Mittwoch, 29. Januar 2020

Börse Börsenfieber - US-Aktien auf Rekordhoch

Continental: Die Aktie hat sich in dieser Woche deutlich erholt

Der Dax nähert sich wieder der Marke von 13.000 Zählern. In den USA klettert der marktbreite S&P 500 klar über die Marke von 3000 Zählern und steigt damit auf ein Rekordhoch.

Der Dax Börsen-Chart zeigen notiert zum Ausklang einer weiteren starken Börsenwoche kaum verändert. Zuletzt notierte er 0,1 Prozent im Plus bei 12.890 Punkten. Tags zuvor war der Leitindex auf 12.914 Punkte und damit auf das höchste Niveau seit Juni 2018 vorgestoßen. Seit Anfang Oktober, als die jüngste deutliche Aufwärtsbewegung begann, sind es in der Spitze 8,7 Prozent gewesen.

Zu den Gewinnern im Dax gehörten im frühen Handel die Aktien von Daimler Börsen-Chart zeigen und Continental Börsen-Chart zeigen, die ihre in dieser Woche begonnene Erholung fortsetzten. Auch Aktien des Chipherstellers Infineon waren gesucht.

Dagegen gaben die Aktien von MTU nach enttäuschenden Quartalszahlen weiter nach, auch die Aktie von Henkel verlor rund 3 Prozent. manager magazin hatte am Vortag gemeldet, dass Henkel-Chef Hans van Bylen von Finanzchef Carsten Knobel abgibt. Der Konzern bestätigte dies wenig später.

Intel-Ausblick stützt Infineon

Einzelwerte im Dax profitierten von Nachrichten aus den USA. So hob der US-Chipkonzern Intel Börsen-Chart zeigen nach einem starken dritten Quartal seine Prognose für das gesamte Jahr an, was auch auf die Aktien von Infineon Börsen-Chart zeigen abstrahlte. Die Aktien kletterten zuletzt um rund 2 Prozent.

Wall Street im Plus: Intel hebt ab, S&P 500 erreicht Rekordhoch

Für Aufsehen an den US-Börsen hat am Freitag Intel mit einem höheren Umsatzziel für das Gesamtjahr gesorgt. Anleger griffen daraufhin beherzt zu und sorgten für ein Kursplus der Aktie von 7 Prozent. Damit lagen die Papiere des Halbleiterkonzerns klar an der Spitze des Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen. Dieser rückte zuletzt um 0,7 Prozent auf 27.000 Punkte vor und ist damit nicht mehr weit von seinem Rekordhoch entfernt. Der marktbreite Index S&P 500 kletterte unterdessen auf 3028 Punkte und damit auf ein Rekordhoch.

Bewegung im Handelsstreit

Am Markt werden die jüngsten Entwicklungen in puncto Brexit und Handelsstreit weiter gespannt verfolgt. US-Vizepräsident Mike Pence warf China zwar den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen in großem Stil und weitere unfaire Handelspraktiken vor. Gleichzeitig zeigte er sich jedoch zuversichtlich, dass es den beiden größten Volkswirtschaften noch gelingen kann, auf der Basis von gegenseitigem Respekt ein umfassendes und faires Handelsabkommen abzuschließen. Die USA wollten Peking nicht aus dem globalen Wirtschaftssystem ausschließen, betonte Pence in einer Rede zur China-Politik der US-Regierung.

Die Aktie von Amazon Börsen-Chart zeigen, die am Vorabend mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen enttäuscht hatte, konnte ihre Verluste von zeitweise 7 Prozent auf zuletzt nur noch 3 Prozent reduzieren.

Aktie von United Internet erneut unter Druck

Wegen eines für 1&1 Drillisch Börsen-Chart zeigen nachteiligen Schiedsspruches rechnet der Telekomkonzern United Internet Börsen-Chart zeigen im laufenden Jahr für sich und seine Tochter nun mit einem geringeren operativen Ergebnis (Ebitda). Hintergrund ist ein Streit mit Telefonica Deutschland über rückwirkende Preissenkungen für den Zugang von 1&1 zu deren Netz. Beide büßten auf Tradegate vorbörslich kräftig ein.


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In den Blick könnte zudem rücken, dass sich Rocket Internet am Kabelnetzbetreiber Tele Columbus beteiligt hat und seinen Stimmrechtsanteil innerhalb der nächsten zwölf Monate weiter erhöhen will. Die Investition - aufgebaut wurde ein bisher etwas mehr als zwölfprozentiger Anteil - dient laut der Beteiligungsgesellschaft dem strategischen Ziel, ein weltweites Netzwerk von Tech-Unternehmen auf- und auszubauen. Während die Papiere von Rocket auf Tradegate kaum reagierten, legten die von Tele Columbus deutlich zu.

Zudem könnten Analystenurteile bewegen. So strich die HSBC nach dem Kurssprung der Aktie von Kion Börsen-Chart zeigeninfolge starker Quartalszahlen am Vortag ihre Kaufempfehlung. Die Commerzbank tat dasselbe bei Siltronic . Dabei wurde ebenfalls auf Kursgewinne verwiesen. Allerdings hieß es noch, dass die besser als befürchtet ausgefallenen Quartalszahlen durch einen etwas vorsichtigeren Ausblick getrübt worden seien. Beide MDax-Aktien zeigten sich auf Tradegate bereits schwächer.

Euro kaum verändert

Der Euro hat sich am Freitag nur wenig bewegt und knapp über 1,11 US-Dollar gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1103 Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag etwas höher auf 1,1128 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel am Devisenmarkt. Im weiteren Tagesverlauf könnte aber noch wichtige Konjunkturdaten für mehr Bewegung sorgen. Auf dem Programm steht das Ifo-Geschäftsklima. Am Markt wird damit gerechnet, dass das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer im Oktober leicht gesunken ist. Am Nachmittag könnten außerdem Daten zum Konsumlima in den USA für neue Impulse sorgen.

Ölpreise leicht gesunken

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,32 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 36 Cent auf 55,87 Dollar.

Trotz der leichten Verluste steuern die Ölpreise auf den stärksten wöchentlichen Zuwachs seit einem Monat zu. Der US-Ölpreis konnte seit Montag um mehr als vier Prozent zulegen und der Brent-Preis um knapp vier Prozent. Stärkster Preistreiber war ein überraschender Rückgang der Ölreserven in den USA, der am Mittwoch von der US-Regierung gemeldet worden war.

mit Nachrichtenagenturen

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