Donnerstag, 23. Mai 2019

US-Börsen nehmen Rekordjagd wieder auf Lufthansa profitiert von Air-Berlin-Pleite

Lufthansa: Profiteur der Air-Berlin-Pleite

Trotz der Krise zwischen USA und Nordkorea erholen sich die Indizes in Asien und Europa weiter. Der Dax steigt über die Marke von 12.200 Punkten. Die Lufthansa-Aktie baut nach der Air Berlin Pleite ihre Gewinne aus.

Entspannung an den Märkten: Angesichts der ruhigeren Töne in der Nordkorea-Krise haben die Aktienmärkte am Dienstag wieder zugelegt. Vor allem das abwartende Verhalten von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un beim geplanten Raketenstart in Richtung der US-Pazifikinsel Guam habe die Gemüter beruhigt, sagten Analysten.

Auch der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen, der bereits gestern deutlich zugelegt hatte, setzte mit leichten Gewinnen seine Erholung fort und hat die Marke von 12.200 Zählern wieder überwunden. Die Nebenwerte-Indizes MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax notierten ebenfalls fester. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt um 0,3 Prozent im Plus.

Lufthansa steigt - Air Berlin ist insolvent

Aktien der Lufthansa Börsen-Chart zeigen haben ihre Gewinne am Dienstag im späten Handel nach der Bekanntgabe eines Insolvenzantrages der Air Berlin Börsen-Chart zeigen auf mehr als 4 Prozent ausgebaut. Wie Air Berlin mitteilte, werden Verhandlungen mit der Lufthansa und weiteren Beteiligten über die Veräußerung von Betriebsteilen geführt. Die Air-Berlin-Aktien waren zuletzt noch vom Handel ausgesetzt. Die Billigflugtochter Eurowings der Lufthansa hat bereits seit dem Frühjahr mindestens 30 Maschinen samt Personal von Air Berlin in ihren Flugbetrieb integriert.

FMC, VW und Post legen zu

Zu den Gewinnern im Dax neben Lufthansa Börsen-Chart zeigen zählten außerdem die Aktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen und von Fresenius Medical Care Börsen-Chart zeigen. Aktien der Deutschen Post standen auf der Handelsplattform Tradegate mit rund 1 Prozent im Plus, nachdem die Experten von Jefferies den Papieren eine Kaufempfehlung aussprachen. Kion wurde dort außerdem von einem "Outperform"-Votum von Mainfirst angetrieben.

Wall Street: Dow Jones wieder über 22.000 Punkten

Robuste Konjunkturdaten aus den USA dürften am Dienstag für stabile Aktienkurse an der Wall Street sorgen. Rund eine Stunde vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Börsen-Chart zeigen 0,2 Prozent höher auf 22 029 Punkte.

Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli deutlich stärker als erwartet. Ebenfalls deutlich stärker als erwartet hellte sich im August die Stimmung in der Industrie im Bundesstaat New York auf, wie der Blick auf den Empire-State-Index zeigte.

Am Dienstag vergangener Woche war der Dow Jones Börsen-Chart zeigen auf ein Rekordhoch von 22.179 Punkten gestiegen. Anschließend hatten die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea die Kurse jedoch nach unten gedrückt.

Gewinnmitnahmen bei Fiat Chrysler

Fiat Chrysler gaben zugleich um 1,5 Prozent nach. Am Montag hatten Medienberichte über eine mögliche Übernahme Fiat Chryslers durch einen großen chinesischen Automobilhersteller den Aktienkurs um mehr als 8 Prozent nach oben getrieben. Der Analyst Adam James von Morgan Stanley hält eine solche Übernahme für möglich: Chinas Regierung habe die heimischen Hersteller ermuntert, ihre Präsenz auf den weltweiten Märkten auch durch Zukäufe zu stärken. Allerdings gibt es regelmäßig Übernahmegerüchte um Fiat Chrysler.

Asiens Aktienmärkte mit Gewinnen - Kim gibt sich moderater

Kim hatte am Dienstag erklärt, er warte noch mit der Entscheidung über einen Raketenabschuss und werde zunächst die Taten der USA etwas länger beobachten. Daraufhin legten die Kurse auch am südkoreanischen Handelsplatz Seoul wieder zu.

In Tokio legte der Nikkei Börsen-Chart zeigen 1,1 Prozent auf 19.753 Punkte zu. Auch der schwächere Yen half den Kursen wieder auf die Sprünge. Vor allem Auto- und Elektronikwerte profitierten.

Die chinesischen Märkte zeigten sich unterdessen unbeeindruckt von US-Präsident Donald Trumps Ankündigung, die Handelspraktiken der Volksrepublik unter die Lupe zu nehmen. In Shanghai lag der Index 0,3 Prozent im Plus. Der MSCI-Index für die Aktien außerhalb Japans notierte ebenfalls 0,3 Prozent höher. Vorsichtiger Optimismus in der Nordkorea-Krise hatte bereits die US-Börsen zum Wochenstart angeschoben.

Euro etwas leichter

Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen zeigte sich im fernöstlichen Devisenhandel etwas leichter. Ein Euro wurde mit 1,1756 Dollar bewertet. Der Dollar legte gegenüber der japanischen Währung 0,7 Prozent zu und wurde mit 110,36 Yen gehandelt.

Trump verliert Rückhalt

Im eigenen Land verliert US-Präsident Trump derweil weiter an Rückhalt. Aus Protest gegen seine Reaktion auf rechtsextreme Gewalt in Charlottesville haben mehrere Chefs von US-Konzernen ihren Dienst in einem Beratergremium des Weißen Hauses quittiert.

Vorbörslich stand in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal im Blickfeld. Demnach war die deutsche Wirtschaft im Frühjahr erneut robust gewachsen, allerdings etwas schwächer als erwartet

Im Tagesverlauf könnten dann wichtige Konjunkturdaten aus den USA für neue Impulse sorgen. Darunter befinden sich am frühen Nachmittag die Einzelhandelsumsätze sowie der Empire State Index - ein Stimmungsbarometer für die Industrie im Bundesstaat New York.

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