Samstag, 7. Dezember 2019

Kursgewinne an der Börse Tesla hebt ab, Twitter und Ebay brechen ein

Der Bulle regiert in Frankfurt: Der Dax hat am Donnerstag die Marke von 12.900 Zählern zeitweise übersprungen
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Der Bulle regiert in Frankfurt: Der Dax hat am Donnerstag die Marke von 12.900 Zählern zeitweise übersprungen

Der Dax nimmt die Marke von 13.000 Punkten in den Blick. Gewinne bei Daimler und BASF stützen den Index. In den USA sorgt die Kursrally bei Tesla dafür, dass der Technologie-Index Nasdaq weiter steigt.

Die Kursrally an der deutschen Börse geht weiter: Zum Start der Berichtssaison in Deutschland hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Donnerstag den Sprung über die Hürde von 12.900 Punkten getestet. Zum Handelsschluss auf dem Computersystem Xetra (17.30 Uhr) behauptete der Dax ein Plus von 0,6 Prozent auf 12.874 Punkte. Innerhalb der vergangenen drei Wochen hat er nun mittlerweile rund 7 Prozent gewonnen. Für gute Stimmung sorgten der Autobauer Daimler Börsen-Chart zeigen und der Chemiekonzern BASF Börsen-Chart zeigen mit ihren Quartalzahlen. Die Aktien von Daimler Börsen-Chart zeigen und BASF legten jeweils deutlich zu - ebenso wie die Papiere des Chipkonzerns Infineon Börsen-Chart zeigen, die von einer Erholung im Sektor profitierten. Auch MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax Börsen-Chart zeigen schlossen am Donnerstag in der Gewinnzone.

Tesla-Kursrally treibt Nasdaq an

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen hat an der New Yorker Wall Street am Donnerstag zunächst an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Der Index notierte im frühen Handel 0,2 Prozent höher auf 26.890 Punkte. Der Tech-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen legte unterdessen 0,9 Prozent zu.

Für einen Paukenschlag sorgte dabei Tesla Börsen-Chart zeigen: Der Elektroautobauer schloss das dritte Quartal überraschend mit Gewinn ab. Damit konnte Unternehmens-Chef Elon Musk sein Versprechen schwarzer Zahlen doch noch erfüllen, was ihm Analysten in Erwartung hoher Expansionskosten nicht zugetraut hatten. Der Triumph verblasst jedoch bei näherer Betrachtung: Teslas Ergebnis fiel zwar positiv aus, liegt aber dennoch mehr als die Hälfte niedriger als noch vor einem Jahr. Gleichwohl schnellten die Aktien zuletzt um mehr als 17 Prozent in die Höhe.

Gute Nachrichten kamen auch von Paypal Börsen-Chart zeigen: Der Bezahldienst habe unerwartet gute Kennziffern vorgelegt, schrieb Analyst Tien-Tsin Huang von der US-Bank JPMorgan. Für die Anteilsscheine von Paypal ging es um gut 8 Prozent nach oben.

Aktien von Ebay und Twitter brechen ein

Ebay Börsen-Chart zeigen gingen hingegen neun Prozent in die Knie, nachdem der Internet-Handelsplatz mit seiner Umsatzprognose für das Schlussquartal enttäuschte.

Auch Twitter Börsen-Chart zeigen verschreckte Anleger. Der US-Kurznachrichtendienst muss wegen Problemen im Werbegeschäft einen unerwartet hohen Gewinnrückgang verdauen und rechnet auch in den kommenden Monaten mit anhaltendem Gegenwind. Die Papiere brachen um knapp ein Fünftel ein.

"Die zuletzt vollzogene Entwicklung des Dax ist sehr beachtenswert", kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. "Gerade in Hinblick auf die bisherigen Störfeuer in der geopolitischen Gemengelage war eine Konsolidierung wahrscheinlicher gewesen. Nun aber setzen die institutionellen Investoren verstärkt auf deutsche Aktien und antizipieren damit eine baldige Konjunkturerholung in Europa und speziell in Deutschland."

Daimler, Infineon und BASF an Dax-Spitze

Unter den Einzelwerten im Dax nahmen die Aktien von Daimler und BASF die Spitzenplätze ein mit plus 4,4 Prozent und plus 2,4 Prozent. Der Autobauer Daimler Börsen-Chart zeigen, der in diesem Jahr bereits zweimal seine Jahresziele gekappt hatte, überzeugte wieder. Der Umsatz im dritten Quartal traf die Markterwartung exakt, das operative Ergebnis fiel sogar etwas besser als erwartet aus.

Positiv wurde auch der Quartalsbericht des Chemieriesen BASF Börsen-Chart zeigen aufgenommen. Trotz der schwachen Konjunktur lief es in einzelnen Sparten besser als erwartet, so dass der Gewinn weniger deutlich als angenommen zurückging.

Schlusslicht im Leitindex waren dagegen die T-Aktien mit minus 1,0 Prozent, nachdem die Citigroup ihre Kaufempfehlung für die Papiere der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen strich.

Gelobt wurden am Markt noch einige Zahlenwerke von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. Die Papiere des Gabelstaplerherstellers Kion Börsen-Chart zeigen etwa schossen nach übertroffenen Erwartungen im MDax um 12 Prozent nach oben.

Die Anteile des Handelsunternehmens Metro Börsen-Chart zeigen stiegen nach Eckzahlen zum vierten Geschäftsquartal und bekräftigtem Ziel für das operative Jahresergebnis um 1,5 Prozent.


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Nikkei beendet Handel mit Gewinnen

An den asiatischen Börsen hat der japanische Aktienmarkt am Donnerstag an seine jüngsten Kursgewinne angeknüpft. Der Nikkei Börsen-Chart zeigen erreichte im Handelsverlauf ein Jahreshoch und schloss 0,55 Prozent höher bei 22.750,60 Punkten. Am stärksten gefragt waren Aktien aus dem Energiesektor. Deutliche Zuwächse verzeichneten auch Papiere aus dem Gesundheitswesen.

An den chinesischen Börsen hingegen zeigte sich kein einheitliches Bild. So zog der Hang-Seng-Index Börsen-Chart zeigen in Hongkong zuletzt um 0,63 Prozent an, während der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen minimal nachgab.

Dow Jones profitiert von starken Kursausschlägen bei Boeing und Caterpillar

Teils starke Kursausschläge der Aktien von Schwergewichten haben am Mittwoch das Geschehen im New Yorker Aktienhandel bestimmt. Die großen Börsenindizes legten indes erst in den letzten Handelsminuten noch leicht zu. So stieg der Dow Jones schließlich noch um 0,17 Prozent auf 26.833,95 Punkte. Damit setzte sich jedoch die Stagnation des Index der vergangenen Tage unter 27.000 Punkten fort.

Etwas Rückenwind erhielt der Dow durch die Kursgewinne von Boeing Börsen-Chart zeigen und Caterpillar Börsen-Chart zeigen, nachdem beide Konzerne Quartalszahlen vorgelegt hatten. Zwar konnten beide Unternehmen mit ihren Zahlen nicht wirklich überzeugen. Anleger schienen aber zu Aktien zu tendieren, "deren Geschäftsentwicklung einen Boden gefunden haben könnten", hieß es von der US-Investmentbank Goldman Sachs.

Der marktbreite S&P 500 schloss 0,28 Prozent höher bei 3004,52 Punkten. Der technologielastige Nasdaq Börsen-Chart zeigen rückte um 0,19 Prozent auf 7889,47 Zähler vor. Einem stärkeren Anstieg standen sehr die hohen Kursverluste großer Halbleiterhersteller im Wege. Grund waren enttäuschende Prognosen von Texas Instruments Börsen-Chart zeigen für das Schlussquartal 2019.

Euro vor EZB-Zinssitzung kaum verändert

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Donnerstag vor einer Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) wenig verändert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1135 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1128 (Dienstag: 1,1130) Dollar festgesetzt.

Im Fokus stand am Morgen auch die türkische Lira Börsen-Chart zeigen. Nach deutlichen Kursgewinnen am Vortag kam es am Morgen zu einer Gegenbewegung. Bis zum Vorabend konnte die türkische Währung noch von der Aufhebung von US-Sanktionen gegen die Türkei profitieren. Dies sei wegen des von der Türkei zugesagten dauerhaften Waffenstillstands im Norden Syriens möglich, erklärte der amerikanische Präsident Donald Trump.

Ölpreise geben Teil der Vortagsgewinne ab

Die Ölpreise sind am Donnerstag etwas gesunken. Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung nach einem starken Anstieg vom Vortag. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,88 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 44 Cent auf 55,53 Dollar.

Am Vortag waren die Ölpreise nach einem überraschenden Rückgang der Ölreserven in den USA kräftig gestiegen. Der Preis für US-Rohöl legte in kurzer Zeit etwa zwei Dollar zu, nachdem die US-Regierung gemeldet hatte, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 1,7 Millionen Barrel gesunken waren. Am Markt war hingegen der sechste Anstieg der Ölreserven in Folge erwartet worden.

Die Lagerdaten aus den USA hatten den stärksten Anstieg der Ölpreise seit dem Angriff auf Ölanlagen in Saudi-Arabien Mitte September zur Folge. Die Reaktion auf die Lagerdaten war auch deshalb so heftig, weil der Interessenverband American Petroleum Institute (API) am Dienstag von einem Anstieg der Ölreserven ausgegangen war.

mit Nachrichtenagenturen

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