Dienstag, 23. Juli 2019

Kursrally Dax erobert 12.000-Punkte-Marke zurück

Dax nahe 12.000 Punkten: Käufer wagen sich wieder vor

Erstmals seit sechs Monaten ist der Dax am Donnerstag wieder über die Marke von 12.000 Zählern geklettert. An der Wall Street halten sich die Gewinne dagegen in Grenzen: Die Aktie von Tesla knickt ein.

Die Erholung an der deutschen Börse geht weiter: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Donnerstag Nachmittag die Marke von 12.000 Zählern erstmals seit 6 Monaten wieder überwunden. Zeitweise notierte der deutsche Leitindex bei 12.031 Zählern, gab bis zum Handelsschluss auf Xetra einen Teil seiner Gewinne jedoch wieder ab und fiel bis 17.30 Uhr wieder knapp unter die runde Marke von 12.000 Punkten. Kursgewinne bei den Autowerten BMW Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen sowie Gewinne bei der Lufthansa Börsen-Chart zeigen sorgten für Unterstützung.

Kräftigen Schub hatte der Dax zuletzt durch die Aussicht auf ein Ende des Zollstreits zwischen China und den Vereinigten Staaten erhalten. An diesem Donnerstag ist nun ein Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem chinesischen Vize-Premier Liu He geplant.

"Auch die günstigen Aktienbewertungen, die zuletzt starken Konjunkturdaten aus China und die sich mehrenden Entspannungszeichen im Handelsstreit USA/China haben dazu beigetragen, dass sich der Aufwärtstrend im Dax Börsen-Chart zeigen fortgesetzt hat", ergänzte Händler Thorsten Engelmann von der Investmentbank Pareto Securities.

Der MDax Börsen-Chart zeigen beendete den Handel dagegen mit einem Abschlag von 0,35 Prozent auf 25 473,25 Punkte. Der EuroStoxx 50 stieg um moderate 0,19 Prozent auf 3441,93 Punkte, während der Leitindex in Paris und der britische FTSE 100 minimal nachgaben.

Deutsche Bank und Thyssenkrupp gegen den Trend schwächer

Unter den Einzelwerten am deutschen Markt gaben im Dax Börsen-Chart zeigen die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen um 0,8 Prozent nach, während die Papiere der Commerzbank um 2,8 Prozent stiegen. Die "Financial Times" hatte über ein Interesse der italienischen Unicredit an der zweitgrößten deutschen Bank berichtet, falls die Fusionsgespräche der Commerzbank mit der Deutschen Bank scheitern sollten.

Die Papiere des Industrieunternehmens Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen büßten als Dax-Schlusslicht 1,3 Prozent ein. Händler verwiesen als Hauptgrund darauf, dass im Februar der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands im Monatsvergleich um 4,2 Prozent eingebrochen war und damit so stark wie zuletzt Anfang 2017.

Wall Street kaum verändert, Tesla-Aktie unter Druck

An der Wall Street hielten sich Anleger nach den Gewinnen der vergangenen Tage dagegen zurück, Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen notierten jeweils 0,1 Prozent fester bei 26.241 Zählern bzw. 7.544 Punkten. Beiden Indizes fehlen weniger als 2 Prozent bis zu ihren Rekordmarken, die sie im Herbst 2018 aufgestellt hatten. Als Euphoriebremse wirkten die deutlichen Kursverluste beim US-Elektroautobauer Tesla: Die Aktie von Tesla gab zeitweise um 10 Prozent nach.

Der Elektroautobauer hatte im ersten Quartal deutlich weniger Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht. Die vorgelegten Zahlen zur Produktion und zu den Auslieferungen im ersten Quartal seien erheblich schlimmer als befürchtet ausgefallen, schrieb Analyst Ryan Brinkman von der Bank JPMorgan. Tesla Börsen-Chart zeigen stand zu Jahresbeginn vor großen Herausforderungen - das in der Massenproduktion noch relativ unerfahrene Unternehmen hatte Probleme, den Auslieferungsbeginn des Model 3 nach Europa und China zu stemmen.


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Brexit: Das Chaos setzt sich fort

Unterdessen ringen in Großbritannien Regierung und Opposition am Donnerstagweiter um einen Kompromiss, mit dem ein ungeordneter EU-Austritt am 12. April abgewendet werden soll. Die Verhandlungsteams beider Seiten kommen dazu in London zu ganztägigen Beratungen zusammen. Auf der Suche nach einem Ausweg aus der Brexit-Sackgasse hatten sich May und Oppositionschef Jeremy Corbyn am Mittwoch an einen Tisch gesetzt. Die Premierministerin will bei der EU einen weiteren Brexit-Aufschub bis zum 22. Mai erreichen.

Ölpreise stoppen Höhenflug

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nur wenig bewegt und den kräftigen Anstieg der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen kostete am Morgen 69,28 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls geringfügig um acht Cent auf 62,38 Dollar.

Ein starker Zuwachs der Ölreserven in den USA belastete die Ölpreise. Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 7,2 Millionen Barrel gestiegen waren. Am Markt war dagegen ein Rückgang erwartet worden. Außerdem erhöhte sich die Fördermenge der USA auf einen neuen Rekordwert von 12,2 Millionen Barrel pro Tag. Das zeigt, dass das Angebot in den USA hoch bleibt.

Euro etwas schwächer

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex stagnierte auf 142,91 Punkten. Der Bund-Future legte um 0,12 Prozent auf 165,50 Punkte zu. Der Eurokurs schwächelte und fiel am Nachmittag auf 1,1219 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf eben diesen Wert (Mittwoch: 1,1243) Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,8914 (0,8894) Euro gekostet.

mit Nachrichtenagenturen

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