Kryptowährung auf Rekordhoch Bitcoin steigt über 63.000 US-Dollar

Vor dem Börsengang der US-Kryptobörse Coinbase am Mittwoch erreicht die weltgrößte Kryptowährung Bitcoin ein Rekordhoch und steigt über die Marke von 63.000 US-Dollar. Dax und Dow Jones halten sich ebenfalls auf hohem Niveau.
Bitcoin: Die Kryptowährung hat am Dienstag mit 63.280 US-Dollar ein weiteres Rekordhoch erreicht

Bitcoin: Die Kryptowährung hat am Dienstag mit 63.280 US-Dollar ein weiteres Rekordhoch erreicht

Foto: JIM URQUHART/ REUTERS

Der deutsche Leitindex Dax  behauptet sich auf hohem Niveau. Seit seinem Rekordhoch vor einer Woche bei rund 15 312 Punkten ging es nur minimal abwärts. Mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 15 234 Zähler beendete der deutsche Leitindex an diesem Dienstag den Xetra-Handel (17.30 Uhr). Der MDax der mittelgroßen Werte legte 0,6 Prozent zu. Die eingetrübten ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im April verschreckten die Anleger ebenso wenig wie die deutlich gestiegene Inflationsrate in den USA. Einen Dämpfer hatte es zur Mittagszeit gegeben. Wie der Pharmakonzern Johnson & Johnson mitteilte, verzögert sich wegen Berichten über Sinusvenenthrombosen der Marktstart in Europa. Es werde nun mit Experten an der Untersuchung der Blutgerinnsel-Fälle gearbeitet, hieß es. Der Dow Jones in New York tendierte am Dienstag Abend knapp im Minus.

Dax

Dax, Dow und Aktien auf einen Blick: Hier geht es zur Börsenseite 

Covestro, Leoni und Dermapharm gefragt

Unter den Einzelwerten im Dax war Delivery Hero  mit plus 3,3 Prozent Spitzenreiter. Die Lieferando-Mutter profitiert in der Corona-Pandemie weiter vom Bestell-Boom. Der Kunststoffkonzern Covestro  gewann rund zwei Prozent. Für die Titel von Leoni  ging es im SDax um 7,2 Prozent hoch, nachdem der österreichische Pierer-Konzern seinen Anteil am Autozulieferer auf mehr als 15 Prozent aufgestockt hatte. Papiere von Dermapharm  nahmen mit knapp 12 Prozent die Spitze im Nebenwerte-Index ein. Der Arzneihersteller erwartet sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn deutliche Zuwächse und erhöht die Dividende.

Rekordhoch: Bitcoin klettert vor Coinbase-IPO über Marke von 63.000 US-Dollar

Kurz vor dem Börsengang der Kryptowährungsplattform Coinbase in den USA (alles zum IPO finden Sie hier) hat der Bitcoin ein weiteres Rekordhoch erreicht. Der Kurs der weltweit bekanntesten Digitalwährung stieg zuletzt auf 63.250 US-Dollar. Der Wert aller Kryptowährungen, die weltweit derzeit im Umlauf sind, erreicht mehr als zwei Billionen Dollar, wie die Plattform Coinmarket.cap errechnete. Demnach gibt es mehr als 9000 verschiedene Digitalwährungen weltweit. Einen weiteren Schub für die virtuellen Währungen erwarten Experten vom Börsengang von Coinbase am Mittwoch in New York. Das 2012 in San Francisco gegründete Unternehmen bietet den Kauf, Verkauf und die Verwaltung von Kryptogeld an. Nach Unternehmensangaben haben mehr als 56 Millionen Menschen ein Konto bei der Plattform - die meisten, um mit Bitcoin oder Teilen davon zu handeln.

Lesen Sie auch: Die Anlagestrateigen der deutschen Bitcoin-Millionäre 

Bitcoin

Nasdaq im Plus, Verluste bei J&J belasten Dow Jones

Nach dem stärksten Preisanstieg in den USA seit gut achteinhalb Jahren haben sich die Anleger an der Wall Street zurückhaltend gezeigt. Der Dow Jones gab zur Eröffnung am Dienstag 0,5 Prozent nach, während der breit gefasste Leitindex S&P 500 auf der Stelle trat. Der technologielastige Nasdaq legte dagegen 0,7 Prozent zu. Neben dem überraschend starken Anstieg der Verbraucherpreise im März drückte auch die Angst vor einer Verzögerung der Impfkampagne durch die Empfehlung zur Aussetzung des Mittels von Johnson & Johnson (J&J) auf die Stimmung.

Nasdaq

Dax, Dow und Aktien auf einen Blick: Hier geht es zur Börsenseite 

Verbraucherpreise in USA steigen rasant

Der US-Verbraucherpreisindex sprang im vergangenen Monat um 0,6 Prozent nach oben, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das ist das größte Plus seit August 2012. Die Aussicht auf eine schnelle wirtschaftliche Erholung wurde allerdings etwas durch die Empfehlung der US-Gesundheitsbehörden zur Aussetzung des Covid-19-Impfstoffs von J&J gedämpft. Nach mehreren Fällen seltener Thrombosen hatten die Behörden zu einem sofortigen Stopp von Corona-Impfungen mit dem Mittel in den USA geraten. Der US-Konzern zog auch für Europa Konsequenzen und kündigte an, die Auslieferungen des Impfstoffs in Europa "proaktiv" zu verzögern. J&J-Aktien gaben zum Handelsstart mehr als drei Prozent nach. Die Aktien der rivalisierenden US-Impfstoffhersteller Moderna und Pfizer legten dagegen um mehr als acht beziehungsweise ein Prozent zu. Kreuzfahrtunternehmen, Fluggesellschaften und Hotelketten, die von einer wirtschaftlichen Erholung durch Fortschritte bei der Impfkampagne profitieren würden, gaben dagegen nach.

Nikkei schließt am Dienstag klar im Plus

Die asiatischen Börsen steuerten sich am Dienstag überwiegend auf Erholungskurs. Insbesondere in Südkorea und Japan zeigten sich die Investoren recht optimistisch. So schloss in Tokio der Leitindex Nikkei  um 0,7 Prozent höher bei 29.751 Punkten. Hier griffen die Anleger vor allem bei Anbietern von Nicht-Basiskonsumgütern zu. In China hingegen zeigte sich kein einheitliches Bild. So rutschte der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, im Handelsverlauf ins Minus und notierte zuletzt 0,3 Prozent tiefer. Positive Signale für die Weltwirtschaft kamen am Morgen aus China mit einem stark wachsenden Außenhandel. Die verstärkte globale Nachfrage und die pandemiebedingt niedrige Vergleichsbasis 2020 sorgten nach Einschätzung von Experten für starke Wachstumsraten, wenngleich Chinas Exporte die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllten. Die Importe wuchsen aber unerwartet kräftig.

Ölpreise legen leicht zu - Chinas Handelsdaten stützen

Die Ölpreise sind am Dienstag nach der Veröffentlichung von Daten zum chinesischen Außenhandel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 63,45 US-Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 14 Cent auf 59,84 Dollar.

Brent

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern wurden die Ölpreise durch neue Daten zu Chinas Außenhandel gestützt. Dieser verzeichnete im März ein robustes Wachstum, das die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt kräftig ankurbelt. China zählt zu den großen Ölimporteuren der Welt.

mit Nachrichtenagenturen
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.