Mittwoch, 27. Mai 2020

Börse Dow Jones und Nasdaq im Minus - Ölpreise sinken

Dax und Dow Jones: Starke Schwankungen am Dienstag

Der Dax schließt auf dem höchsten Schlusskurs seit vier Wochen. Im späten Handel gibt der Dow Jones jedoch seine Gewinne wieder ab. Die Technologiebörse Nasdaq fällt ins Minus. Sinkende Ölpreise sorgen für Verunsicherung.

Die Hoffnung auf ein allmähliches Nachlassen der Coronavirus-Pandemie hat die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag weiter angetrieben. Der Dax Börsen-Chart zeigen legte am Dienstag zeitweise rund fünf Prozent zu, reduzierte seine Gewinne zum Schluss allerdings auf 2,79 Prozent und landete zum Handelsschluss auf Xetra (17.30 Uhr) bei 10.356 Punkten. Am Vortag hatte er noch um fast sechs Prozent zugelegt. Seit dem Crash-Tief Mitte März von rund 8255 Punkten hat sich der Index mittlerweile um mehr als 25 Prozent berappelt. Der MDax Börsen-Chart zeigen rückte am Dienstag um 2,07 Prozent auf 21 538,13 Zähler vor.

An der Wall Street konnten die Indizes ihre Erholung am Dienstag dagegen nicht fortsetzen. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen legte bis zum Handelsschluss in Europa um knapp 3 Prozent zu, gab im späten Handel aber seine Gewinne wieder ab und fiel erneut unter die Marke von 23.000 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen drehte ebenfalls in die Verlustzone und schloss 0,4 Prozent schwächer. Vor allem die erneut sinkenden Ölpreise sorgten für Verunsicherung.

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Experte Andreas Büchler von Index-Radar warnt aber vor zu viel Optimismus. Er spricht von einer Bärenmarktrally - also eine kräftigen Erholung in einem weiterhin intakten Abwärtstrend. "Die Erholung des Deutschen Aktienindex nach den jüngsten Verlusten ist keine Überraschung. Doch Anleger sollten sich nicht allzu sehr entspannen, denn die nächste Verkaufswelle bleibt nur eine Frage der Zeit."

Wall Street: Dow und Nasdaq geben Gewinne im späten Handel wieder ab

An der Wall Street nahmen Anleger nach der Rally am Vortag wieder Geld vom Tisch. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen kletterte im frühen Handel um 3 Prozent, gab dann aber seine Gewinne wieder ab und schloss 0,2 Prozent im Minus. Am Montag hatte der Dow Jones Börsen-Chart zeigen noch um 7,7 Prozent zugelegt. Nachdem das Börsenbarometer am 23. März auf den tiefsten Stand seit November 2016 gefallen war, hat es sich nun um rund 25 Prozent erholt. Der Technologie-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen drehte sogar in die Verlustzone. Die Ölpreise waren im Handelsverlauf ins Minus gedreht und dies habe die Anleger nervös gemacht, sagte Aktienstratege Matt Maley von Miller Tabak & Co. Der Rückgang der Ölpreise wiederum wird von Börsianern mit Sorgen in Verbindung gebracht, dass sich die in der OPEC+ organisierten Ölförderländer am Donnerstag nicht auf eine ausreichend hohe Reduzierung der Fördermengen einigen könnten, um die Preise zu stützen.

Der Ölmarkt wird zur Zeit durch einen Doppelschock belastet. Neben dem massiven Nachfrageausfall infolge der Corona-Pandemie liefern sich führende Ölnationen seit März einen Preiskampf.

Dax: Infineon und Deutsche Bank mit Kursgewinnen

Im breiten Feld der Gewinner folgten im Dax Münchner Rück mit 7,7 Prozent und Volkswagen Stammaktien Börsen-Chart zeigen mit 6,6 Prozent. Zuvor hatten Heidelberg Cement Börsen-Chart zeigen , Infineon Börsen-Chart zeigen Covestro Börsen-Chart zeigen und Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen deutlich zugelegt. Bei Infineon Börsen-Chart zeigen machten Börsianer vor allem Gewinnerwartungen des Chip-Herstellers Samsung Börsen-Chart zeigen als Kurstreiber aus. Zudem hat Infineon endgültig grünes Licht für die milliardenschwere Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor erhalten. Alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen lägen vor, teilte der Konzern mit. Der Abschluss des Deals soll in den kommenden fünf Geschäftstagen erfolgen.

Wegen der Virus-Pandemie strich zudem mit Hugo Boss Börsen-Chart zeigen ein weiteres Unternehmen die Dividende für 2019. Anleger zeigten sich ungerührt, die Aktie legte um 7 Prozent zu.

Gewinnmitnahmen bei den bisherigen Krisengewinnern

Bei den Aktien bisheriger Profiteure der Coronavirus-Krise haben die Anleger am Dienstag teilweise Gewinne mitgenommen. Während sich die Erholungsrally in der Dax -Familie fortsetzte, waren die Papiere von HelloFresh Börsen-Chart zeigen und Teamviewer Börsen-Chart zeigen im MDax mit Abgaben von 4 bis 6 Prozent die größten unter den wenigen Verlierern. Drägerwerk Börsen-Chart zeigen fielen im SDax um 2,3 Prozent. Alle drei Aktien waren in jüngster Zeit kräftig gestiegen, während der Virus die Börsen belastet hatte. Drägerwerk und Teamviewer hatten am Vortag schon entgegen der Markterholung nachgegeben.

Die Papiere dienten den Anlegern in den vergangenen Wochen als Zuflucht in Zeiten der Virusunsicherheit. Die kürzlich rekordhohen Teamviewer-Papiere galten im Zuge des Home-Office-Trends mit den angebotenen Fernwartungs- und Videokonferenzlösungen als Profiteur der Pandemie. HelloFresh Börsen-Chart zeigen mit seinen Kochboxen war angesichts der deutschlandweiten Schließung von Restaurants auf Rekordjagd, und Drägerwerk profitierte in der Viruskrise davon, dass der Konzern unter anderem Atemschutzmasken und Beatmungsgeräte herstellt. Sie wurden vor einigen Tagen auf ein Hoch seit 2015 katapultiert.


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Euro-Kurs steigt

Auch der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Dienstag gestiegen und hat damit die Stabilisierung seit Beginn der Woche fortgesetzt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0823 US-Dollar gehandelt, nachdem sie in der vergangenen Nacht noch unter 1,08 Dollar notiert hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0791 Dollar festgesetzt.

Seit Montag konnte sich der Euro damit stabilisieren, nachdem er in der vergangenen Woche etwa zwei Cent gefallen war. Zu den Gewinnern am Devisenmarkt zählte am Morgen auch der australische Dollar. Die Notenbank des Landes hatte am Morgen den Leitzins unverändert bei 0,25 Prozent belassen. Das Pfund Sterling blieb in der Defensive, nachdem der an Covid-19 erkrankte Premierminister Boris Johnson auf die Intensivstation verlegt wurde. Zum Euro verlor es 0,2 Prozent auf 88,39 Pence.

mit Nachrichtenagenturen

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