Börse Dax gibt nach, Tesla-Aktie springt

Der Dax gibt wieder nach und entfernt sich von seinem Rekordhoch. Vor allem die im Dax notierten Autowerte Daimler, VW und BMW geraten unter Druck. In den USA vollzieht die Aktie von Tesla erneut einen Kurssprung.
Dax-Kurve: Nach dem Rekordhoch macht der Dax am Dienstag einen Rückzieher

Dax-Kurve: Nach dem Rekordhoch macht der Dax am Dienstag einen Rückzieher

Foto: DPA

Eine Umsatzwarnung von Apple hat am Dienstag die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt vorerst gestoppt. Der Dax  schloss am Dienstag auf Xetra (18.30 Uhr) 0,75 Prozent tiefer auf 13 681 Punkten. Der MDax  büßte am Dienstag 0,9 Prozent auf 29 057 Punkte ein. Das Rekordhoch im Dax vom Wochenauftakt bei 13.795 Punkten rückt damit wieder in die Ferne. Zu den größten Verlierern im Dax gehörten Infineon sowie die Autowerte Daimler, VW und BMW.

Nachdem die Apple-Warnung bereits die Börsen in Asien belastet hatte, setzte sie auch die Aktien von Zulieferern in Frankfurt unter Druck: Infineon (Kurswerte anzeigen) verloren 2,5 Prozent, die Titel von Dialog Semiconductor (Kurswerte anzeigen) sackten um sechs Prozent ab. Die in Frankfurt notierten Aktien von Apple  gaben bis zu 7,6 Prozent nach. Es sei das zweite Mal binnen zwei Jahren, dass Apple Schwierigkeiten in China habe, sagte ein Händler. Auch wenn es keine Überraschung sei, so schicke es doch Schockwellen durch die Tech-Branche.


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Wall Street im Minus: Atempause nach Rekordjagd

An der Wall Street starten die Indizes nach dem Feiertag am Montag mit einem Tag Verspätung in die neue Woche. Dow Jones  und Nasdaq Stock Market  notierten zuletzt jeweils knapp 1 Prozent im Minus.

Ein pessimistischer Ausblick von Apple  verdirbt US-Anlegern ein wenig die Laune. Apple  rutschten um 3,1 Prozent ab. Wegen der Coronavirus-Epidemie in China rechnet der iPhone-Hersteller nicht mehr damit, seine Umsatzziele für das laufende Quartal erreichen zu können. Apples Warnung werfe ein Schlaglich auf die möglichen Beeinträchtigungen anderer Firmen, die stark vom Geschäft mit China abhängig sind. Investoren warfen zunächst Aktien von Apple-Zulieferern aus ihren Depots. So verloren die Titel von Broadcom, Qualcomm, Qorvo oder Skyworks bis zu 2,5 Prozent.

Tesla Aktie steigt gegen den Trend

Gegen den Trend vollzog die Aktie des US-Elektroautobauers Tesla erneut einen Kurssprung und legte im frühen Handel um 7 Prozent auf 852 Dollar zu. Investoren setzten verstärkt darauf, dass der Elektroautobauer dauerhaft profitabel arbeiten könne, schrieb Analyst Toni Sacconaghi jr. vom Vermögensverwalter Bernstein. Schließlich tue sich die Konkurrenz in diesem Markt, dessen Volumen sich in den kommenden 20 Jahren verdreißigfachen werde, schwer. "Tesla ist der am stärksten wachsende große Technologiekonzern", fügt Sacconaghi hinzu. Daher sei die im Vergleich zu Netflix oder Amazon hohe Bewertung gerechtfertigt.

Stimmung in der Industrie verbessert

Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hat sich im Februar deutlich aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg um 8,1 Punkte auf 12,9 Zähler, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Mai 2019. Analysten hatten im Mittel einen geringfügigen Zuwachs auf 5,0 Punkte erwartet. Besonders deutlich verbesserten sich die Unterindikatoren zu den Neuaufträgen und den Lagerbeständen. Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit der Industrie im Bundesstaat New York. Der Indikator wird durch Befragungen von Unternehmensvertretern ermittelt. Abgefragt werden unter anderem die Lagerbestände, Preise, Auftragseingänge und Absatzzahlen. Ein Wert unter null Punkten signalisiert eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität. Positive Werte weisen auf Wachstum hin.

Euro kaum verändert

Der Euro hat sich am Dienstagmorgen kaum bewegt. Nach den deutlichen Kursverlusten in der vergangenen Woche hat sich die Gemeinschaftswährung damit weiter stabilisiert und das Niveau von Montag gehalten. Zuletzt wurde der Euro praktisch unverändert bei 1,0837 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0835 Dollar festgesetzt. Durch den Feiertag in den USA am Montag habe es kaum Impulse gegeben, hieß es von Marktbeobachtern.

Heute stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda. Ob der ZEW-Index dem Euro im Tagesverlauf neues Leben einhauchen kann, sei fraglich, schreibt die Commerzbank in ihrem Morgenkommentar. Mittlerweile sei klar, dass der Index im Februar aufgrund der Corona-Epidemie-Ängste in seinem Aufwärtstrend gestoppt worden ist. Auch die Helaba rechnet für den ZEW mit einer Ernüchterung. Ein Stimmungsrückgang sei wahrscheinlich, wodurch Sorgen zum Ausdruck kommen würden, dass die europäische Konjunktur unter dem Virus leidet.

Die Abwärtsdynamik des Euro habe zwar zuletzt etwas nachgelassen, schreibt die Helaba. Von einer Wende zum Besseren könne aber nicht gesprochen werden, denn der Abwärtsimpuls sei intakt.

Ölpreise fallen leicht

Die Ölpreise haben am Dienstag ihre jüngste Erholung unterbrochen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 57,12 US-Dollar. Das waren 55 Cent weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel auf 51,71 Dollar, das waren 34 Cent weniger als Montag. Größere Impulse hatte es zum Wochenauftakt wegen des Feiertags in den USA nicht gegeben.

In den vergangenen Tagen hatten die Erdölpreise etwas von ihren deutlichen Verlusten seit Jahresbeginn wieder gut gemacht. Investoren würden nach den fünf Tagen mit Gewinnen nun erst einmal durchatmen, hieß es am Markt.

Zudem würden zum einen die neuesten Nachrichten zu den Virusfolgen für den Ölmarkt verdaut, hieß es von Marktbeobachtern am Dienstag. Zum anderen würden die angekündigten Maßnahmen bewertet, wie die Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft abgefedert werden sollen. Zuletzt gab die chinesische Notenbank am Montag zusätzliches Zentralbankgeld an die Banken zu einem geringeren Zins aus.

Euro präsentiert sich stabil

Der Euro hat sich am Dienstagmorgen kaum bewegt. Nach den deutlichen Kursverlusten in der vergangenen Woche hat sich die Gemeinschaftswährung damit weiter stabilisiert und das Niveau von Montag gehalten. Zuletzt wurde der Euro praktisch unverändert bei 1,0837 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0835 Dollar festgesetzt. Durch den Feiertag in den USA am Montag habe es kaum Impulse gegeben, hieß es von Marktbeobachtern.

Heute stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda. Ob der ZEW-Index dem Euro im Tagesverlauf neues Leben einhauchen kann, sei fraglich, schreibt die Commerzbank in ihrem Morgenkommentar. Mittlerweile sei klar, dass der Index im Februar aufgrund der Corona-Epidemie-Ängste in seinem Aufwärtstrend gestoppt worden ist. Auch die Helaba rechnet für den ZEW mit einer Ernüchterung. Ein Stimmungsrückgang sei wahrscheinlich, wodurch Sorgen zum Ausdruck kommen würden, dass die europäische Konjunktur unter dem Virus leidet.

luk / rtr, dpa-afx
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