Donnerstag, 5. Dezember 2019

Börse Dax schließt über 13.000 Punkten

Dax-Kurve in der Deutschen Börse

Gerüchte über Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China treiben den Dax in die Gewinnzone. In den USA sind die Aktien von Salesforce und von Alphabet gefragt.

Ein neuer Hoffnungsschimmer im Zollstreit zwischen den USA und China hat dem Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch frische Aufwärtsimpulse beschert. Nach zwei schwachen Handelstagen erholte sich der deutsche Leitindex mit plus 1,2 Prozent auf 13.140,57 Punkte spürbar. Der MDax Börsen-Chart zeigen legte um 1,3 Prozent auf 27.241,08 Punkte zu.

Es waren neuerliche Spekulationen über den Handelsstreit, die die Erholung befeuerten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg an diesem Tag nun aus informierten Kreise berichtete, soll es doch wieder eine Annäherung zwischen den Streitparteien geben.

Das reichte den Anlegern, um wieder ins Risiko zu gehen und Aktien zu kaufen. Der Tag rückt näher, ab dem die USA neue Strafzölle auf chinesische Waren geplant haben. "Die Zeit tickt, um dies noch zu verhindern", sagte ein Börsianer unter Verweis auf den 15. Dezember.

An der Dax-Spitze standen die Aktien von Bayer Börsen-Chart zeigen und Fresenius Börsen-Chart zeigen mit Gewinnen von je rund 2 Prozent. Zu den Verlierern zählten die Papiere von Vonovia Börsen-Chart zeigen, die mehr als 1 Prozent abgaben.

Wall Street: Dow Jones startet mit Gewinnen, Salesforce gefragt

An der Wall Street lag der Dow Jones Börsen-Chart zeigen um 0,7 Prozent im Plus. Von seinem Rekordhoch bei 28 174 Punkten aus der Vorwoche war der US-Leitindex zuletzt um bis zu 3 Prozent abgesackt.

Unter den Einzelwerten sollten die Anleger vor allem Salesforce Börsen-Chart zeigen und Workday nach deren Zwischenberichten im Auge behalten. Während Salesforce vorbörslich nur leicht nachgaben, sackten die Papiere des Anbieters cloud-basierter Computersoftware deutlich ab. Analysten monierten den Ausblick, der auf langsameres Wachstum hindeute.

Papiere der Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen legten derweil zu. Google-Chef Sundar Pichai übernimmt nach dem Rückzug der beiden Gründer aus dem Tagesgeschäft nun auch hier die Führung. Larry Page und Sergey Brin, die Google vor mehr als 20 Jahren gegründet hatten, behalten aber weitgehend die Kontrolle bei dem Internet-Konzern durch besondere Aktien mit mehr Stimmrechten. Zugleich zementiert die Doppelrolle von Pichai die Dominanz von Google innerhalb des Alphabet-Geflechts.

Ölpreis steigt, Gold dreht ins Minus

Der neu gewonnene Optimismus spiegelte sich auch am Rohstoffmarkt wider: Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verdoppelte ihren Kursgewinn und verteuerte sich um bis zu 1,5 Prozent auf 61,74 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Ölpreis profitierte Börsianern zufolge zusätzlich von Spekulationen, dass sich die Opec mit ihren Verbündeten bei den anstehenden Beratungen auf eine Verschärfung ihrer Förderbremse einigt.

Aus der "Krisen-Währung" Gold zogen sich Investoren dagegen zurück. Das Edelmetall beendete seinen Anstieg vorerst und verlor 0,2 Prozent auf 1474,64 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Die schwache Tendenz an den übrigen Weltbörsen stellt die Erholung hierzulande aber auf wackelige Beine: Nachdem US-Präsident Donald Trump erst vor wenigen Tagen die sogenannten Hongkong-Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone unterzeichnet hatte, beschloss das US-Repräsentantenhaus nun ein Gesetz zur Unterstützung der Menschenrechtslage der Uiguren im Nordwesten Chinas. China zeigte sich empört. Hinzu kommen zuletzt entstandene neue Schauplätze des Zollkonflikts unter anderem mit Frankreich.


Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow Jones in Echtzeit auf einen Blick


Euro kurz auf Monatshoch

Der Euro Börsen-Chart zeigen ist am Mittwoch leicht gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1090 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zeitweise war der Euro auf einen einmonatigen Höchststand gestiegen, die Gewinne konnten aber nicht ganz gehalten werden.

Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Kursgewinne im Tagesverlauf deutlich ausgeweitet. Für Auftrieb sorgten als positiv gewertete Nachrichten zum Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zuletzt kostete ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen 62,98 US-Dollar. Das waren 2,16 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 2,12 auf 58,22 Dollar.

mit Nachrichtenagenturen

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung