Samstag, 14. Dezember 2019

Börse Zollquerelen bremsen Dax-Erholung aus

Kursrutsch im Dax: Kurstafel im Frankfurter Handelssaal
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Kursrutsch im Dax: Kurstafel im Frankfurter Handelssaal

Nach dem Kursrutsch vom Vortag startete der Dax einen Erholungsversuch. Zu Börsenschluss schafft der deutsche Leitindex indes nur ein Mini-Plus und bleibt unter 13.000 Punkten. Der Zollstreit zwischen USA und Frankreich sowie neue Aussagen von Börsenschreck Donald Trump belasten die Börsen. Auch der Dow Jones gibt nach.

Weitere Zollandrohungen aus den USA haben am Dienstag den Erholungsversuch am deutschen Aktienmarkt ausgebremst. Der Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen kämpfte mit der Marke von 13 000 Punkten. Letztlich beendete er den Handel mit einem kleinen Plus von 0,19 Prozent auf 12.989,29 Punkte. Der MDax Börsen-Chart zeigen für mittelgroße Werte gab um 0,49 Prozent auf 26.897,14 Punkte nach.

Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets sprach von "schizophrenen Zügen" im Handelsstreit. Dabei verwies er darauf, dass sich die Anleger unentwegt mit widersprüchlichen Aussagen zum Zollkonflikt zwischen den USA und China auseinandersetzen müssen - auch an diesem Dienstag wieder. Da ließ US-Präsident Donald Trump unter anderem verlautbaren, es sei vielleicht besser, jegliche Unterzeichnung von Abkommen auf die Zeit nach den US-Wahlen zu verschieben, die Anfang November 2020 anstehen.

Zusätzlich wurde außerdem Frankreich von Trump mit Zollandrohungen attackiert. Im Tagesverlauf gab es dann wieder versöhnliche Töne, und Frankreich setzt nun im Streit mit den USA um eine Digitalsteuer auf eine gemeinsame Lösung.

Europaweit reagierten die Aktienmärkte auf diese neuen Aussagen deutlich negativer: Der EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen verlor weitere 0,43 Prozent auf 3610,99 Punkte, nachdem er - wie auch der Dax - am Montag bereits um gut zwei Prozent abgesackt war. Verluste wurden zudem an den Börsen in Paris und London verzeichnet.

In den USA sank der Dow Jones Industrial Börsen-Chart zeigen zum europäischen Börsenschluss um 1,5 Prozent.

MTU legt kräftig zu, Airbus und RTL sacken ab

Unter den Einzelwerten im Dax waren die Aktien von MTU Aero Engines Börsen-Chart zeigen Favorit mit plus 3,6 Prozent. Nach dem Kapitalmarkttag des Triebwerksherstellers am Donnerstag gab es zahlreiche Analystenkommentare, darunter aktuell auch einen der Bank of America. Sie rät nun zum Kauf der Papiere. Der Konzern aus München will 2020 weiter vom Wachstum der zivilen Luftfahrt profitieren und sein operatives Ergebnis spürbar steigern. Zudem soll gemeinsam mit dem französischen Technologiekonzern Safran bis Ende 2021 ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden. Ziel ist die Entwicklung und Herstellung eines neuen Triebwerks für die nächste europäische Kampfflugzeuggeneration.

Im MDax verloren die Aktien des Flugzeugbauers Airbus Börsen-Chart zeigen 4,4 Prozent. Die USA erwägen im Konflikt um verbotene Staatshilfen noch höhere Vergeltungszölle auf EU-Produkte als ohnehin schon geplant.

Mit minus 5,3 Prozent waren die RTL-Papiere Börsen-Chart zeigen Schlusslicht im Index der mittelgroßen Werte. Ebenso wie die Aktien des Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer werden sie am 23. Dezember aus dem marktbreiten europäischen Stoxx 600-Index entfernt. Dagegen können sich die Anleger des Kochboxenversenders Hellofresh auf dessen Aufnahme freuen. Während die Anteile von Hellofresh davon letztlich mit plus 1,0 Prozent profitierten, reagierten die Aktien von Gerresheimer kaum mit minus 0,2 Prozent.


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Wall Street: Dow Jones und Nasdaq geben weiter nach

Euro steigt leicht

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen ist am Dienstag nach den deutlichen Vortagesgewinnen nochmals leicht gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1071 (Montag: 1,1023) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9032 (0,9071) Euro.

Bereits am Montag hatten unter anderem besser als erwartet ausgefallene Stimmungsdaten auf den Industrieunternehmen der Eurozone für Auftrieb gesorgt, während Kennzahlen zur Industriestimmung in den USA enttäuschten.

Ölpreise legen etwas zu

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 61,07 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 21 Cent auf 56,17 Dollar.

Das Interesse der Anleger am Ölmarkt richtet sich immer stärker auf das Ende der Woche anstehende Treffen der Opec+, einem Zusammenschluss von Mitgliedsstaaten des Ölkartells mit verbündeten Ölstaaten wie Russland. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich die Opec+ zu einer stärkeren Kürzung der Fördermenge durchringen kann. Die meisten von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten gehen davon aus, dass die bereits bestehende Förderkürzung unverändert bestehen bleibt.

Auch Kim So Hyun, Rohstoffexperte beim koreanischen Finanzdienstleister Daishin Securities, rechnet bei dem an diesem Donnerstag in Wien beginnenden Treffen der Opec+ eher nicht mit Änderungen an der bestehenden Förderkürzung. In diesem Fall dürften die Ölpreise in die Nähe der Marke von 50 Dollar zurückfallen, sagte der Experte.

mit Nachrichtenagenturen

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