Donnerstag, 14. November 2019

Elektroautobauer überholt GM Tesla ist wertvollster Autobauer der USA - mit 0,3 Prozent Marktanteil

Tesla: Der Autobauer ist wertvoller als GM oder Ford
Tesla Motors
Tesla: Der Autobauer ist wertvoller als GM oder Ford

Angesichts der jüngsten Entwicklung im Syrien-Konflikt bleiben Dax-Anleger am Montag vorsichtig. Dennoch setzt Tesla an der Wall Street seine Rekordjagd fort und lässt nach Ford nun auch General Motors hinter sich.

Zeitenwechsel in der US-Autoindustrie: Der Elektroautobauer Tesla Börsen-Chart zeigen setzte am Montag seine rasante Klettertour an der Börse fort und markierte mit einem Plus von 3 Prozent auf 312 US-Dollar ein neues Rekordhoch. Der Börsenwert von Tesla stieg damit auf knapp 52 Milliarden US-Dollar. Damit ist Tesla Börsen-Chart zeigen nun der wertvollste Autobauer der USA: In der vergangenen Woche hatte Tesla in punkto Börsenwert bereits den Autobauer Ford überholt, und am Montag ließ Tesla auch General Motors hinter sich.

GM kommt an der Börse auf eine Bewertung von rund 51 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der Marktanteil von Tesla liegt auf dem heimischen US-Markt bei rund 0,3 Prozent. Der Marktanteil von General Motors liegt bei rund 17 Prozent. Jedoch: Der von Elon Musk geführte Elektroautobauer will in diesem Jahr sein "Model 3" auf den Markt bringen und damit den Sprung zum Massenhersteller schaffen. Seit Jahresbeginn hat Tesla knapp 50 Prozent an Wert gewonnen - und es gibt einige Gründe, warum die Anleger eine solche Zukunftswette abschließen.

Tesla Börsen-Chart zeigen verkaufte im ersten Quartal weltweit 25.000 Neuwagen, während GM und Ford alleine auf dem US-Markt 690.000 beziehungsweise 617.000 Autos absetzten. Trotz der Beliebtheit an der Börse hat Tesla seit Gründung 2003 noch nie einen Jahresgewinn geschafft. In den letzten fünf Jahren summierten sich die Verluste auf rund 2,3 Milliarden Dollar. In diesem Zeitraum verdiente Ford etwa 26 Milliarden Dollar.

Wall Street startet im Plus, Dax kaum verändert

An der Wall Street starteten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq jeweils mit leichten Gewinnen in den Handel.

Der Dax Börsen-Chart zeigen hat sich unterdessen am Montag kaum von der Stelle bewegt. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex mit plus 0,1 Prozent auf 12.227 Punkten. Anleger blieben rund um den Globus wegen der aktuellen weltpolitischen Risiken vorsichtig, schrieb Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Handelshaus AxiTrader. Zu den Kursgewinnern im Dax zählten am Montag die Aktien von Lufthansa Börsen-Chart zeigen und der Commerzbank Börsen-Chart zeigen.

Lufthansa Börsen-Chart zeigen legten im Windschatten des Rivalen Air France-KLM Börsen-Chart zeigen um 2,5 Prozent zu. Die Franzosen beförderten im März mehr Passagiere und sprachen von einem positiven Trend. Air-France-Titel legten in Paris um 3,6 Prozent zu.

In London kletterte der Minenbetreiber BHP Billiton Börsen-Chart zeigen um 5,2 Prozent, nachdem der Hedgefonds und Großaktionär Elliott Advisors in einem Brief an das Management unter anderem eine höhere Gewinnausschüttung von dem weltgrößten Minenbetreiber forderte.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax Börsen-Chart zeigen rückte um 0,2 Prozent auf 24.225 Punkte vor. Dank der Aussicht auf eine hohe Übernahmeprämie griffen die Anleger bei den Aktien des Arzneimittelkonzerns Stada zu, die Aktie kletterte um rund 11 Prozent und war damit größter Gewinner im MDax. Auch der Euro Stoxx 50 Börsen-Chart zeigen startete kaum verändert in die neue Handelswoche.

Finanzinvestoren Bain und Cinven bieten 66 Euro pro Stada-Aktie

Zu Wochenbeginn interessierten sich die Anleger vor allem für Übernahmen. So entschieden die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven den Bieterwettbewerb um Stada für sich. Dabei legte das Konsortium mit 66 Euro pro Aktie beim Preis noch eine Schippe drauf und setzte sich damit gegen die Konkurrenz aus Permira und Advent durch.

Das Angebot bewertet Stada nun mit ungefähr 5,3 Milliarden Euro, rund 750 Millionen Euro mehr als zunächst vorgesehen. Dabei bieten Bain Capital und Cinven 65,28 je Aktie plus einer Dividende von 0,72 Euro je Aktie, sprich insgesamt 66 Euro je Aktie. Stada unterstützt die Offerte. Diese übertreffe seine optimistischsten Erwartungen, schrieb Analyst Thomas Maul von der DZ Bank.

Fresenius prüft Angebot für US-Generikakonzern Akorn

Zudem bestätigte der im Dax notierte Gesundheitskonzern konzern Fresenius Börsen-Chart zeigenVerhandlungen mit dem US-Generikakonzern Akorn über einen möglichen Erwerb. Akorn hat einen Börsenwert von 3,7 Milliarden Dollar. Die Aktie von Fresenius notierte zuletzt kaum verändert.

Sorgen um USA, Russland, Syrien und Nordkorea

Dagegen bremst die weltpolitische Lage. Nicht nur die Situation in Syrien und ein potenzieller Konflikt zwischen den USA und Russland sorgten Cutkovic zufolge für Nervosität. Auch die Ereignisse auf der koreanischen Halbinsel würden mit Spannung verfolgt. Die USA demonstrieren gegenüber der Führung in Nordkorea militärische Macht und setzten Kriegsschiffe in Marsch, um sie näher an die koreanische Halbinsel heranzubringen.

In Frankfurt endet der Handel in der laufenden Karwoche bereits am Donnerstag. Erster Handelstag nach Ostern ist dann wieder Dienstag, der 18. April.

Goldman belastet Henkel

Schlusslicht im Dax waren die Vorzugsaktien von Henkel mit einem Minus von rund 1,5 Prozent. Die Bank Goldman Sachs empfahl die Papiere des Konsumgüterherstellers zum Verkauf. Analyst Fulvio Cazzol verwies auf Sorgen wegen steigender Kosten sowie Anzeichen eines härteren Preisdrucks durch den US-Konkurrenten Procter & Gamble.

Nikkei startet mit Gewinnen in die neue Woche

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen beendete die Sitzung unverändert mit 20.656 Punkten. Der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen legte um 0,5 Prozent zu, der S&P500 fiel um 0,1 Prozent.

In Tokio zog der Nikkei Börsen-Chart zeigen am Montag um 0,7 Prozent auf 18.786 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,3 Prozent auf 3278 Punkte.

Ölpreise steigen leicht

Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 55,34 US-Dollar. Das waren 10 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai stieg um 15 Cent auf 52,39 Dollar.

Russland scheint über eine Verlängerung der mit dem Ölkartell Opec vereinbarten Förderkürzungen nachzudenken. Die Regierung diskutiere diese Option mit den großen Ölfirmen des Landes, wird Energieminister Alexander Nowak von der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert. Die Förderkürzung der Opec und weiterer großer Produzenten läuft vereinbarungsgemäß zur Jahresmitte aus. Weil die beabsichtigte Wirkung - steigende Preise - nur zeitweise eingetreten ist, wird über eine Verlängerung spekuliert.

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rei/Reuters/dpa

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