Samstag, 18. Januar 2020

Börse Dax steigt, Dow und Nasdaq setzen Rekordjagd fort

Kursgewinne am Freitag: Dax-Kurve in Frankfurt

Der Dax steigt am Freitag zeitweise über die Marke von 12.300 Punkten. Als defensiv geltende Papiere sind derzeit gefragt. An der Wall Street setzen die Indizes ihre Rekordjagd fort.

Kursgewinne am Hexensabbat: Am Freitag baute der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen seine Gewinne bis zum Mittag aus und stieg zeitweise wieder über die Marke 13.300 Punkten. Am frühen Nachmittag notierte der deutsche Leitindex rund 0,6 Prozent fester bei 13.291 Punkten. Im MDax Börsen-Chart zeigen ging es zuletzt noch um 0,3 Prozent nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen rückte gar um 0,7 Prozent vor.

Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Aktien Deutsche Börse, RWE, Linde und Henkel mit Kurszuwächsen zwischen 2,36 und 1,32 Prozent. Am heutigen "Hexensabbat" laufen bis zum Mittag Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus.

Vom Rekordhoch knapp 300 Punkte entfernt

Nachdem der Dax noch am Montag mit 13 425 Punkten auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen war, ging es zuletzt wieder leicht abwärts. Vom bisherigen Rekordhoch aus dem Januar 2018 von 13 596 ist der deutsche Leitindex rund 300 Punkte (2,5 Prozent) entfernt.

Rekordjagd an der Wall Street geht weiter

An den US-Börsen haben Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen ihre Rekordjagd zunächst fortgesetzt. Der Dow Jones stieg auf einen neuen Höchststand von 28.475 Punkten, während der Nasdaq Stock Market Börsen-Chart zeigen die Marke von 8660 Zählern überwand .

Mit einem vorläufigen Burgfrieden im US-chinesischen Handelskonflikt und dem nun kommenden Brexit sind vorerst zwei große politische Unsicherheitsquellen vom Tisch. Zudem spielt das Amtsenthebungsverfahren von US-Präsident Donald Trump an den Märkten keine wesentliche Rolle. Der Senat, der mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit dafür stimmen müsste, wird von Republikanern dominiert. Dass es dazu kommt, gilt als äußerst unwahrscheinlich.

Nike nach Zahlen etwas schwächer, Kursrally bei Blackberry

Bei den Unternehmen stand am Donnerstag nach Börsenschluss Nike Börsen-Chart zeigen mit seinen Zahlen aus dem zweiten Geschäftsquartal im Fokus. Der Sportartikelhersteller steigerte Umsatz und Ergebnis zuletzt deutlich - unterm Strich kam ein Plus von rund einem Drittel heraus. An der Börse gab die Aktie allerdings zuletzt vor Handelsbeginn um 1,6 Prozent nach. Allerdings hatte der Kurs zuletzt auch sehr stark zugelegt.

Noch stärker abwärts ging es für den Stahlproduzenten US Steel , dessen Aktie nach einer Gewinnwarnung und angekündigten Werksschließungen sowie einer Kürzung der Dividende vorbörslich um 8,3 Prozent absackte. Es seien harte Nachrichten gewesen, schrieb ein Händler diesbezüglich.

Der kanadische Smartphone-Hersteller Blackberry Börsen-Chart zeigen war angesichts übertroffener Gewinnerwartungen im dritten Quartal stark gefragt: Die Aktie gewann vor Handelsbeginn rund 10 Prozent dazu.


Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow Jones in Echtzeit auf einen Blick


Johnson lässt über Brexit-Abkommen abstimmen

An diesem Freitagnachmittag will Großbritanniens Premierminister Boris Johnson im Parlament über sein Brexit-Abkommen abstimmen lassen. Gleichzeitig soll eine Verlängerung der bis Ende 2020 vorgesehenen Übergangsfrist ausgeschlossen werden. Da seine Partei der konservativen Tories inzwischen die Mehrheit der Sitze hat, gilt eine Zustimmung als sicher.

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage am Morgen dürftig. Adidas Börsen-Chart zeigen stehen nach Zahlen des US-Konkurrenten Nike Börsen-Chart zeigen im Blick. Der weltgrößte Sportartikelhersteller hatte am Vorabend starke Umsatz- und Ergebnis-Kennziffern für das vergangene Geschäftsquartal präsentiert. So stieg der Nettogewinn um fast ein Drittel auf mehr als eine Milliarde Dollar.

Ceconomy Börsen-Chart zeigen-Aktien könnten nach einer Kaufempfehlung durch die Baader Bank einen Blick wert sein. Die Papiere waren am Dienstag eingebrochen, nachdem der Elektronikhändler einen erneuten Dividendenausfall angekündigt hatte. Von diesen Verlusten hat sich der Kurs inzwischen erholt und sogar noch deutlich hinzugewonnen. Baader-Analyst Volker Bosse lobte in seiner Studie, dass der Konzernumbau allmählich Ergebnisse zeige.

Euro knapp über 1,11 US-Dollar

Der Euro hat sich am Freitag trotz leichter Kursverluste über der Marke von 1,11 US-Dollar halten können. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1115 Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1117 Dollar festgesetzt.

Vor dem Wochenende stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Plan, die am Devisenmarkt für Bewegung sorgen könnten. Von Interesse sind Wachstumsdaten aus den USA zur Wirtschaftsentwicklung im dritten Quartal. Allerdings handelt es sich um eine dritte Schätzung, die normalerweise nur leicht korrigiert wird. In der Eurozone stehen einige nationale Wirtschaftszahlen mit zumeist wenig Marktrelevanz an.

Ölpreise halten sich bei Dreimonatshoch

Die Ölpreise haben am Freitag in der Nähe ihrer dreimonatigen Höchststände notiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 66,65 US-Dollar. Das waren elf Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel dagegen leicht auf 61,16 Dollar.

Am Donnerstag waren die Erdölpreise jeweils auf dreimonatige Höchststände gestiegen. Am Markt werden zwei Hauptgründe für die Preisaufschläge in den vergangenen Wochen genannt. Zum einen wird auf das Teilabkommen im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit verwiesen. Das Abkommen ist zwar noch nicht unterzeichnet worden. Die Einigung hat aber merklich zur Deeskalation zwischen den beiden großen Wirtschaftsnationen beigetragen.

Zum anderen werden die steigenden Rohölpreise mit der neuerlichen Produktionskürzungen durch das Ölkartell Opec begründet. Zusammen mit weiteren großen Fördernationen wie Russland hatte die Opec vor einigen Wochen beschlossen, bereits bestehende Kürzungen zu verschärfen. Fachleute sind allerdings skeptisch, ob der Schritt ausreicht, um das steigende Angebot insbesondere aus den USA auszugleichen.

mit Nachrichtenagenturen

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