Börse Dax erreicht neues Rekordhoch

Ein erfreulicher Start an der Wall Street bringt auch dem Aktienhandel hierzulande am Nachmittag frischen Schwung. Der Dax springt auf einen neuen Höchststand.
Dax-Kurve: Der Leitindex tut sich schwer, das jüngste Rekordhoch zu überwinden

Dax-Kurve: Der Leitindex tut sich schwer, das jüngste Rekordhoch zu überwinden

Foto: Fredrik von Erichsen/ dpa

Der Dax  hat am Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht, fiel dann aber wieder zurück. Am Nachmittag sprang der Leitindex mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 15.808,7 Punkte. Damit stand der Index knapp über seinem bisherigen Rekord, den er vor zwei Tagen auf 15.806 Zähler hochschrauben konnte. Tags zuvor hatte er ein erneutes Hoch um Haaresbreite verpasst.

Bis zum Handelsschluss gab der Dax am Mittwoch jedoch wieder Boden ab. Am Ende notierte er bei 15.789 Punkten ungefähr auf dem Niveau des Vortages. Der MDax  gab am Mittwoch um 0,5 Prozent auf 34.742 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50  fiel in ähnlich kleinem Maße wie der Dax auf 4092 Punkte.

Dax

Schwung bekam der deutsche Aktienmarkt am Nachmittag von Übersee: An der Wall Street eröffnete die Börse ebenfalls erneut im Vorwärtsgang. Unterstützung kam einerseits durch Aussagen von US-Notenbank-Präsident Jerome Powell zur Geldpolitik und andererseits durch die anlaufende Berichtssaison.

Dax, Dow und Aktien auf einen Blick: Hier geht es zur Börsenseite 

Deutsche Bank gefragt

Bei den Einzelwerten stachen die Aktien von Hugo Boss heraus, die 5,4 Prozent zulegten. "Die Zahlen für das zweite Quartal waren sehr stark und der Ausblick auf das Gesamtjahr sehr zuversichtlich", urteilten die Analysten von Baader Helvea. Der Modekonzern traut sich angesichts der abgeflauten Pandemie wieder eine Jahresprognose zu, die gut ankommt. Im zweiten Quartal gelang ihm ein deutlicher Umsatz- und Ergebniszuwachs im Vergleich zum Corona-geprägten Vorjahresquartal. Analystin Manjari Dhar von RBC lobte die Geschäftsdynamik.

Die Agenda ist am Mittwoch ansonsten geprägt von weiteren Geschäftszahlen von US-Banken. Nachdem die Konkurrenten JPMorgan und Goldman Sachs die Berichtssaison am Vortag recht solide einläuteten, stehen nun die Bank of America, Wells Fargo und die Citigroup auf dem Plan. Im Zuge dessen und der geldpolitischen Perspektiven dürften die Blicke auch auf die Kursentwicklung europäischer Banken gerichtet bleiben. Im Zuge dessen blieben die Blicke auch hierzulande auf die Banken gerichtet. Das Umfeld war am Morgen freundlich, die Papiere der Deutschen Bank erholten sich unter den besten Dax-Werten um 1,4 Prozent von ihrer Vortagsschwäche.

US-Börsen legen zu

Die US-Börsen haben am Mittwoch ihre moderaten Vortagesverluste wettgemacht. Der Dow Jones übersprang erneut die Hürde von 35.000 Punkten. Unterstützung kam einerseits durch Aussagen von US-Notenbank-Präsident Jerome Powell zur Geldpolitik und andererseits durch die anlaufende Berichtssaison.

Kurz nach dem Handelsstart gewann der bekannteste Wall-Street-Index Dow 0,3 Prozent auf 35.003,9 Punkte. Bis zu seinem im Mai erreichten Rekordhoch ist es nur noch ein Katzensprung. Der S&P 500 legte um 0,4 Prozent auf 4386,9 Zähler zu, nachdem der marktbreite Index bereits tags zuvor eine neue Bestmarke erzielt hatte. Der Nasdaq 100, der am Dienstag erstmals die 15.000-Punkte-Hürde genommen hatte, rückte nun um 0,5 Prozent auf 14.951,8 Punkte vor.

Nasdaq

Bitcoin fällt unter 32.000 US-Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin notierte am Mittwochmorgen knapp unter der Marke von 32.000 Dollar. In den vergangenen Tagen hatte die Cyberdevise zwischen 32.000 und 34.000 US-Dollar geschwankt. Die Furcht vor einer verschärften Regulierung und Umweltdebatten im Zusammenhang mit dem energieintensiven Schürfen der digitalen Währungen lasteten weiterhin auf dem Markt, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Dass sämtliche vermeintliche Befreiungsschläge bislang im Keim erstickt sind, spricht für eine anhaltenden negativen Trend." Ein Rutsch unter die Marke von 30.000 Dollar bleibe weiterhin möglich.

Bitcoin

Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch etwas gesunken. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenreaktion, nachdem die Notierungen am Vorabend nach Daten zu den US-Ölreserven deutlich gestiegen waren. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 76,37 US-Dollar. Das waren zwölf Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 15 Cent auf 75,10 Dollar.

Brent

Am Dienstagabend waren die Ölpreise deutlich gestiegen. Zuvor war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der amerikanischen Ölreserven um mehr als vier Millionen Barrel verzeichnet hat. Fallende Lagerbestände geben den Ölpreisen in der Regel Auftrieb.

Im weiteren Handelsverlauf bleibt die Entwicklung der amerikanischen Lagerbestände ein wichtiges Thema am Ölmarkt. Am Mittwochnachmittag stehen die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm. Die werden am Markt stark beachtet und könnten den Ölpreisen neue Impulse verleihen.

mit Nachrichtenagenturen
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