Samstag, 20. April 2019

Börse Dax reduziert Verluste, Bayer und BMW gefragt

Kurssturz: Der Dow Jones verlor knapp 800 Punkte, der Dax fällt am Mittwoch unter die Marke von 11.200 Zählern
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Kurssturz: Der Dow Jones verlor knapp 800 Punkte, der Dax fällt am Mittwoch unter die Marke von 11.200 Zählern

2. Teil: Dow fällt unter 200-Tage-Linie, Technologie-Aktien im Ausverkauf

Der zuletzt wieder aufstrebende Dow Jones Industrial liegt jetzt wieder unter der als Trendindikator viel beachteten 200-Tage-Linie. Anleger trennten sich insbesondere von Technologieaktien, die als besonders anfällig für wirtschaftliche Schwankungen gelten. Dabei hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping noch am Wochenende geeinigt, den Handelskonflikt zwischen den beiden Nationen vorerst nicht weiter eskalieren zu lassen. Anleger sind jedoch skeptisch, ob dies gelingt.

Dax kämpft um Marke von 11.200 Punkten

Wegen der schwachen Vorgaben aus New York kämpft der Dax nun wieder mit der Marke von 11.200 Punkten. Der Sprung über die Hürde von 11.400 Punkten nach Entspannungssignalen vom G20-Gipfel habe sich als "Bullenfalle" erwiesen - Käufer wurden für ihren Mut also nicht belohnt, sondern durch schnell wieder fallende Kurse auf dem falschen Fuß erwischt. "Cash is King", erklärte Marktstratege Emmanuel Cau von Barclays. Im eigentlich guten Aktien-Monat Dezember scheine niemand wirklich an eine Jahresendrally zu glauben.


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Auch Brexit-Sorgen belasteten

Ferner schlugen den Anlegern schlechte Nachrichten aus London aufs Gemüt: Nur wenige Stunden vor Beginn der fünftägigen Debatte über das Brexit-Abkommen hatte das britische Parlament der Regierung eine empfindliche Niederlage bereitet. Die Abgeordneten entschieden, dass die Regierung die Rechte des Parlaments missachtet hat. Für Premierministerin Theresa May ist dies ein weiterer Rückschlag. Ohnehin werden ihr nur geringe Chancen zugestanden, eine Mehrheit für ihr Abkommen bei der geplanten Abstimmung am 11. Dezember im Parlament zu erreichen.

Die Anleger blickten zudem nervös auf den Anleihenmarkt.

Erstmals seit rund elf Jahren lagen dort die Renditen von dreijährigen und zweijährigen US-Anleihen höher als die Renditen im fünfjährigen Laufzeitbereich. Eine derartige Struktur mit höheren Kurzfrist- als Langfristzinsen ist ein ungewöhnliches Phänomen und gilt als Rezessionssignal. Warnsignale vom Anleihenmarkt, konjunktursensible Aktien mit Verlusten

Schlusslicht im Dow waren die konjunktursensiblen Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar Börsen-Chart zeigen mit einem Minus von rund 7 Prozent. Die Aktien von Apple Börsen-Chart zeigen fielen um mehr als 4 Prozent. Die britische Investmentbank HSBC hatte die Kaufempfehlung für die Papiere des iPhone-Herstellers gestrichen, da es an kurzfristigen Kurstreibern mangele. Auch alle anderen Dow-Werte schlossen im Minus.

Die Warenhauskette Dollar General hatte ihr Ziel für das Jahresergebnis je Aktie gesenkt und damit die durchschnittliche Analystenschätzung verfehlt, was den Anteilsscheinen ein Minus von fast 7 Prozent einbrockte.

Eine skeptische Analystenstudie schickte die Papiere der Logistikkonzerne Fedex und UPS Börsen-Chart zeigen auf Talfahrt: Sie verloren gut 6 beziehungsweise mehr als 7 Prozent. Die Anleger unterschätzten die Wettbewerbsrisiken durch den Markteintritt des Online-Händlers Amazon in das Frachtgeschäft, hieß es.

Wall Street bleibt heute dicht

An diesem Mittwoch werden derweil Wall Street und Nasdaq zum Gedenken an den am 30. November verstorbenen Ex-Präsidenten George H. W. Bush, 41. Präsident der USA, geschlossen bleiben.

Der Kurs des Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt bei 1,1342 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1409 (Montag: 1,1332) Dollar festgesetzt. Der Dollar war 0,8765 (0,8825) Euro wert. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 16/32 Punkte auf 101 27/32 Punkte und rentierten mit 2,910 Prozent.

mit Nachrichtenagenturen

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