Mittwoch, 29. Januar 2020

Gewinne an der Börse - MDax erreicht Rekordniveau Dax steigt, US-Börsen vor Thanksgiving in Rekordlaune

Bulle und Bär: Der Dax nähert sich seinem Rekordhoch. Der MDax hat am Dienstag bereits ein Rekordhoch markiert
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Bulle und Bär: Der Dax nähert sich seinem Rekordhoch. Der MDax hat am Dienstag bereits ein Rekordhoch markiert

US-Präsident Donald Trump spricht über "Geburtswehen" eines Handelsdeals mit China. Das hatte schon die US-Indizes auf Rekordstände getrieben. Auch hierzulande sind Anleger optimistisch.

In der Hoffnung auf eine baldige Unterzeichnung des geplanten Teil-Handelsabkommens zwischen den USA und China steigen weitere Anleger in den deutschen Aktienmarkt ein. Der Dax Börsen-Chart zeigen ging mit plus 0,4 Prozent auf 13.287 Punkte aus dem Handel. Damit ist ein neues 14-Monats-Hoch in Reichweite - aktuell liegt es bei 13.374 Zählern. Auch von seinem Rekordhoch von 13.590 Punkten ist der Dax nicht mehr weit entfernt. Der MDax Börsen-Chart zeigen der mittelgroßen Börsentitel war bereits am Vortag auf ein Rekordhoch geklettert.

Die Hinweise auf Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China verdichten sich: US-Präsident Donald Trump zufolge steht im Handelsstreit der Abschluss eines Teilabkommens unmittelbar bevor. "Wir sind in den letzten Geburtswehen eines sehr wichtigen Abkommens", sagte Trump. Die Gespräche liefen "sehr gut".

Aroundtown erfreut, Knorr-Bremse enttäuscht

Zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt zählte Aroundtown, die sich um 3,3 Prozent verteuerten. Das Quartalsergebnis der Immobilienfirma sei besser als erwartet ausgefallen, schrieb Analyst Georg Kanders vom Bankhaus Lampe. Er bekräftige daher seine Kaufempfehlung. Die Titel des Aroundtown-Fusionspartners TLG Börsen-Chart zeigen legten 2,9 Prozent zu.

Die Papiere von Knorr-Bremse verloren dagegen trotz eines Umsatz- und Gewinnanstiegs 0,9 Prozent. Der Autozulieferer habe schlechter abgeschnitten als erwartet, sagte ein Börsianer.


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Wall Street: US-Börsen vor Thanksgiving weiterhin auf Rekordniveau

Am Tag vor dem US-Erntedankfest sieht es an der Wall Street nach einer Fortsetzung der Rekordrally aus. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notiert bei 28 158 Punkten und damit so hoch wie nie zuvor. , Auch beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 könnte die Rekordrally sich fortsetzen.

Als Stütze wird am Markt die zuletzt wieder gestiegene Hoffnung angesehen, dass zwischen den USA und China vielleicht doch noch in diesem Jahr ein Teilabkommen unterzeichnet wird. Im Mittelpunkt steht dabei die Aussage von Donald Trump vom Vortag, wonach eine Einigung unmittelbar bevorstehe. Die Gespräche liefen "sehr gut", fügte der US-Präsident hinzu.

Donnerstag wird nicht gehandelt in USA

Auf der Agenda stehen am Mittwoch vor dem Feiertag "Thanksgiving" zahlreiche US-Konjunkturdaten, darunter eine BIP-Revision für das dritte Quartal und Auftragseingänge für langlebige Güter, die vorbörslich zunächst ohne merklichen Einfluss auf die Kurse blieben. Später folgen unter anderem noch Daten vom Immobilienmarkt und zwei Stunden vor US-Schluss der Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank.

Da am Donnerstag wegen des Feiertags nicht gehandelt wird, rechnen Börsianer zur Wochenmitte bereits mit sinkenden Börsenumsätzen, da sich Anleger vermehrt in ein verlängertes Wochenende verabschiedeten. Geprägt sein wird dieses auch vom Weihnachtsgeschäft, das am Freitag im US-Einzelhandel mit dem "Black Friday" auf Touren kommt. Kurz darauf geht die Schnäppchenjagd der Verbraucher dann am "Cyber Monday" in den Online-Shops weiter.

HP nach Quartalszahlen gefragt

Gemischte Reaktionen gibt es vorbörslich auf die Zahlen der US-Computerhersteller Dell und HP . Für Dell ging es wegen einer gesenkten Umsatzprognose um 4 Prozent abwärts. Trotz guter Nachfrage begründete der Konzern diesen Schritt mit Problemen von Intel bei der Lieferung von PC-Chips.

Der PC- und Druckerhersteller HP Inc hingegen überzeugte mit einem besser als erwarteten vierten Quartal, die Titel rückten vorbörslich um 1,5 Prozent vor. Schlagzeilen macht dort auch das laufende Übernahmerennen: Mangels Unterstützung durch HP bereitet Konkurrent Xerox nun ein feindliches Übernahmeangebot vor. Die über 30 Milliarden Dollar schwere Kaufofferte soll nun direkt den HP-Aktionären unterbreitet werden.

Boeing: FAA hat keine Eile

Auch die Aktien von Boeing sind für Anleger einen Blick wert, weil die US-Luftfahrtaufsicht FAA beim 737 Max keine Eile geboten sieht. Sie dämpfte mit einer entsprechenden Mitteilung die Hoffnung auf eine schnelle Wiederzulassung des Unglücksjets. Die Papiere des Flugzeugbauers verloren vorbörslich 1,3 Prozen

Nikkei mit Gewinnen, US-Börsen auf Rekordhoch

Die Spekulationen auf eine baldige Unterzeichnung des Handelsabkommens zwischen den USA und China gaben auch der japanischen Börse Rückenwind. Der Nikkei-Index Börsen-Chart zeigen legte am Mittwoch 0,3 Prozent auf 23.438 Punkte zu. Die Börse Shanghai verlor dagegen wegen enttäuschender Konjunkturdaten 0,2 Prozent auf 2901 Zähler.

Euro etwas leichter

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch im frühen Handel etwas nachgegeben. Am Morgen kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1010 US-Dollar und damit moderat weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1020 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte können sich Analysten und Anleger auf zahlreiche Konjunkturdaten einstellen. In den USA wird vor dem Thanksgiving-Fest ein ganzer Schwung an Zahlen veröffentlicht. Im Mittelpunkt dürften gesamtwirtschaftliche Wachstumsdaten für das dritte Quartal und Zahlen zur Investitionsneigung der Unternehmen stehen. In Europa werden dagegen nur wenige Wirtschaftsdaten veröffentlicht.

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel leicht gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen 64,08 US-Dollar. Das waren 19 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 18 Cent auf 58,23 Dollar.

Händler erklärten die leichten Preisabschläge mit dem etwas festeren US-Dollar, der Rohöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums verteuerte und die Nachfrage belastete.

mit Nachrichtenagenturen

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