Dienstag, 26. Mai 2020

Börse Dax legt in ruhigem Handel zu - Rekordhoch beim MDax

Dax-Kurve in Frankfurt

Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am ersten Handelstag nach der Weihnachtspause etwas zugelegt. In einem ruhigen Börsenumfeld schloss der deutsche Leitindex am Freitag 0,27 Prozent höher bei 13.337,11 Punkten. Ein wenig Rückenwind erhielt das Börsenbarometer von der Wall Street, wo die wichtigsten Aktienindizes abermals Bestmarken erreicht hatten. Auf Wochensicht schaffte der Dax damit aber lediglich ein Plus von 0,14 Prozent.

Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Werte erreichte kurz nach dem Börsenstart ebenfalls einen neuen Rekord, prallte dann aber wieder zurück. Am Ende stand der Index der mittleren Werte 0,03 Prozent tiefer bei 28 537,47 Punkten.

Insgesamt verlief der Handel vor dem Wochenende ruhig, da viele Investoren die Bücher bereits geschlossen und sich in den Urlaub verabschiedet haben. Zuletzt hatte vor allem die Teileinigung im US-chinesischen Handelsstreit die Börsen weltweit angeschoben. Der Dax hatte in der vergangenen Woche mit 13.425 Punkten den höchsten Stand seit Anfang 2018 erreicht, seit Jahresbeginn hat der deutsche Leitindex aktuell rund ein Viertel hinzugewonnen. Eine neue Bestmarke blieb dem Börsenbarometer jedoch bislang verwehrt. Das Rekordhoch des Dax beläuft sich auf 13.596 Punkte.


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An der Wall Street haben Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China am vorletzten Börsentag des Jahres für Kauflaune gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete am Freitag 0,3 Prozent fester bei 28.692 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 3247 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent auf 9049 Punkte. Der S&P war nur noch einen halben Prozentpunkt von seinem stärksten Jahresgewinn seit 1997 entfernt.

Das Handelsabkommen zwischen den USA und China steht im Fokus, sagte Peter Cardillo, Marktexperte beim Finanzdienstleister Spartan Capital Securities in New York. Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt haben sich in ihrem Zollstreit bereits auf ein erstes Teilabkommen geeinigt, aber die Unterzeichnung steht noch aus. Cardillo ergänzte, der Druck auf die globale Wirtschaft sollte nun nachlassen. "Das reduziert die Gefahr einer weltweiten Rezession", sagte er.

Die Tesla-Titel legten zwischenzeitlich um ein Prozent zu und kosteten damit mit 435,31 Dollar so viel wie nie. Der Elektroauto-Pionier kündigte an, am 30. Dezember die ersten in China produzierten Fahrzeuge des Typs Model 3 auszuliefern.

Der Goldpreis Börsen-Chart zeigen stieg auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten. Am frühen Morgen wurde das Edelmetall an der Börse in London zeitweise für 1514,09 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) gehandelt. Das ist der höchste Preis seit Anfang November. Nach Einschätzung von Experten hat die jüngste Dollar-Schwäche dem Goldpreis zuletzt Auftrieb verliehen.

Im Verlauf der Woche hat sich Gold deutlich verteuert und der Preis für das Edelmetall steuert auf den stärksten Gewinn auf Wochensicht seit August hin. Im gleichen Zeitraum hat sich der US-Dollar im Handel mit dem Euro um etwa ein halbes Prozent abgeschwächt. Am Freitag stieg der Euro Börsen-Chart zeigen auf 1,1153 Dollar.

Gold wird auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt. Daher macht eine schwächere US-Währung das Edelmetall in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger und steigert so die Nachfrage.

Generell wird der Goldpreis aber vor allem durch die extrem niedrigen Zinsen führender Notenbanken gestützt. Außerdem kaufen derzeit Notenbanken von Schwellenländern wie Russland oder der Türkei verstärkt Gold, um ihre Reserven unabhängiger von der US-Währung zu machen.

Der Ölpreis stieg auf den höchsten Stand seit mehr als drei Monaten. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent Börsen-Chart zeigen kostete mit 68,10 Dollar 0,3 Prozent mehr und so viel wie seit September nicht mehr. Leichtes US-Öl verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 61,87 Dollar.

ak/dpa/reuters

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