Gewinnern im Dax gehörten die Aktien von Adidas Börsen-Chart zeigen und Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen, während die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen leicht nachgaben. Die Aktien von Dax-Absteiger Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen bauten ihre deutlichen Kursgewinne vom Donnerstag aus und legten um weitere 3 Prozent zu. Die Papiere profitierten damit weiter von der Nachricht vom Donnerstagnachmittag, wonach der finnische Konzern Kone sein Interesse am Kauf der Aufzugssparte des Industriekonzerns angekündigt hat.

Vertrag zum 5G-Netzausbau: 1&1 Drillisch und United Internet gefragt

Im MDax Börsen-Chart zeigen hatten die Anteilsscheine von 1&1 Drillisch Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von rund 11 Prozent die Nase vorn. Mit einem zusätzlichen Ausbau des Mobilfunknetzes sollen ärgerliche Funklöcher für Handynutzer in Deutschland vor allem auf dem Land verringert werden. Der Bund schloss dazu Verträge mit 1&1 Drillisch und den weiteren Branchenunternehmen Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland. Die Aktie von Drillisch-Mutter United Internet Börsen-Chart zeigenkletterte ebenfalls um rund 10 Prozent.

Ein zweites europäisches Konsortium zur Produktion von Batteriezellen nimmt Formen an. "Innerhalb nur eines Jahres ist es uns gelungen, zwei europäische Großprojekte zur Batteriezellfertigung auf das Gleis setzen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem "Handelsblatt". Damit sei man dem Ziel, in Europa eine wettbewerbsfähige Batteriezellenentwicklung und -fertigung auszubauen, "ein gutes Stück nähergekommen". Mehrere namhafte Konzerne - darunter BMW Börsen-Chart zeigen , BASF Börsen-Chart zeigen , Varta Börsen-Chart zeigen und der bayerische Batteriehersteller BMZ - seien an dem zweiten Konsortium beteiligt, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Insider. Mit dem Aufbau einer europäischen Batteriezellenfertigung soll den dominierenden Herstellern aus China Paroli geboten werden.


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Asiens Börsen im Plus, Euro kaum verändert

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China verhilft der Börse in Japan zu Gewinnen. Zudem versetzten positive Konjunkturdaten aus den USA die Anleger am Freitag in gute Stimmung. Der 225 Werte umfassende Nikkei Börsen-Chart zeigen notierte gegen Mittag 0,5 Prozent fester bei 21.188 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,3 Prozent auf 1539 Zähler. Der chinesische CSI 300 und der Hang Seng in Hongkong legten auf Wochensicht jeweils mehr als 3,5 Prozent zu - es ist der größte Wochengewinn seit Juni.

Von den US-Konjunkturdaten profitierte auch der Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewann er 0,1 Prozent auf 107,03 Yen. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9864 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1033 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0884 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2327 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

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