Freitag, 29. Mai 2020

Kaufrausch an der Börse Dax und MDax auf Rekordhoch, T-Aktie mit Kurssprung

Dax: Schwankungen an der Börse
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Dax: Schwankungen an der Börse

Der Dax erreicht ein neues Rekordhoch. Aktien der Deutschen Telekom und von Wirecard legen deutlich zu. Dagegen gerät die Aktie von Daimler nach einer Dividendenkürzung unter Druck.

Kaufrausch an der Börse: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Dienstag ungeachtet der Coronavirus-Krise ein weiteres Rekordhoch erreicht. Der Leitindex kletterte am Nachmittag zeitweise um 1,3 Prozent auf 13.667 Punkte. Damit wurde die Bestmarke von 13.640 Zählern aus dem Januar übertroffen. Zu den größten Kursgewinnern im Dax zählten die Aktien von Deutsche Telekom Börsen-Chart zeigen und Wirecard Börsen-Chart zeigen mit Gewinnen zwischen 2 und 4 Prozent. Den Handel auf dem Computersystem Xetra (17.30 Uhr) beendete der Dax dann bei 13.627 Punkten.

In der zweiten deutschen Börsenreihe waren die Indizes dem Dax wieder einmal einen Schritt voraus, sowohl der MDax Börsen-Chart zeigen als auch der Kleinwerte-Index SDax Börsen-Chart zeigen verbuchten früh neue Rekorde. Der MDax Börsen-Chart zeigen mit den mittelgroßen Werten gewann zuletzt 1,1 Prozent auf 29.212 Zähler. In der Eurozone legte der EuroStoxx Börsen-Chart zeigen 0,6 Prozent zu.

US-Kartellgericht: T-Mobile US darf Mobilfunker Sprint übernehmen

Auf der Unternehmensseite standen vor allem die Papiere der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen im Mittelpunkt. Die T-Aktien kletterten mit einem Plus von 4 Prozent an die Spitze des Dax. Ein US-Richter hat der Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Rivalen Sprint am Dienstag zugestimmt. Eine lange Hängepartie geht damit zu Ende. Die Aktie von T-Mobile US stieg in den USA unterdessen auf ein Rekordhoch, die Aktie von Sprint legte sogar um rund 60 Prozent zu.

Die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard Börsen-Chart zeigen startete am Dienstag erneut einen Ausbruchsversuch über der Marke von 140 Euro. Anleger rechnen damit, dass in Kürze der externe Wirtschaftsprüfer seinen Prüfbericht zur Bilanzierung des häufig attackierten Finanzdienstleisters vorlegt.

Daimler kürzt Dividende, Aktie schwächer als der Dax

Bei Daimler Börsen-Chart zeigen konnten sich die Anleger nach vorgelegten Jahreszahlen nicht für eine klare Richtung entscheiden. Eine deutlich gekürzte Dividende, aber gutes Feedback für die Liquidität erschwerte die Orientierung. Zuletzt pendelten sich die Papiere im hinteren Dax-Drittel bei einem moderaten Plus von 0,1 Prozent ein. Sektorweit war die Stimmung gut, VW und BMW Börsen-Chart zeigen gehörten mit bis zu 1,6 Prozent zu den Gewinnern.

Metro im Blick: Real vor dem Verkauf

Auch Metro Börsen-Chart zeigen stand wegen der lange unsicheren Zukunft eines Tochterunternehmen im Fokus, die Aktien reagierten darauf mit einem Anstieg um ein halbes Prozent aber deutlich gezügelter. Der Handelskonzern steht vor der Einigung auf einen Verkauf der Supermarkttochter Real für eine Milliarde Euro. Einem Händler zufolge geht damit ein Prozess zu Ende, der länger als ursprünglich erwartet dauerte.

Delivery Hero Börsen-Chart zeigen gaben derweil im Index mittelgroßer Werte ein schwankendes Bild ab. Anfänglich kritische Stimmen zum Ausblick mit einem unerwartet hohen operativen Verlust verflachten und die Aktien drehten mit 3,2 Prozent ins Plus auf ein Rekordhoch. Neben den Wachstumsperspektiven des Essenslieferdienstes wurden auch Spekulationen über einen möglichen Dax-Aufstieg als Treiber angesehen.


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Wall Street: Dow und Nasdaq setzen Rekordjagd fort

Nachlassende Sorgen über die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie dürften am Dienstag den Weg zu neuen Rekorden an den US-Börsen frei geben. Im Fokus stehen zugleich die Einschätzungen des US-Notenbankpräsidenten. Fed-Chef Jerome Powell spricht vor dem Kongress.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen startete mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 29 361 Punkte in den Handel. Bis zum Rekordhoch bei 29 408 Punkten ist es damit nicht mehr weit. S&P 500 und die Nasdaq Börsen Börsen-Chart zeigen Börsen hatten bereits am Vortag wieder neue Höchstmarken erreicht.

Im Blickpunkt standen Telekom-Aktien: Während die Aktien von T-Mobile um 10 Prozent und die von Sprint sogar um mehr als 60 Prozent hochsprangen, legten auch die Anteile von Verizon und AT&T um jeweils rund 1 Prozent zu. Mit der Fusion dürfte sich der Konkurrenzkampf und damit auch der Preisdruck auf dem US-Telekommarkt verringern, hieß es dazu von Marktbeobachtern.

Under Armour verliert zweistellig

Ein überraschend schwacher Ausblick auf das laufende Jahr brachte die Aktien von Under Armour vor dem Handelsstart mit minus 14 Prozent unter Druck. Der Hersteller von Sportbekleidung rechnet für 2020 mit einem Umsatzrückgang und stellte zudem eine mögliche Restrukturierung in Aussicht. Auch der Reifenhersteller Goodyear enttäuschte mit seinen Zahlen zum vierten Quartal, was der Aktie ein vorbörsliches Minus von knapp 3 Prozent eintrug.

Euro knapp über Viermonatstief

Der Euro hat die jüngsten Kursverluste am Dienstag vorerst nicht fortgesetzt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0911 US-Dollar gehandelt und damit knapp über dem Viermonatstief, das am Vorabend bei 1,0908 Dollar erreicht wurden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,0951 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter erklärten die Kursschwäche des Euro mit zuletzt enttäuschenden Konjunkturdaten aus dem gemeinsamen Währungsraum. So waren unter anderem Daten zur Industrieproduktion in den größten Euro-Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien durchweg enttäuschend ausgefallen. Außerdem belastet nach wie vor die Sorge vor den Folgen der Coronavirus-Krise die Stimmung an den Finanzmärkten. Das neuartige Coronavirus hat in China schon mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet.

Ölpreise steigen etwas nach Talfahrt

Die Ölpreise sind am Dienstag nach der jüngsten Talfahrt gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 54,11 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg ebenfalls geringfügig um 67 Cent auf 50,24 Dollar. Die Coronavirus-Krise bleibt nach wie vor ein bestimmendes Thema an den Finanzmärkten. Die jüngste Entwicklung konnte die Ölpreise aber zuletzt nicht weiter belasten.

mit Nachrichtenagenturen

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