Samstag, 21. September 2019

Börse Daimler und Deutsche Bank drücken Dax, Bayer im Plus

Dax: Neuer Kursrutsch. Daimler und Deutsche Bank Aktie brechen ein

Erneute Verluste im Dax: Vor dem G20-Gipfel am Wochenende hat der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen am Freitag seine Verluste zeitweise auf 1,1 Prozent ausgebaut. Der Dax drohte zeitweise sogar unter die Marke von 11.200 Punkten zu fallen. Bis zum Handelsschluss auf Xetra (17.30 Uhr) konnte der Dax seine Verluste dank der leichten Gewinne in den USA aber wieder verringern und notierte zuletzt nur noch 0,3 Prozent im Minus bei 11.268 Punkten.

Die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen gingen am Freitag erneut auf Talfahrt. Sie hatten bereits am Vortag unter den Ermittlungen gelitten und waren mit minus 3,4 Prozent als schwächster Dax -Wert aus dem Handel gegangen. Zuletzt verloren die Aktien 2,5 Prozent auf 8,04 Euro. Damit erreichten sie ein Rekordtief. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft richten sich die Ermittlungen gegen zwei 50- bzw. 46 Jahre alte Mitarbeiter sowie "andere bislang nicht identifizierte Verantwortliche" des Instituts. Ihnen werde vorgeworfen, pflichtwidrig keine Geldwäscheverdachtsanzeige erstattet zu haben, obwohl seit Beginn der jeweiligen Geschäftsbeziehungen ausreichende Anhaltspunkte dafür vorgelegen hätten.

Auch Daimler Aktie stark unter Druck

Auch die Aktie des Autobauers Daimler Börsen-Chart zeigen geriet mit einem Minus von mehr als 3 Prozent stark unter Druck - die Aktie fiel nach einer Analysten-Abstufung erneut unter die Marke von 50 Euro und damit auf das tiefste Niveau seit 5 Jahren.

Bayer baut 12.000 Stellen ab, Aktie steigt

Zu den wenigen Gewinnern gehörten die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen, die zuletzt um mehr als 2 Prozent zulegten. Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern will mehr als jede zehnte Stelle weltweit streichen. Insgesamt sollen bis Ende 2021 rund 12 000 der 118 200 Arbeitsplätze abgebaut werden. "Ein signifikanter Teil" der Stellenstreichungen werde in Deutschland erfolgen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Genaue Zahlen für Deutschland wurden nicht genannt. Die Arbeitnehmerseite trägt die "tiefen Einschnitte" mit, verweist aber auf Zusagen für Beschäftigte und Standorte für die nächsten Jahre.

Nervosität vor dem G20 Gipfel: Xi Jinping trifft auf Donald Trump

Spannung verspricht auf dem G20-Treffen die Begegnung zwischen US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping. "Der Showdown steht an, wobei bei Trump nach wie vor nicht klar ist, ob er tatsächlich einen Handelsdeal erreichen will", erklärte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Von einer Lösung bis zu einer weiteren Eskalation sei alles möglich.

Mit Russlands Präsident Wladimir Putin ging Trump angesichts der verschärften Ukraine-Krise bereits auf Konfrontationskurs und sagte ein Treffen während des G20-Gipfels ab. In den USA verdichten sich unterdessen die Hinweise, dass Trump noch während seines Wahlkampfes Beziehungen zu russischen Geschäftsleuten unterhalten hat.


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Nikkei kaum verändert

Die wichtigsten asiatischen Börsen haben sich am Freitag vor dem G20-Gipfel freundlich überwiegend präsentiert. Dabei richten sich die Hoffnungen vor allem auf Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping über den Handelsstreit beider Länder. Dieser sorgte auch dafür, dass sich die Stimmung in den Chefetagen der chinesischen Industrieunternehmen im November weiter eingetrübt hatte.

Mit konkreten Ergebnissen zur Beilegung des Konflikts zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften rechnen Marktbeobachter indes kaum. Er gehe davon aus, dass sich beide Seiten lediglich auf einige Grundsätze einigen dürften, um einen Prozess zur Beendigung des Streits einzuleiten, sagte ein Anlagestratege.

Analyst David Madden vom Broker CMC Markets UK verwies derweil darauf, dass Trumps Wirtschaftsberater Peter Navarro, der für eine harte Haltung gegenüber China stehe, an den Gesprächen mit Xi Jinping teilnehmen dürfte.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesischen Festlands schloss 1,12 Prozent fester bei 3172,69 Punkten. Für den Hongkonger Hang-Seng-Indexging es um 0,33 Prozent auf 26 537,77 Punkte bergauf.

In Tokio verabschiedete sich der japanische Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von 0,40 Prozent bei 22 351,06 Zählern aus dem Handel.

Euro kaum verändert

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Freitag knapp unter 1,14 US-Dollar gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1391 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1387 Dollar festgesetzt.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed mit der Veröffentlichung des Protokolls der vergangenen Zinssitzung klare Hinweise auf eine weitere Zinserhöhung im Dezember geliefert. Dies war am Devisenmarkt erwartet worden. Gleichzeitig gab es im Protokoll erneut Signale, die auf ein mögliches Auslaufen der Zinserhöhungen hindeuten. Am Mittwoch hatte bereits US-Notenbankchef Jerome Powell die Erwartungen an weitere Leitzinsanhebungen gedämpft und damit den Dollar kräftig unter Druck gesetzt.

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